Jobmaxx als Antwort auf den Nachfragemarkt?

20. März 2013

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wandelte sich in den letzten Jahren von einem Angebots- zu einem Nachfragemarkt. Nicht mehr die fertig Studierten müssen zusehen, einen Job zu ergattern, sondern die Unternehmen müssen Hebel in Bewegung setzen, tatkräftigen Nachwuchs für die Firma zu bekommen.

Ein Schritt, diese Hebel in Bewegung zu setzen, möchte Jobmaxx mit ihrer neuen Plattform ermöglichen. Die Seite ging vorgestern online und ist gehört zu den Potalen allmax und UNIMALL.

Der Arbeitgeber präsentiert sich bei Jobmaxx mit Innenansichten, stellt Kollegen und Büro vor und betreibt so eine Imagepflege am Ort des Stellenangebots.

Modernes Design, klare Struktur: ein zeitgemäßer Auftritt für die Zielgruppe Student

Mehr Übersicht, mehr Einsicht

Ziel von Jobmaxx ist es, Studenten mehr als nur eine Auflistung freier Stellenangebote zu geben. Die Erfahrungen im Arbeitsmarkt sind für diese Gruppe meist sehr überschaubar, es fehlt das nötige Wissen, um auf Anhieb den richtigen Job zu finden.

Daher sollen auf dem neuen Portal die Unternehmen vorgestellt, die Firmenphilosophie erläutert und Kollegen prominent präsentiert werden. Der Job soll detaillierter beschrieben werden, als das bei den üblichen Stellenanzeigen der Fall ist. Das erfordert einigen Aufwand für die Firmen, gerade kleine Mittelständler dürften hierfür oft wenig bis gar kein Geld für die Realisierung übrig haben oder haben wollen.

Bislang vertreten ist beispielsweise AVM, der Hersteller der bekannten Fritz!Box. Mit großen Bildern werden die Kollegen, die Arbeitsumgebung und die Produkte gezeigt. Das schafft eine positive Grundeinstimmung und bricht für die Bewerber sicherlich leichter das Eis als eine schwarz-weiß-Anzeige in der Tageszeitung.

Geschichten erzählen

Bei jeder HR-Konferenz, bei jedem Marketing-Seminar fällt der Begriff immer wieder: Geschichten erzählen. Ein Gesamtpaket aufspannen, Eindrücke von Mitarbeitern präsentieren,  Bilder und Videos ergänzen, eine Story bauen – dann interessiert sich der Besucher für den Inhalt. Jobmaxx will genau dieses System für das HR-Marketing erleichtern.
Der erste Schritt hierfür ist gemacht, die Seite ist aufgeräumt und übersichtlich, das Design dem Stil und dem Jahr 2013 würdig.

Der Erfolg hängt von den Unternehmen ab

Ob sich die Plattform langfristig gegen die Jobbörsen-Platzhirsche durchsetzen oder daneben etablieren kann, hängt stark von der Anzahl der Unternehmen ab, die sich hier präsentieren wollen. Nur wenn die bereit sind, die Kosten und Mühen auf sich zu nehmen, um sich auf Jobmaxx in dem Stil der bisherigen Firmen zu präsentieren, wird die Seite ein Anlaufpunkt für viele Studenten.

Noch zu wenig Auswahl

Jobmaxx Unternehmensseite

Überschaubares Angebot

Denn noch ist auf dem neuen Portal zu wenig los: gerade Mal vier Unternehmen sind mit Fotos und teilweise Videos präsent, die aus den Möglichkeiten der Plattform schöpfen. Sieben weitere stehen in den Startlöschern, aber auch wenn die dazu kommen, sind es immer noch zu wenig, um viele Absolventen auf die Seite zu locken und eine echte Alternative zu bieten.

Viele Links wie weiterführende Infos zu einem Beruf oder Angebote anderer Unternehmen fehlen noch. An der Seite muss also noch geschraubt werden, bis der gesamte Mehrwert des Portals zum Tragen kommt.

Ein begrüßenswertes Konzept

Das Unternehmen und den neuen Job kennen lernen, bevor die Bewerbung dorthin abgeschickt wird. Das ist das große Ziel der Seite. Die Möglichkeiten, das zu erreichen, wirken vielversprechend. Jobmaxx muss sich ranhalten und die Firmen überzeugen, für die Stellengesuche mehr Zeit zu investieren, als 20 Zeilen zu schreiben. Funktioniert das, wird die künftige Jobsuche ein gutes Stück weit angenehmer.