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Wer wie wo? Der HR-Agentur Atlas von Eva Zils

7. März 2013

Wenn sich Personaler und Recruiter entschließen, zur Verstärkung eine Agentur hinzuziehen, ist die Auswahl zwar groß und vielfältig. Eva Zils von Online-Recruiting.net bietet daher seit gestern den HR-Agentur Atlas 2013 an, in der 13 HR-Agenturen vorgestellt und klassifiziert werden.

Der HR-Agentur Atlas 2013 von Eva Zils

Ein Recruiter sucht eine HR-Agentur, welche neben dem Job-Posting auch Personalberatung anbietet? Mobile-Recruiting soll ein fundamentaler Bestandteil sein oder kann gänzlich vernachlässigt werden? Mit dem Agentur Atlas erkennen sie auf einen Blick, welche Kernkompetenzen der künftige Kooperationspartner grundsätzlich anbietet.Eva Zils will damit Personalern einen praktischen Helfer an die Hand geben, um schneller den Richtigen aus der Branche zu finden. Daher sind neben den angebotenen Leistungen auch Informationen zur Entstehung und Entwicklung der jeweiligen Agentur vermerkt, um einen runden Gesamteindruck zu erhalten.

Hierfür wurden Fragebögen beantwortet, welche bereits grobe Einblicke in die Arbeitsweise einer einzelnen HR-Agentur zulassen. Neben den operativen Daten wie Anzeigenaufträge und Schaltvolumen pro Monat werden auch Bestandteile des Workflows abgefragt und mal mehr, mal weniger ausführlich beantwortet.

Kritik muss sein

Leider ist eine Frage so gestellt, die gerne mit ja beantwortet wird, damit jedoch keine wirklich klare Aussage getroffen wird: bei der Frage den Fragen „Ist ein automatisches Job-Posting-Tool vorhanden? Oder werden Anzeigen manuell geschaltet?“ wird von mehreren Agenturen ein „Ja“ als einzige Antwort gegeben. Das ließe sich durch eine ausführlichere Antwort oder im Vorfeld andere Fragestellung leicht verhindern.

Was gibt’s sonst noch?

Werdegang, Auszeichnungen und Zahlen werden übersichtlich präsentiert, interessant für eine richtige Auswahl sind sicher auch noch die Referenzen der jeweiligen HR-Agenturen. Screenshots von den Webseiten als Zuckerl sind in unseren Augen heutzutage auch wichtig, sodass neben dem Logo auch das Bild der Webseite als Wiedererkennung greift. Diese Anmerkungen sollen jedoch nicht die Qualität als solche herabsetzen.

Fazit

Der HR-Agenturatlas ist ein nicht mal zwei MB schlankes PDF, welches in jede (digitale) Personaler-Schublade gehört, die sie sich mit dem Gedanken spielen, auf externe Dienstleistungen in diesem Bereich zurückzugreifen.

Mobil und flexibel (2): Handytarif

18. Februar 2013

Zugegeben, die Reihe „Mobil und flexibel“ war ursprünglich anders angedacht, aber die modernen Smartphones tragen inzwischen immer mehr zum Berufsalltag bei und sind ein wichtiger Begleiter im Geschäft.

Wie viel Tarif braucht der Karrieremensch?

Wer seinen Vertrag von der Firma bekommt, braucht sich mit diesem Thema nicht beschäftigen. Für alle anderen gilt: Handytarife studieren, vergleichen, anpassen.
Fragen wie „Kann ich Sie auf dem Festnetz anrufen?“ oder „Sind Sie bei T-Mobile?“ weil die Flatrates nicht für andere Netze gelten, sind einfach nicht mehr zeitgemäß und gehören eigentlich in kein Gespräch mehr, ganz gleich ob beruflich oder privat.

Flatrates statt Typen

Open Signal Maps zeigt die Qualität
der Netzabdeckung

Wäre dieser Beitrag vor ein oder zwei Jahren geschrieben worden, wären hier jetzt die verschiedenen Telefonier-Typen aufgelistet: immer an der Strippe oder reiner Texter, der die Tasten zum Glühen bringt? WhatsApp, E-Mails auf dem Smartphone und die günstigen Flatrates für das mobile Internet wirbelten die alten Tarifstrukturen der Anbieter gehörig durcheinander.

Doch muss es für einen gut vernetzten Büromenschen wirklich ein Handyvertrag für 50 Euro und mehr pro Monat sein? Ich meine nein, denn die Prepaid-Billiganbieter haben für einen gehörigen Tarif-Preissturz auch bei den großen Mobilfunk-Konzernen gesorgt. Flatrate für Internet, Festnetz und sämtliche Handynetze gibt es bereits für unter 20 Euro.

Verändertes Kommunikationsverhalten

Wer Flatrates gebucht hat, muss sich einfach keine Gedanken machen, ob das Gespräch tatsächlich notwendig ist oder es nicht verschoben werden könnte. Wer nicht extra zahlen muss, wird öfters zum Telefon greifen und durchklingeln, vieles geht schließlich per direktes Gespräch immer noch schneller und einfacher als schriftlich.

Kommunikation 2.0 mit kleinen Einschränkungen

300 MB Datenvolumen reicht
bei den neuen kommunikation-
sfreudigen Telefonen gerade so

 

Wer auf die Sparfuchs-Variante setzt, muss jedoch kleine Nachteile hinnehmen. Die angepriesene Internet-Flatrate gibt es tatsächlich, vernünftig nutzen lässt sie sich aber dann nur bis zu einem Datenvolumen von 300 oder 500 MB monatlich, die – je nach Einstellung des neuen Smartphones – doch sehr leicht erreicht werden können. Nach Feierabend Youtube-Videos in der S-Bahn streamen? Geht, aber nicht allzu oft. Die Präsentation aus der Dropbox synchronisieren? Sollte man ebenfalls besser im WLAN erledigen.
SMS bleiben häufig außen vor. Zwar verliert SMS zu Recht immer mehr an Bedeutung, weil leistungsfähigere Messenger-Lösungen über die Internet-Flat durchgehend verbreitet sind, jedoch stört es für ein „Allnet-Flat“-Gefühl, noch extra für ein paar Textzeichen zahlen zu müssen.

Die Vorteile aber: alles Da für wenig Geld. Kein nerviges Betteln um Rückrufe, keine Gedanken darüber, wie teuer das Gespräch jetzt wird, wenn das Thema noch einmal durchgekaut werden soll.

Günstige Tarife gibt es auch bei den Großen

Wenn (ursprüngliche) Prepaid-Anbieter mit 19,99 oben beschriebene Allnet-Flatrate anbietet, schauen die großen Anbieter in die Röhre. Zwar ist die Netzqualität bei ihnen oft besser und das mobile Internet schneller, aber nicht jeder ist bereit, dafür wesentlich mehr zu zahlen.

T-Mobile, vodafone, o2 und Co. bieten aber durchaus die gleiche Leistung fürs gleiche Geld. Flatrate für Fest- und alle Handynetze, Datenflat mit Drosselung ab 300 MB, 24 Frei-SMS im Monat und das Ganze für 19,99 Euro. Diesen Vertrag gibt es auch bei den „Großen“ in bewährter Netzqualität. Auch wenn es so ein Angebot nicht 1:1 auf den Webseiten angepriesen wird: Ein Anruf bei der Kundenhotline wirkt oft Wunder.

Stellenvermittlung mal anders – Social Headhunting auf Jobcrowd.de

8. Februar 2013

Social Headhunting – was ist das?

Auf der Internetplattform Jobcrowd haben Unternehmen die einzigartige Möglichkeit die Reichweite sozialer Netzwerke für ihre Stellenausschreibungen indirekt zu nutzen. Jeder Nutzer kann die dort ausgeschrieben Stellen seinen Freunden empfehlen.
Hierbei hat der Nutzer drei Möglichkeiten den Empfehlungslink zu teilen. Entweder per E-Mail, auf Facebook oder auf Twitter. Kommt eine Jobvermittlung auf einem dieser drei Wege zu Stande, so erhält der Vermittler eine vorher vom Unternehmen festgesetzte Prämie.

Wie kann ich teilnehmen?

jobcrowd.de Screenshot

Aufgeräumt und seriös: Jobcrowd.de

Die Plattform Jobcrowd ist benutzerfreundlich gestaltet. Auf der Landingpage wird schnell klar, um was es hier geht: „Jobs empfehlen und Geld verdienen“. Um an der Jobvermittlung teilzunehmen, wird eine kostenlose Registrierung vorausgesetzt. Hierbei unterscheidet die Plattform sogleich hinsichtlich Unternehmer bzw. Nutzer. Auch werden für diese beiden Parteien eigene Einführungen und FAQs geliefert, die den Einstieg ins Social Headhunting erleichtern.
Die vorhandenen Stellenangebote können jedoch zunächst auch ohne Registrierung eingesehen werden, sodass sich jeder zunächst ganz unverbindlich ein eigenes Bild dieser Seite machen kann.

Vorteile für beide Parteien

Aber wo liegen die Anreize bei einer solchen Jobvermittlung mitzumachen? Die Prämie für den Vermittler ist sicher eine willkommene Aufstockung für jeden Geldbeutel. Dies liegt auf der Hand. Schließlich kostet es einem nichts, einen Vermittlungslink zu teilen oder gar per E-Mail zu verschicken. Also warum nicht? Aktuell werden Prämien von 250 bis 3250 Euro für die erfolgreiche Vermittlung ausgelobt.
Auf der Seite der Unternehmen liegt der offensichtliche Vorteil in der Reichweite, welche ohne weiteres Zutun erzielt werden kann. Man darf also gespannt sein, wie sich dieses Modell in Zukunft entwickelt.

Das gibt’s zu kritisieren

jobcrowd.de Screenshot vom Nexus 4

Aktuelle Ansicht auf dem Nexus 4

Jobcrowd.de spezialisiert sich auf Empfehlungen, Links und Nutzer über Soziale Netzwerke. Wer jedoch mit seinem Smartphone die Seite aufruft, bekommt zwar eine breiten-angepasste Seite ausgeliefert, jedoch sind viele Links und Icons so klein gestaltet, dass wieder unnötig gezoomt werden muss.
Durch immer bessere Social-Apps, die Facebook, Twitter, Xing und Co. bereitstellen, erhöht sich auch die mobile Nutzung dieser Plattformen. Da erscheint es nur logisch, dass eine Empfehlung, die per Nachricht von einem Bekannten eintrifft, gleich auf dem Smartphone geöffnet wird. Wenn der Nutzer dann eine schöne responsive Webseite vorfinden würde, bleibt er lieber auf der Seite und liest sich den Inhalt durch.

Offen bleibt auch die Frage, inwiefern „Hobby-Headhunter“ als gewerblich einzustufen sind und Steuern für ihre Prämien zahlen müssen, sobald sie mehr als ein – zwei Jobs erfolgreich vermitteln.

*Update 08.02. 18:20 Uhr*
Wie wir von Jobcrowd erfuhren, wird zum Thema Steuern ein Gastbeitrag auf ihrer Seite erscheinen und die Problematik behandeln. Eine mobile Version ist ebenfalls in Entwicklung.

Den Job will ich selbst haben!

Natürlich ist es auf Jobcrowd auch möglich, selbst auf die Suche nach einem geeignetem Job zu gehen. Unter jeder Stellenbeschreibung hat der Nutzer die Möglichkeit sich selbst auf das Inserat zu bewerben. Dazu gibt es zwei Varianten zur Auswahl. Per Mausklick kann er den Weg per E-Mail oder per Online-Formular einschlagen. Jedoch ist auch hier die kostenlose Registrierung notwendig.

Fazit

Ein durchaus gelungener Ansatz, der sich jetzt bewähren muss. Das Modell explizit auf der Empfehlungs-Strategie aufzubauen, kann aber im Jahr 2013 durchaus funktionieren. Die Seite ist übersichtlich und gut gemacht, durch die Erfolgsgeschichten kommt die persönliche Note: die Weichen für einen erfolgreichen Start sind gestellt.

Mobil und flexibel (1): Pendeln für den Job

7. Februar 2013

Meist beginnt es so: „Bitte beachten Sie, der Zug nach München Hauptbahnhof, Abfahrt 07:30, wird voraussichtlich 15 Minuten später eintreffen.“ Oder so: „A9 Nürnberg Richtung München, zwei Kilometer Stau zwischen Autobahndreieck Wolnzach und Anschlussstelle Allershausen.“ Es sind Sätze wie diese, die den einfachen Pendler wieder in Rage bringen und zum Grübeln veranlassen, was das Ganze alles eigentlich soll.

Pendeln gehört zum Berufsalltag des Deutschen. Durchschnittlich 17 Kilometer nimmt jeder Arbeitnehmer auf sich, um seine Brötchen zu verdienen. Tendenz: steigend. Ob mit dem Auto oder den Öffentlichen, Stau und Verspätungen stehen gefühlt an der Tagesordnung, treffen tut es aber jeden immer wieder.
Die Zeiten, in denen Wohn- und Arbeitsplatz nah beieinander liegen oder gar zusammenfallen, sind längst vorbei. Gut ausgebaute Straßen und ein dichterer Takt im verbesserten Schienenverkehr führten dazu, dass der Ort der Arbeit immer weiter in die Ferne rückte. Doch der aktuelle Trend, längere Arbeitswege für den Job in Kauf zu nehmen, belastet die Menschen nicht unerheblich.

Pendeln stresst

So ermittelte die AOK in ihrem Fehlzeitenreport 2012 Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindelgefühle und auch Schlafstörungen als häufiges Krankheitsbild bei Pendlern. Aber auch übermäßiges Schlafbedürfnis und allgemeine Mattigkeit kam letztes Jahr in die Top 10. Als typischer Pendler gilt übrigens, wer täglich über anderthalb Stunden für Hin- und Rückfahrt zur Arbeit aufwendet. Vor allem die Fern-Pendler, also Arbeitnehmer, die länger als eine Stunde einfach zu Arbeit haben, sind von den negativen Folgen für Körper und Seele verstärkt betroffen.

Öffentlich statt privat

Zwar ist der eigene PKW das meistgenutzte Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit, doch es gibt -gerade für Fern-Pendler- eine sinnvollere Alternative: die Öffentlichen.
Zwar verschlingt das Pendeln per Bus und Bahn meist mehr Zeit als die Fahrt mit dem eigenen Auto, jedoch lässt sich die Zeit sinnvoller nutzen. Los geht es mit dem Lesen der Zeitung oder dem aktuellen Lieblingsbuch, erfahrene Pendler können im Zug aber auch arbeiten oder gar komplett schlafen. Vielleicht kommen Sie nicht immer ausgeruht in der Arbeit an, aber die aufgewandte Zeit wurde bewusst genutzt. Laut Dr. Steffen Häfner, Chefarzt der Deutschen Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren in Bad Elster, wird der Weg zur Arbeit als weniger stressig empfunden, wenn sie produktiv verbracht wird. Ganz gleich ob Gespräche mit Mitfahrern, die eigene Lektüre oder der erneute Blick auf die Unterlagen für den Job. Notwendig hierfür sind aber flexiblere Arbeitszeiten und die Möglichkeit, auch mal abseits der Rush-Hour fahren zu können.

Das mit der Steuer

Die Öffentlichen können auch mit einem weiteren Vorteil trumpfen: die tatsächlichen Kosten für die öffentlichen Verkehrsmitteln sind in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar – auch wenn sie über die ermittelte Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer hinausgeht. Das spart zwar keine Unsummen an Geld, hilft aber auch. Und die private Nutzung ist schließlich auch erlaubt.

Ausblick

Hält der aktuelle Trend an, werden sich Politik und Arbeitgeber Gedanken machen müssen, entgegen zu steuern. Die Rückkehr zu bezahlbaren Wohnungen, die vom Arbeitgeber subventioniert werden, ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Ein konsequenter Ausbau des ÖPNV für zuverlässigere und schnellere Verbindungen aber ist unabdingbar, um eine Besserung der aktuellen Situation herbeizuführen.
Nur wenn die öffentlichen Verkehrsmittel ein attraktiver Ersatz zum Auto sind, werden sich wieder mehr Menschen für die Schiene statt der Straße entscheiden. Dazu gehören aber genügend Sitzplätze auch im Hochbetrieb und weniger Verspätungen als jetzt.

Weiterführende Links:

AOK „Pendler im Stress“
Berufspendler im Bundesländervergleich (PDF, 2010)

Effektiv und effizient

15. Januar 2013

„Ich arbeite effektiv!“ Was für viele gut klingt, ist eigentlich nur Mittelmaß. Ein kurzer Ausflug in beliebte Versprecher und falsch verwendeter Wörter.

„Ich würde immer einen faulen Menschen wählen, um einen schwierigen Job zu erledigen. Denn er würde sicherlich einen einfachen Weg finden, dies zu tun.“ Dieses Zitat wird Bill Gates zugesprochen, doch selbst wenn er es nicht selbst von sich gab, bleibt die Kernaussauge dieselbe. Effizient ist besser als effektiv – und nichts anderes wird mit diesen zwei Sätzen eigentlich gesagt.

Veranschaulichen wir die beiden Arbeitsarten (wenn man so sagen will) an einem einfachen Beispiel:
Aufgabe: graben Sie ein Loch im Garten, sodass ein kleines Planschbecken reinpasst.
Effektiv ist es, sich einen Bagger zu mieten und den halben Garten umzupflügen.
Effizient ist es, mit dem Spaten und einer Schaufel ein genau so großes Loch zu graben, das das Planschbecken genau reinpasst.
Für den Job gilt letztendlich nichts anderes: erledigen Sie Ihre Aufgaben effizient (mit so wenig Aufwand wie möglich und so viel Zeit wie nötig) und nicht effektiv (im schlechtesten Fall ein Haufen unbezahlter Überstunden). Ist natürlich einfach zu sagen, jedoch schwer umzusetzen. Aber sprachlich wissen Sie jetzt zumindest schon einmal für das nächste Bewerbungsgespräch oder Briefing Bescheid.

Das ist umsonst

Gerne wird behauptet, dass es ein Produkt oder eine Dienstleistung umsonst gibt. Was im bayrischen Sprachraum vielleicht gerade noch so durchgeht, ist zumindest für den Rest Deutschlands in meinen Augen einfach ein Unding. „Hier parken sie eine Stunde umsonst!“ Wenn dem wirklich so wäre, könnte ich mir das Parken doch gleich sparen.

Kostenlos ist nicht gleich umsonst und andersrum.

In einer lokalen Zeitung beschrieb ein Redakteur ein angehendes Festival in der Stadt, mit allen Vorzügen: Live-Musik, schönes Wetter, Sitzmöglichkeiten und und und. Leider schloss er den Absatz mit den Worten: „Und das Beste daran: es ist alles umsonst!“ Bezogen war das natürlich auf die Tatsache, dass für die Veranstaltung kein Eintritt verlangt wird. Mir drang sich jedoch der Gedanke auf, die Musik sei schlecht und es lohnt sich einfach nicht, dorthin zu fahren (und ja, ich wusste, das war anders gemeint). Es gilt einfach zu unterscheiden, ob ich etwas umsonst oder gratis mache, ob meine Arbeit für die Katz ist oder ich sie unentgeltlich erledige. So viel Deutschkenntnis darf in der Arbeitswelt erwartet werden, oder sehe ich das einfach zu eng?

Und der Schluss ist billig

Die Liste ließe sich noch fortsetzen, einen habe ich aber noch für heute: Preiswert ist nicht billig, wenngleich so mancher Discounter das gerne anders sieht. Billig kann im Kontext natürlich für günstig stehen, ein „Geschmäckle“ bleibt aber bei dem Wort. Billig ist minderwertig. Alles andere ist preiswert, günstig oder angemessen bezahlbar. Deswegen sollte im Job nie auf eine billige Alternative gesetzt werden.

Bewerbung und Jobsuche nach dem Studium

28. Juni 2012

Angebot und Nachfrage regieren bekanntlich auch auf dem Arbeitsmarkt. Abhängig von der Art des Abschlusses und der Wahl der Studienfächer haben einige frischgebackene Hochschulabsolventen bessere Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg als ihre Mitbewerber. 

Gerade im Bereich mancher Geisteswissenschaften ist es daher notwendig, nicht nur gute Abschlussnoten, sondern bereits erste Erfahrungen im Berufsleben vorweisen zu können. In jedem Fall sollte die Jobsuche nach dem Studium von langer Hand geplant werden, damit die Bewerbungsphase möglichst kurz ausfällt.

Erste Kontakte schon während dem Studium

Beispielsweise können angehende Akademiker schon während ihrer Abschlussarbeit erste Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern knüpfen – das fertige Abschlusszeugnis kann bei einer Bewerbung vor Studienende häufig auch nachgereicht werden. Niemand muss also warten, bis die Bewerbungsunterlagen vollständig sind, da häufig die Korrektur von Hausarbeiten und Klausuren und die Aushändigung der Abschlusszeugnisse Wochen in Anspruch nehmen. Schon während des Studiums ist es darüber hinaus empfehlenswert, mittels Praktika, Nebenjobs oder freier Mitarbeit Berufserfahrungen zu sammeln und diese bei Bewerbungen auch detailliert aufzuführen. Zeugnisse, Zertifikate und Praktikumsbescheinigungen sind für Berufsanfänger somit unentbehrlich, um sich aus der Masse der Mitbewerber mit ähnlichen Abschlüssen positiv abzuheben.

Praktika gegen Lücken im Lebenslauf

Während Absolventen der Naturwissenschaften häufig sofort nach dem Hochschulabschluss eine Anstellung finden, erleben Geisteswissenschaftler gelegentlich eine Durststrecke, bis die Jobsuche endlich Erfolg hat. Diese Zeit sollte ebenso mit Praktika und freiwilligem Engagement überbrückt werden, so dass keine zu großen Lücken im Lebenslauf entstehen. Vor allem Absolventen mit wenig Berufserfahrung können diese Zeit des relativen Leerlaufs auch nutzen, um sich über ihre individuellen Zukunftsvorstellungen und Erwartungen von einer potenziellen Arbeitsstelle klar zu werden und Strategien für Jobsuche und Bewerbung zu entwickeln. Zusätzlich empfiehlt es sich, bei der Jobsuche auch die Hilfsangebote der lokalen Arbeitsagenturen und der Universität näher in Augenschein zu nehmen.

Die Jobsuche geht eher los

Viele Studenten haben zudem einen ganz bestimmten „Traumjob“ oder eine Branche wie das Verlagswesen vor Augen, welche ihnen besonders attraktiv erscheint. Gerade für den Einstieg ist es jedoch wichtig, auch Alternativen nicht außer Acht zu lassen und bei aller Flexibilität und Anpassungsfähigkeit die Nische im Arbeitsmarkt zu suchen, die den eigenen Fähigkeiten und Neigungen am besten entspricht. Auch wenn die ersten Bewerbungen wirklich erst nach dem Studienabschluss versandt werden, so beginnt die Jobsuche für Hochschulabsolventen also meistens schon lange vor dem Abschlusszeugnis.

Karriere gemacht und trotzdem blank?

8. Juni 2012

Wer Karriere macht, will sich nicht nur selbst beweisen, sondern auch ein paar schwarze Zahlen mehr auf dem Konto haben. Wer sich aber partout nicht zum Sparen animieren kann, dem sei die Infografik von biallo ans Herz gelegt. Kurz und prägnant werden hier sieben Todsünden aufgezählt, die das Glück zum Geld verhindern können.

Sünde 1 dürfte ein jeder von den Eltern oder Großeltern kennen: früh genug anfangen. Praktisch dargestellt an einer schönen Beispielrechnung zeigt es die massive Wirkung. Einzig der Zinssatz von 5% ist im Jahr 2012 wohl eher Wunsch.

Für Tipp 2 empfiehlt es sich, einen – im Idealfall sogar mehrere – Profis hinzuziehen: die Riester-Förderung. Der Grund, warum immer mehrere Seiten gehört werden sollte, ist vergangenen Schlagzeilen zu entnehmen.

Bei der dritten Sünde stellen sich vor allem bei neuen Arbeitnehmern die Ohren auf: ja! Vom Staat gibt es was geschenkt. Gewusst wie.

Sünde 4: die „Mir passiert schon nichts“-Mentalität besitzen viele. Leider.

Mehr Flexibilität wurde zuletzt von der Sparkasse groß beworben, was durchaus seine Berechtigung hat.

Sünde 6 und 7 beschäftigt sich schon mehr mit der Vermögensverwaltung bzw. -sicherung. Goldwerte Tipps, die vor allem so manche ehemalige AWD-Kunden beherzigen hätten sollen.