Online bewerben – Teil 2

28. Februar 2013

Wie in einem früheren Eintrag bereits begonnen, folgt hier eine weitere Übersicht für richtige Online-Bewerbungen. Weg von den vorgekauten Mappen, hin zu Formularfeldern und Anhänge verwalten: diese Art der Kontaktaufnahme wird auch 2013 an Bedeutung weiter gewinnen und die althergebrachte Bewerbung per Post weiter verdrängen. Doch was gibt es zu beachten, bevor der Senden-Knopf angeklickt wird? Ein kleiner Überblick – Teil 2:

Korrekte Formatierung

Nicht nur richtige Grammatik und Rechtschreibung sind – wie bereits angesprochen – äußerst wichtig, auch die korrekten Formatierungen sind für eine Online-Bewerbung sind mehr als nur ein nettes Gimmick. Vor allem wenn die Daten nicht in Formularfelder sondern als PDF per E-Mail verschickt werden sollen, gilt es, klare Strukturen zu wahren:

  • Einfach, aber macht schon Mal den Löwenanteil aus: bei längeren Texten wie zum Beispiel einem Motivationsschreiben auf Sinnabschnitte achten und entsprechend einen Absatz einfügen. Das erleichtert dem Personaler auch einen längeren Text aufmerksam durchzugehen und vereinfacht das Lesen ungemein.
  • Überschriften auf gleiches Aussehen prüfen: die Überschrift für Persönliche Daten ist fett, die für den bisherigen Werdegang normal formatiert? Das wirkt unprofessionell und fällt Personalern sofort ins Auge.
  • Beispiel falsche Formatierung
    Unterschiedliche Formatierung: so nicht!

    Zeilenabstände alle gleichmäßig eingehalten? Hier aus Versehen einen Absatzabstand mehr oder ganz rausgelassen wirkt in der Gesamtansicht störend und darf in einem sauberen Schreiben nicht vorkommen. Abstände der Absätze gehören hier genau so dazu.

E-Mail mit Klarnamen

Was bringt die beste Online-Bewerbung, wenn der Personaler diese von 1337maxpowern00b@gmx.de erhält? Die wohl einfachste Art für eine seriöse E-Mail ist die Verwendung des eigenen Namens, im Idealfall meines Erachtens vorname.nachname@provider.de. Wer sich schon im Posteingang von den Mitbewerbern absetzen will, gibt im Idealfall keinen Provider sondern seine eigene Seite an: mail@vorname-nachname.de oder Ähnliches. Aber auch hier gilt: eine E-Mail wie mail@max-powergamer.de dann vielleicht doch lieber vermeiden.

HTML-Verzicht in der E-Mail

Eine E-Mail sollte bei der Bewerbung als „Nur-Text“ abgeschickt werden, nicht als HTML-E-Mail. Zwar werden inzwischen fast alle Nachrichten korrekt dargestellt, aber so mancher Unternehmer muss sich eben doch noch mit Outlook 2000 rumschlagen und erhält unter Umständen kryptische Mitteilungen statt einer schönen Anrede.
Auf werbelastige E-Mail-Programme wie z.B. IncrediMail mit blinkenden Animationen sollten gänzlich verzichtet werden. Hier ist Seriöses wie Outlook oder – als kostenlose Alternative – Mozilla Thunderbird die richtige Wahl.

Signatur ist Pflicht

„Mit freundlichen Grüßen“, Vorname Nachname, Adresse. Schön untereinander geschrieben und immer identisch. Adresse und Co. gehören – im Gegensatz zum Anschreiben – nicht gleich zu Beginn, sondern am Ende der E-Mail rein.

Beispiel-Signatur
Die wichtigsten Kontaktinformationen auf einen Blick: eine saubere Signatur hilft

Setzen Sie sich auf BCC

Damit Sie sicher wissen, ob Ihre Bewerbungs-E-Mail mitsamt Anhang erfolgreich verschickt wurde, setzen Sie eine Ihrer E-Mail-Adressen oder die eines Bekannten auf BCC (Blind-Kopie). Der Empfänger bekommt davon nichts mit und Sie können beruhigt sein, dass ein Nichterreichen der Nachricht nicht Ihr Fehler war.

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