Stellenvermittlung mal anders – Social Headhunting auf Jobcrowd.de

8. Februar 2013

Social Headhunting – was ist das?

Auf der Internetplattform Jobcrowd haben Unternehmen die einzigartige Möglichkeit die Reichweite sozialer Netzwerke für ihre Stellenausschreibungen indirekt zu nutzen. Jeder Nutzer kann die dort ausgeschrieben Stellen seinen Freunden empfehlen.
Hierbei hat der Nutzer drei Möglichkeiten den Empfehlungslink zu teilen. Entweder per E-Mail, auf Facebook oder auf Twitter. Kommt eine Jobvermittlung auf einem dieser drei Wege zu Stande, so erhält der Vermittler eine vorher vom Unternehmen festgesetzte Prämie.

Wie kann ich teilnehmen?

jobcrowd.de Screenshot

Aufgeräumt und seriös: Jobcrowd.de

Die Plattform Jobcrowd ist benutzerfreundlich gestaltet. Auf der Landingpage wird schnell klar, um was es hier geht: „Jobs empfehlen und Geld verdienen“. Um an der Jobvermittlung teilzunehmen, wird eine kostenlose Registrierung vorausgesetzt. Hierbei unterscheidet die Plattform sogleich hinsichtlich Unternehmer bzw. Nutzer. Auch werden für diese beiden Parteien eigene Einführungen und FAQs geliefert, die den Einstieg ins Social Headhunting erleichtern.
Die vorhandenen Stellenangebote können jedoch zunächst auch ohne Registrierung eingesehen werden, sodass sich jeder zunächst ganz unverbindlich ein eigenes Bild dieser Seite machen kann.

Vorteile für beide Parteien

Aber wo liegen die Anreize bei einer solchen Jobvermittlung mitzumachen? Die Prämie für den Vermittler ist sicher eine willkommene Aufstockung für jeden Geldbeutel. Dies liegt auf der Hand. Schließlich kostet es einem nichts, einen Vermittlungslink zu teilen oder gar per E-Mail zu verschicken. Also warum nicht? Aktuell werden Prämien von 250 bis 3250 Euro für die erfolgreiche Vermittlung ausgelobt.
Auf der Seite der Unternehmen liegt der offensichtliche Vorteil in der Reichweite, welche ohne weiteres Zutun erzielt werden kann. Man darf also gespannt sein, wie sich dieses Modell in Zukunft entwickelt.

Das gibt’s zu kritisieren

jobcrowd.de Screenshot vom Nexus 4

Aktuelle Ansicht auf dem Nexus 4

Jobcrowd.de spezialisiert sich auf Empfehlungen, Links und Nutzer über Soziale Netzwerke. Wer jedoch mit seinem Smartphone die Seite aufruft, bekommt zwar eine breiten-angepasste Seite ausgeliefert, jedoch sind viele Links und Icons so klein gestaltet, dass wieder unnötig gezoomt werden muss.
Durch immer bessere Social-Apps, die Facebook, Twitter, Xing und Co. bereitstellen, erhöht sich auch die mobile Nutzung dieser Plattformen. Da erscheint es nur logisch, dass eine Empfehlung, die per Nachricht von einem Bekannten eintrifft, gleich auf dem Smartphone geöffnet wird. Wenn der Nutzer dann eine schöne responsive Webseite vorfinden würde, bleibt er lieber auf der Seite und liest sich den Inhalt durch.

Offen bleibt auch die Frage, inwiefern „Hobby-Headhunter“ als gewerblich einzustufen sind und Steuern für ihre Prämien zahlen müssen, sobald sie mehr als ein – zwei Jobs erfolgreich vermitteln.

*Update 08.02. 18:20 Uhr*
Wie wir von Jobcrowd erfuhren, wird zum Thema Steuern ein Gastbeitrag auf ihrer Seite erscheinen und die Problematik behandeln. Eine mobile Version ist ebenfalls in Entwicklung.

Den Job will ich selbst haben!

Natürlich ist es auf Jobcrowd auch möglich, selbst auf die Suche nach einem geeignetem Job zu gehen. Unter jeder Stellenbeschreibung hat der Nutzer die Möglichkeit sich selbst auf das Inserat zu bewerben. Dazu gibt es zwei Varianten zur Auswahl. Per Mausklick kann er den Weg per E-Mail oder per Online-Formular einschlagen. Jedoch ist auch hier die kostenlose Registrierung notwendig.

Fazit

Ein durchaus gelungener Ansatz, der sich jetzt bewähren muss. Das Modell explizit auf der Empfehlungs-Strategie aufzubauen, kann aber im Jahr 2013 durchaus funktionieren. Die Seite ist übersichtlich und gut gemacht, durch die Erfolgsgeschichten kommt die persönliche Note: die Weichen für einen erfolgreichen Start sind gestellt.