Mobil und flexibel (2): Handytarif

18. Februar 2013

Zugegeben, die Reihe „Mobil und flexibel“ war ursprünglich anders angedacht, aber die modernen Smartphones tragen inzwischen immer mehr zum Berufsalltag bei und sind ein wichtiger Begleiter im Geschäft.

Wie viel Tarif braucht der Karrieremensch?

Wer seinen Vertrag von der Firma bekommt, braucht sich mit diesem Thema nicht beschäftigen. Für alle anderen gilt: Handytarife studieren, vergleichen, anpassen.
Fragen wie „Kann ich Sie auf dem Festnetz anrufen?“ oder „Sind Sie bei T-Mobile?“ weil die Flatrates nicht für andere Netze gelten, sind einfach nicht mehr zeitgemäß und gehören eigentlich in kein Gespräch mehr, ganz gleich ob beruflich oder privat.

Flatrates statt Typen

Open Signal Maps zeigt die Qualität
der Netzabdeckung

Wäre dieser Beitrag vor ein oder zwei Jahren geschrieben worden, wären hier jetzt die verschiedenen Telefonier-Typen aufgelistet: immer an der Strippe oder reiner Texter, der die Tasten zum Glühen bringt? WhatsApp, E-Mails auf dem Smartphone und die günstigen Flatrates für das mobile Internet wirbelten die alten Tarifstrukturen der Anbieter gehörig durcheinander.

Doch muss es für einen gut vernetzten Büromenschen wirklich ein Handyvertrag für 50 Euro und mehr pro Monat sein? Ich meine nein, denn die Prepaid-Billiganbieter haben für einen gehörigen Tarif-Preissturz auch bei den großen Mobilfunk-Konzernen gesorgt. Flatrate für Internet, Festnetz und sämtliche Handynetze gibt es bereits für unter 20 Euro.

Verändertes Kommunikationsverhalten

Wer Flatrates gebucht hat, muss sich einfach keine Gedanken machen, ob das Gespräch tatsächlich notwendig ist oder es nicht verschoben werden könnte. Wer nicht extra zahlen muss, wird öfters zum Telefon greifen und durchklingeln, vieles geht schließlich per direktes Gespräch immer noch schneller und einfacher als schriftlich.

Kommunikation 2.0 mit kleinen Einschränkungen

300 MB Datenvolumen reicht
bei den neuen kommunikation-
sfreudigen Telefonen gerade so

 

Wer auf die Sparfuchs-Variante setzt, muss jedoch kleine Nachteile hinnehmen. Die angepriesene Internet-Flatrate gibt es tatsächlich, vernünftig nutzen lässt sie sich aber dann nur bis zu einem Datenvolumen von 300 oder 500 MB monatlich, die – je nach Einstellung des neuen Smartphones – doch sehr leicht erreicht werden können. Nach Feierabend Youtube-Videos in der S-Bahn streamen? Geht, aber nicht allzu oft. Die Präsentation aus der Dropbox synchronisieren? Sollte man ebenfalls besser im WLAN erledigen.
SMS bleiben häufig außen vor. Zwar verliert SMS zu Recht immer mehr an Bedeutung, weil leistungsfähigere Messenger-Lösungen über die Internet-Flat durchgehend verbreitet sind, jedoch stört es für ein „Allnet-Flat“-Gefühl, noch extra für ein paar Textzeichen zahlen zu müssen.

Die Vorteile aber: alles Da für wenig Geld. Kein nerviges Betteln um Rückrufe, keine Gedanken darüber, wie teuer das Gespräch jetzt wird, wenn das Thema noch einmal durchgekaut werden soll.

Günstige Tarife gibt es auch bei den Großen

Wenn (ursprüngliche) Prepaid-Anbieter mit 19,99 oben beschriebene Allnet-Flatrate anbietet, schauen die großen Anbieter in die Röhre. Zwar ist die Netzqualität bei ihnen oft besser und das mobile Internet schneller, aber nicht jeder ist bereit, dafür wesentlich mehr zu zahlen.

T-Mobile, vodafone, o2 und Co. bieten aber durchaus die gleiche Leistung fürs gleiche Geld. Flatrate für Fest- und alle Handynetze, Datenflat mit Drosselung ab 300 MB, 24 Frei-SMS im Monat und das Ganze für 19,99 Euro. Diesen Vertrag gibt es auch bei den „Großen“ in bewährter Netzqualität. Auch wenn es so ein Angebot nicht 1:1 auf den Webseiten angepriesen wird: Ein Anruf bei der Kundenhotline wirkt oft Wunder.

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