Neues von der Deutschen Bahn Karriere

6. März 2013

Die Deutsche Bahn nimmt im Social Media Recruiting fast schon eine Vorzeige-Position ein. Wer wissen will, wie ein großer Arbeitgeber in Deutschland erfolgreich auf Mitarbeiter-Suche geht, sollte sich die Karriere-Seiten der DB genauer ansehen.

Im April 2011 berichteten wir kurz über die erste größere Kampagne der DB im Social Media Bereich, seitdem hat sich natürlich einiges getan: im November letzten Jahres bekam die Arbeitgebermarke Deutsche Bahn neue Unterstützung und bewirbt auch im März 2013 noch mit großen Plakaten den ehemaligen Staatskonzern. Der Bereich Social Media wurde konsequent ausgebaut; statt lieblos lediglich neue Stellenangebote reinzuklatschen werden auch mal beeindruckende Fotos gepostet und den Fans bzw. Followern auf Twitter ein schöner Mehrwert geboten.

Ganzes Team statt Halbzeit-Posten

Twitter Account DBKarriere

Quelle: Twitter @DBKarriere

Dass die Interaktion mit der Zielgruppe ziemlich gut funktioniert, zeigt ein Blick auf die Timeline der Karriereseite. Hier wird unkompliziert nach Möglichkeiten zur Umschulung zu Eisenbahnern im Betriebsdienst gefragt, über den Verbleib einer Antwort auf die erfolgte Bewerbung nachgehakt oder sich einfach nur bedankt, dass der Einstieg dank ihrer Hilfe so leicht geklappt hat.
Damit das so abläuft und innerhalb weniger Stunden eine zufriedenstellende Antwort erfolgen kann, kümmert sich ein Team von drei Frauen und einem Mann, welches auf der Twitter-Seite kurz vorgestellt wird, um die Anliegen. Sympathisch kommen sie auf jeden Fall rüber und brechen dadurch im Vorfeld bereits ein wenig das Eis. Andere große Unternehmen wollen sich das nicht leisten und wundern sich aber gleichzeitig, warum das „mit diesem Facebook“ nicht so funktioniert, wie gewünscht.

Wenn die Technik Probleme macht

Ganz frei von Frust ist der Auftritt der DB Karriere dennoch nicht: Das liegt zum einen daran, dass so mancher nicht zwischen dem Personal-Recruiting und der Service-Stelle unterscheiden kann und daher seinen Unmut über die Verspätung seines Zuges äußert, zum anderen aber auch an dem Problem, dass das vierköpfige Team eben nicht aus den Entwicklern und Produkt-Managern der DB-Bewerbungs-Seite besteht:
Technische Probleme wie ein defekter Datei-Upload schreckt potentielle Nachwuchskräfte ab und killt jede Conversion-Rate (in diesem Fall die erfolgreiche Bewerbung; ein schöner Beitrag hierzu findet sich in dem schon einmal verlinkten Beitrag von Jannis Tsalikis). Wären Karriere-Team und Karriereportal enger verzahnt, ließen sich solche Probleme noch schneller aus der Welt schaffen.

So sollte es nicht laufen, zumindest aber existiert ein Ansprechpartner (Quelle:  Deutsche Bahn Karriere)

Mehrere Nutzer beklagten zum Beispiel, dass sie ihre Bewerbung nicht abschicken konnten und wurden vom Team auf einen anderen Browser verwiesen. Dies schien dann in der Tat zu funktionieren, jedoch sollte ein so großes Karriereportal wie das der DB auch mit Firefox einwandfrei arbeiten. Hilfe dank Social Media: gut. Technische Umsetzung der Online-Bewerbung: Nachholbedarf.

Früher war meist der IE als Ursache für Komplikationen auszumachen, aber heute… ?

Die richtige Mischung

Wer eine Weile auf der Fanpage der Deutschen Bahn Karriere verbringt, erhält durchaus den Eindruck, dass der Auftritt lebendig ist und liebevoll gepflegt wird, jedoch nicht frei von Mängeln ist. Gerade bei Problemen technischer Natur sollte bessere und schnellere Hilfe geleistet werden können. Hierfür sind aber andere Anlaufstellen notwendig, um das Betriebssystems, den verwendeten Browser und vieles mehr zu erfassen, damit die Seite optimiert werden kann.

Schnelle und sinnvolle Unterstützung: so sollte es laufen.

Grundsätzlich lässt sich aber bedenkenlos auf die Seiten der DB-Karriere verweisen, wenn nach guten Beispielen im Social Media Recruiting gefragt wird. Denn lesenswert ist der Auftritt für die Zielgruppe und Interessierte allemal.