Arbeitswelt

Was Frauen wollen und Männer denken

23. November 2013

Es wird in den Medien immer wieder gern hervorgekramt und so oft hat man es schon gelesen oder gehört: Nur wenige Frauen befinden sich in Führungspositionen. Gründe dafür mag es viele geben, Tipps und Seminare, wie das verhindert werden kann, aber auch.
Das Frauenportal goFeminin stellte die typischen Job-Fallen, in denen vor allem die Frauen sehr gerne tappen, vor und die WELT berichtete von speziellen Jobseminaren für Frauen, um das Verhalten der Männer besser zu verstehen.

Jede vierte Führungsposition ist von einer Frau besetzt, so goFeminin. In Anbetracht dessen, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung Frauen sind und auch mehr Frauen als Männer das Abitur machen, ist das nicht allzu viel.
Mögliche Ursachen können neben der Annahme von „frauenfeindlichen“ Unternehmen auch gesellschaftlicher Natur sein, wie das Fehlen von Krippenplätzen, denn irgendjemand muss sich um den Nachwuchs kümmern.

Vorsicht, Job-Falle für Frauen!

GoFeminin zählt sieben Karriere-Killer vor, die besonders die Frauen recht leicht treffen können. Dazu zählt zum Beispiel, dass Frauen, wie allgemein bekannt, sehr gerne ratschen und plappern und dabei auch den einen oder anderen privaten Frust mit in die Arbeit schleppen und dort ausplaudern. Karriere-Coachs raten davon dringend ab, denn Privates hat im Beruf definitiv nichts zu suchen. Bei einschneidenden Schicksalsschlägen (Todesfall, Scheidung, etc.) sollte aber direkt die Karten offen auf den Tisch gelegt werden und der Chef unter vier Augen davon unterrichtet werden.
Ein fleißiges Bienchen sein ist schön und gut, blöd nur, wenn das niemand mitbekommt. Vielen Frauen fehlt es an Selbstmarketing. Er ist durchaus ratsam hin und wieder über die eigenen Erfolge und Ziele im Büro zu sprechen, damit wäre wieder Gesprächsstoff gegeben und auch eine Ablenkung von dem frustrierenden Beziehungsstress, der im Job nichts verloren hat.
Dabei sollten Frauen auch keine Scheu haben, dass dieses offene Reden über Erfolge bei den Kollegen Sympathiepunkte kosten könnten.  Das Risiko, dass die Kolleginnen einmal kurz irritiert gucken, darf auch mal eingegangen werden. Auch wenn Frauen manchmal dazu neigen, konkurrierendes Verhalten persönlich zu nehmen.

Bei den Männern abschauen?

Die WELT berichtete hingegen von speziellen Seminaren, die Frauen darüber unterrichten sollen, wie Männer denken und wie sie ihre eigene Rolle in einem von Männern dominierten Berufsfeld oder Unternehmen zu finden. Damit auch sie bei der Vergabe von Führungspositionen gesehen werden. Dabei wird das Verhalten männlicher Kollegen betrachtet und analysiert. Die Frauen sollen aber keinesfalls lernen, sich wie die Männer zu benehmen. Vielmehr unterstützen die Seminare das Selbstvertrauen der Teilnehmerinnen und lehren, wie man sich selbst lobt, ohne dabei arrogant zu wirken.

Experten sind skeptisch und betonen, dass nicht nur Frauen gefördert werden müssen, sondern auch die Rahmenbedingungen der Frau, sowohl gesellschaftlich als auch unternehmerisch verändert werden muss.

Welchen Einfluss hat das Äußere auf die Karriere?

14. November 2013

Ein gepflegtes Äußeres ist nicht nur förderlich für den Karriereaufstieg, sondern auch absolut notwendig. Dies ist kein Geheimnis und längst bekannt.
Karrierecoachs raten allerdings davon ab, einen Bart zu tragen. Denn dieser soll die Aufstiegschancen im Beruf deutlich mindern, wie das Meidenprotal Meedia berichtet.

Dem Bericht von Meedia zufolge begründen Managercoachs ihre These damit, dass Männer mit Bart düsterer wirken, was einem gewünschten „freundlichen Eindruck“ widerspricht. Dies begründet Managercoach Stefan Wachtel aus Frankfurt der dpa.
Sein Rat an Bartträger, die Karriere machen wollen: rasieren.
Jedoch kann eine gepflegte Gesichtsbehaarung auch interessant machen, wie Meedia weiter berichtet, denn das strahle Originalität aus. Dennoch sei darauf zu achten, den Bart auch regelmäßig zu trimmen und zu pflegen.

„Kleider machen Leute“ – ein ebenso altbekannte Floskel mit sehr hohem Wahrheitsgehalt. Doch sind es nicht nur die Kleider sondern auch deren Farben, die gewisse Eigenschaften und Gefühle repräsentieren und deren Wirkung nicht unterschätzt werden darf.
Das Recruiting-Portal HiredMYWay hat hierfür eine Grafik entworfen, welche die verschiedenen Wirkungen von Farben darlegt. Grau ist eine sehr beliebte Farbe für Meetings und Vorstellungsgespräche. Es steht für Erfahrenheit und Selbstvertrauen – eine Farbe, bei der nicht viel schief gehen kann. Sehr beliebt ist auch Schwarz, das vor allem von Autorität zollt. Einfachheit und Reinheit repräsentiert Weiß, was auch gern getragen wird, da es auch zu vielem passt.
Blau wirkt beruhigend, wie ein stiller See und steht auch für Loyalität und Kontrolle und ist daher empfehlenswert für ein Bewerbungsgespräch.
Schwieriger sind Farben wie Rot, da diese Leidenschaft ausstrahlt und den Puls gerne in die Höhe schießen lässt. Nicht zu vergessen, dass diese Farbe auch für Aggressivität steht.

Infografik: berufsbegleitendes Studium

7. Oktober 2013

Jeder mag Infografiken. Und jeder mag Fernstudium. Den Eindruck gewinnt zumindest der Betrachter folgender Aufzählung des Studienportals studieren-berufsbegleitend.de.

Fakt ist: Ja, ein Fernstudium mit erfolgreichen Abschluss sollte einen beruflich weiter bringen. Fakt ist aber auch: nirgends dürfte die Abbrecher-Quote so hoch sein wie hier. Gerade deswegen wird in der Infografik aber auch richtig angeführt, dass Disziplin, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit einem berufsbegleitendem Studium zugeschrieben werden.

Was wir in der Grafik leider vermissen, sind entsprechende Zahlen, welche nicht pro Fernstudium sprechen: durchschnittlicher Zeitaufwand (der von nahezu jedem unterschätzt werden dürfte), die Kosten (gerade für Fernunis gehen gern dreistellige Beträge im Monat drauf) und nicht zuletzt das Verhältnis von angefangenen und abgeschlossenem Studium. Die Fernuniversität Hagen schätzte ihre Abbrecherquote in der Zeit gar auf 70% – und das sind nur die „offiziellen“ Zahlen.

Trotzdem aber ist die Infografik als Ansporn und Einstieg mit der Thematik durchaus geeignet. Daher, bitteschön:

infografik-studieren-berufsbegleitend

Anzumerken bleibt noch zum letzten Punkt: hier werden 15% verschwiegen – also ein fast genau so hoher Anteil, der den Vorteil darstellt. Würde nach unserer Interpretation bedeuten: 17% der Personaler stellen bevorzugt Bewerber mit berufsbgeleitendem Studium ein, 15% aber würden sie eher zurückstellen. Hebt sich der Vorteil – bezogen auf eine Bewerbung – also faktisch auf.

Job-Navigator im Kurzcheck

2. April 2013

Die wenigsten Karrieren verlaufen linear und ohne Umwege. Neuorientierungen, Quereinstiege und Richtungsänderungen finden sich in jedem Lebenslauf. Doch was gibt es alles zu beachten, wenn nach der Ausbildung doch ein Studium angestrebt wird oder ein Meister-Bafög beantragt werden soll?

Antworten auf solche Fragen will Job-Navigator.info bieten. Mit einem bereits sehr großen Umfang zu vielen Themen will sich die Seite als unabhängiger und kostenloser Ratgeber platzieren. Wir schauen uns die Seite genauer an.

Der erste Eindruck

Job-Navigator wirkt aufgeräumt, die Seite ist übersichtlich und modern. Sie gibt sich Mühe, auch auf mobilen Endgeräten gut dargestellt zu werden, jedoch weist das responsive Design bei unserem ersten Test noch viele Platzierungs-Fehler auf. Wer sich auf dem Smartphone bis auf die Unterseiten durchgekämpft hat, kann die Inhalte jedoch gut lesen.

Die Menüs führen schnell zu den gewünschten Inhalten, eine Suche erleichtert das Finden bestimmter Themen auf der Seite.

Grundsätzlich responsiv, jedoch noch hier und da einige Schwierigkeiten im Design.

Tiefer geschaut

Die Inhalte fassen viel zusammen und sind sehr informativ, was wir aber vermissen, sind weiterführende Links zu den Themen oder Quellenangaben und Aktualität. Auf der Startseite verlinken die Menüpunkte im Teaser auf http://jobnavigator.localhost/ und bringen dadurch natürlich eine nicht erreichbare Seite. Hier darf die Seite nochmal überarbeitet werden.
Die interne Verlinkung sorgt für einen guten Lesefluss und bietet die Möglichkeit, sich weiterführend mit den Inhalten zu befassen. So sind viele Themen bereits im Fließtext zu passenden Artikeln verlinkt und unterhalb des Inhalts befindet sich zusätzlich eine Sektion mit weiteren Beiträgen aus der der entsprechenden Kategorie.

Videos helfen

Zu den vielen Infos gibt es außerdem noch passende Videos, welche den Inhalt verständlich präsentieren. Hierbei bedient sich Job-Navigator bei verschiedenen Youtube Kanälen und bindet Kurzfilme von WISO und Co. ein.

Fazit

Zum Stöbern und eine schöne Rundum-Information ist Seite bestens geeignet, jedoch fehlen noch ein wenig Tiefe und Angaben zu Quellen und Aktualität. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung!

Karriere Blog Dienst-Tags KW11

12. März 2013

Jeden Dienstag „Dienst-Tags“: lesenswerte Artikel kombiniert mit unserer Verschlagwortung (Tags, Labels, Stichwörter) von Nachrichtenseiten, Blogs und Unternehmen in einer wöchentlichen Link-Schau.

Sie kennen oder haben so einen Artikel? Schicken Sie ihn uns!

#Arbeitswelt
derStandard.at: 427 Einzelanalysen von 2009 bis 2012 zeichnen ein unproduktives Bild der heutigen Arbeitswelt.

#Personaler, #HR
Karrierebibel entschlüsselt die Standard-Phrasen in Stellenanzeigen: Dynamisches Unternehmen? – Stellen Sie sich auf Chaos ein!

#Tipps, #Bewerbung
Kreative Bewerbungen setzen sich vom Standard ab – hier werden 25 gute Beispiele gezeigt, warum

Ist die Elternzeit ein Karrierekiller?

11. März 2013
Symbolbild Karriere Jetzt!

Karriere jetzt // Symbolbild

Das Bundesfamilienministerium hält in einer bisher noch unveröffentlichten Elternumfrage ernüchternde Zahlen bereit: 38 Prozent der Frauen sehen ihre berufliche Karriere negativ beeinträchtigt, weil sie wegen ihrem Nachwuchs in Elternzeit gingen. 

In der Befragung von Ende Januar bis Mitte Februar wurden 4000 Väter und Mütter zum beruflichen Fortkommen nach der Babyzeit interviewet – und eine überraschend schlechte Lage festgestellt: Fast vier von zehn Müttern und über ein Viertel aller Väter sind unzufrieden mit den Bedingungen während und nach der Elternzeit. Karriere vs. Kindererziehung
Zwar fühlen sich die meisten Befragten durchaus vom Chef unterstützt, jedoch glauben viele, dass verringerte Arbeitszeiten nicht mit der Karriere vereinbar sind. Kristina Schröder, Bundesfamilienministerin, erklärte der Welt am Sonntag, dass es sie sorgenvoll stimme, dass zu viele Eltern karrieretechnisch auf der Verliererseite landen, bloß weil sie Angebote wie Heim- oder Teilzeitarbeit nutzen würden.

Gesetzlicher Anspruch von Teilzeit auf Vollzeit soll kommen

Eltern, die aufgrund ihres Nachwuchses in Teilzeit wechselten, sollen künftig einen Anspruch auf die Rückkehr zu einem Vollzeit-Posten erhalten. Die gesetzliche Grundlage hierfür wird aber frühestens in der kommenden Legislaturperiode umsetzbar sein, da eine solche Regelung nicht im Koalitionsvertrag mit der FDP geregelt ist. Die Liberalen dürften bei dieser Thematik auch eine komplett entgegenstehende Meinung vertreten, da die Regelung eine Belastung für die Unternehmen darstellt. Vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen können nicht so leicht einen Vollzeitjob auf Vorrat halten.

Die Richtung stimmt

Die Umfrage zeigt: ja, ein Baby kann auch jetzt im Jahr 2013 das berufliche Fortkommen beeinträchtigen. Aber ein gesetzlicher Anspruch auf Elternzeit und zukünftig vielleicht auch der auf einen Vollzeitjob könnte das Problem Kind als Karrierekiller weiter minimieren. Wichtiger als die Paragraphen sind aber die Firmenphilosophien, welche die Möglichkeit der Nachwuchsförderung wirklich umsetzen.

Yahoo stellt Firmenphilosophie um – zu Recht

4. März 2013

Seit einigen Tagen macht die Meldung die große Runde: Marissa Mayer, CEO von Yahoo und ehemaliges Google-Urgestein, schafft das Home-Office für ihre Mitarbeiter ab und beordert die sie zurück ins Büro.

Vorwurfsvoll fragt Varinia Bernau in der Karriere-Sparte von Süddeutsche.de, ob „es nicht gerade das Anliegen der hippen Start-ups [gewesen sei], die Leute dort herumtüfteln zu lassen, wo ihnen eben die besten Ideen in den Kopf kamen?“. Von „Zuckerbrot“ (kostenlose Smartphones für alle Mitarbeiter) und „Peitsche“ (Büro statt Home-Office) ist die Rede.
Es entbrannte eine Debatte, ob denn die Chefin des angeschlagenen Suchmaschinenkonzerns damit richtig reagiert, ob Home-Office nicht insgesamt gescheitert ist oder unzufriedene Mitarbeiter jetzt das Weite suchen.

Blick hinter die Kulissen zweier Arbeitskulturen

Richtig interessant zu der aktuellen Diskussion ist aber der Beitrag von Kristian Köhntopp auf Google+. Köntopp war Mitarbeiter bei der Firma MySQL, die laut seiner Beschreibung ein „virtueller“ Konzern war – sprich zu einem Großteil aus Home-Office Mitarbeitern bestand. MySQL war grundsätzlich dafür so aufgebaut worden und gänzlich darauf ausgelegt. In seinem ausführlichen Post beschreibt er seinen Wechsel zu Booking.com, deren Arbeitsweise stark auf die Anwesenheit der Mitarbeiter im Büro vor Ort basiert. Er gibt einen spannenden und erstaunlich offenen Blick hinter die Kulissen über die beiden Arbeitsmethoden und zieht daraus sein eigenes Fazit:
Entgegen vieler gekürzter Meldungen aus dem deutschsprachigen Raum gehe aus dem NY-Times Artikel durchaus hervor, dass Marissa Mayer ganz genau weiß, was sie macht und es hier nicht um eine Machtdemonstration geht. Sie muss die Firmenphilosophie umkrempeln, mehr Agilität und Geschwindigkeit in den Arbeitsablauf von Yahoo bringen, um den Konzern am Leben zu erhalten und wieder in die Gewinnzone zu wuchten. Hierfür muss aber ein Umdenken einsetzen und das sei unabdingbar für den zukünftigen Erfolg.

Weg vom Schwarz-weiß-Denken

Büroarbeit gut, Heimarbeit schlecht – der Beitrag von Kristian Köhntopp zeigt, dass man auch bei diesem Thema nicht in ein simples schwarz-weiß-Denken verfallen darf, denn es ist vielmehr die Arbeitsweise, welche über Vor- und Nachteile des Home-Office entscheidet. Erschwerend kommt dann auch noch hinzu, dass nicht jeder für die Heimarbeit geeignet ist: viele lassen sich zu leicht ablenken oder vermissen die strikte Trennung von Arbeit und Freizeit. Das Für und Wider des Heimbüros wird uns daher noch lange beschäftigen, auch unabhängig von den Entscheidungen der CEOs.

Karriere im sozialen Bereich?

10. Januar 2013

Welche sind die besten Jobs im sozialen Bereich?

Wer in seinem Job nicht nur Geld verdienen, sondern auch Gutes tun möchte, sollte sich im sozialen Bereich umsehen. Zwar sind die Verdienstchancen in diesem Bereich nicht so hoch, doch wer sozial ist, kann damit meist umgehen. Schließlich geht der Arbeitnehmer mit einem guten Gefühl nach Hause. In der Jobsuchmaschine gibt es einige Berufsbilder, bei denen sich Bewerber sozial engagieren können, zum Beispiel als Pfleger, Sanitäter, in der Altenbetreuung oder als Rollstuhlfahrer Begleiter.

Für einige Stellen wird eine Ausbildung vorausgesetzt, viele Institute bieten diese jedoch auch intern an. Wer sich weiterbilden möchte, bekommt auf jeden Fall die Möglichkeit dazu.

Als Student sozial engagieren, auch im 400 Euro Job

Auch Studenten können sich sozial engagieren. So zum Beispiel Medizinstudenten, die bereits während ihrer Ausbildung etwas Gutes tun möchten: Solange ein direktes Arbeiten im Krankenhaus nicht möglich ist, eignen sich Promotion Jobs ziemlich gut dafür.
Einen 400 Euro Job versprechen zum Beispiel Fundraising Agenturen. Promotor versuchen hierbei Passanten zu überreden, dass Sie für ein bestimmtes Institut spenden. Hier werden natürlich nur seriöse Institute vermittelt, zum Beispiel die Krebshilfe oder Kinderstiftungen. In Jobsuchmaschinen sind solche Stellenangebote immer wieder zu finden.
Wer ein fixes Gehalt haben möchte, sollte sich als Heimhilfe bewerben. Zum Beispiel bei Essen auf Rädern oder ähnlichen Einrichtungen.

Passende Stellenangebote finden

Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, sollte sich die gewünschten Qualifikationen in aller Ruhe durchsehen. Wer keine Passende hat, kann natürlich bei der entsprechenden Firma nachfragen, ob es eine interne Schulung gibt. Da immer wieder Studenten und auch normale Arbeitnehmer für den sozialen Bereich gesucht werden, gibt es auch viele interne Ausbildungswege. Wer den Traum hat, sich sozial einzusetzen, sollte es tun, denn Möglichkeiten gibt es wirklich viele. Freiwillige Stellen gibt es natürlich auch noch. Beispielsweise in der Suppenküche oder bei Kindertraum Stiftungen. Wer auf Dauer davon leben möchte, sollte dann eine Ausbildung anstreben. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz bieten verschiedene Portale ausreichend Angebote – eine Übersicht über diese Portale gibt es bei vergleich.org

Interview mit Julia Leutloff von Hauptsache Bildung

7. November 2012

Die Redakteurin Julia Leutloff von Hauptsache Bildung im Interview mit karriereblog.net über den Wandel in der Arbeitswelt, einer Einschätzung zu den Werten in Unternehmen und ein kleiner Anschnitt zum Thema HR

Guten Tag Frau Leutloff, vorweg schon einmal vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein kurzes Interview nehmen. 
Hallo Herr Eggersberger, ich freue mich auf das Gespräch!

Gerade haben Sie die Themenwoche „Werte“ mit vielen lesenswerten Artikeln und Interviews hinter sich gebracht, wie lautet hierzu Ihr Fazit?
Vor allem, dass das Thema Werte in der letzten Zeit stärker in den Fokus rückt, und dass nicht nur auf unternehmerischer Seite, sondern in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Ich glaube, es hat sich in den letzten Jahren tatsächlich ein Wandel vollzogen, der die Wichtigkeit von Werten und Wertevermittlung wieder deutlich gemacht hat.
Wir haben mit vielen Leuten und Experten gesprochen, die sich konkret für eine stärkere Bewusstmachung von Werten und das Leben von Werten einsetzen – auf privater Ebene, im pädagogischen Bereich, aber natürlich auch in der Wirtschaft.

Glauben Sie, dass Werte gegenüber den Mitarbeitern in Unternehmen heute weniger zählen als vor einigen Jahren oder gar Jahrzehnten?
Nein, das glaube ich nicht. Vielleicht ist einiges in den letzten Jahren vernachlässigt worden, aber ich glaube, dass gerade aktuell und auch zukünftig das Thema Wertschätzung von Mitarbeitern wieder wichtiger wird. Und damit meine ich nicht, dass sich Unternehmen einfach gewisse Werte auf die Fahnen schreiben und einen Wertekodex anfertigen, mit dem sie nach außen hin vielleicht werben, aber nach innen hin – in der Unternehmenskultur und -struktur – nichts anfangen können.
Was vielen Unternehmen noch fehlt, ist ein offener Dialog mit Mitarbeitern, Betriebsrat und Führungsetage, um die tatsächlichen Unternehmenswerte überhaupt zu definieren. Nur wenn hier ein annähernder Konsens herrscht, wird die tatsächliche Umsetzung eines Wertekodex auf allen Ebenen funktionieren können.

Gerade die menschliche Komponente ist doch das, was oftmals fehlt: der Arbeitnehmer wird auf eine Zahl reduziert, die Geld kostet und Leistung bringt. Was läuft schief? 
Dieser Gedanke hat die Wirtschaft und viele Unternehmen vermutlich lange angetrieben. Aber es ist eindeutig der falsche Ansatz, der sich auch wandeln wird. Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter nur auf Zahlen und Gewinn reduzieren, dann werden sie m. M. nach langfristig keinen Erfolg mehr haben.
Denn wenn man bei dem Thema Zahlen einmal bleibt: Laut Berechnung der London School of Economics verursachen psychische Erkrankungen derzeit jährliche Kosten von 136 Milliarden Euro in der Europäischen Union. In Deutschland liegt der jährliche Produktionsausfall durch psychosomatische Erkrankungen laut AOK Studie derzeit bei 53 Millionen Arbeitstagen mit steigender Tendenz. Unternehmen werden es sich also schlichtweg schon mittelfristig nicht mehr leisten können, ihre Mitarbeiter zu „verheizen“.
Aber machen wir uns nichts vor, am Ende des Tages hängt Wertschätzung im Betrieb immer vom klar erkennbaren Mehrwert für das Unternehmen ab. Aber genau hier liegt vielleicht das größte Missverständnis: Denn wer einen wertschätzenden Umgang mit seinen Mitarbeitern pflegt, wer als Führungskraft für Werte einsteht und diese tagtäglich vorlebt, wer glaubhaft auf die Bedürfnisse und Wertvorstellungen der Mitarbeiter eingeht – genau der wird zufriedenere, gesündere und auch produktivere Mitarbeiter haben, die letztendlich den Erfolg des Unternehmens sichern.

Kleiner Themenschwenk: Wir waren letzte Woche auf dem HRMC, Sie kurz zuvor auf der „Zukunft Personal“: wo und wie sehen Sie den Arbeitsmarkt in naher Zukunft? 
Wir sind ja mit der Frage an die Experten herangetreten, wie sich der Arbeitsmarkt in 5 Jahren verändern wird – also ein noch fernerer Blick in die Zukunft des Arbeitsmarkts. Allerdings ist die Tendenz eindeutig zu erkennen und war auch Tenor bei den Befragten: Der Arbeitgebermarkt wird sich hin zu einem Arbeitnehmermarkt entwickeln. Und das spielt ja auch wieder auf das oben Angesprochene an, bzw. beinhaltet Schlagwörter wie „Demografischer Wandel“, „Fachkräftemangel“ und „War for Talents“.
Arbeitskräfte werden weniger und Unternehmen müssen zukünftig immer mehr Energie aufwenden, nicht nur geeignetes Personal zu finden, sondern es auch zu halten. Die sogenannte Generation Y, die jetzt auf den Arbeitsmarkt strömt, möchte mehr als einen Job – sie möchte eine Arbeit, mit der sie sich identifizieren kann und wo sie für sich und andere auch tatsächlich einen Mehrwert sieht. Selbstverwirklichung, Flexibilität und Work-Life-Balance sind dazu einige Stichwörter, die bei unseren Interviewpartnern gefallen sind. Unternehmen werden nicht nur solche Angebote schaffen, sondern sie auch als Vorteile dementsprechend auf allen Kanälen kommunizieren müssen.
Der Aufbau einer Firma zur attraktiven Arbeitgebermarke, das sogenannte Employer Branding, wird dementsprechend in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Was Bewerber in Zukunft übrigens auf dem Arbeitsmarkt mitbringen sollten, haben wir in einem kleinen Video zusammengestellt:

In diesem Sinne – vielen Dank für das Interview!

Buchverlosung "Weiblich, jung, flexibel" von Felicitas Pommerening

4. November 2012

„Weiblich, jung, flexibel – Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst“, so lautet das aktuelle Buch von Felicitas Pommerening und erntet gute Kritiken – unserer Meinung nach zu Recht.

Buchverlosung Weiblich, jung, flexibel

Über die Generation Y und den Problemen, die drum herum auch noch existieren. „Weiblich, jung, flexibel“ beschreibt das Leben von zwei Freundinnen, die gerade ihr Studium abschließen und sich dann um „das echte Leben“ kümmern müssen. Sie gehen Kompromisse ein, treffen einschneidende Entscheidungen und rücken von den ursprünglichen Vorstellungen ab und kehren wieder zu ihnen zurück. Über die moderne Arbeitswelt, Kostensenkung durch Praktikanten und Anstellungen mit vermeintlichen Traineeprogrammen – in dem Buch werden viele aktuelle Themen aufgegriffen und aus der ganz persönlichen Sicht der zwei Hauptakteure Carlynn und Ellen widergespiegelt.

karriereblog.net verlost bis 30. November ein Exemplar der gebundenen Ausgabe von „Weiblich, jung, flexibel“ unter allen E-Mail Einsendungen mit dem Betreff „Buchverlosung“!*

Felicitas Pommerening

Felicitas Pommerening, selbst geboren im Jahr 1982, wechselte mehrmals ihren Job und Wohnort, vielleicht wirkt das Buch gerade dadurch so authentisch und realistisch. Es werden Situationen beschrieben, die jeder von uns irgendwie schon einmal durchlebt hat und dadurch sehr gut nachvollziehen kann.
Über ihre Ansichten zur modernen Arbeitswelten diskutiert sie hier mit der Karriere-Expertin Svenja Hofert.

Wer Felicitas Pommerening selbst hören mag, sollte sich den 21. November in Mainz oder den 6. Dezember in Neu-Ulm freihalten:
21.11.2012: 19 Uhr  im Weinhaus Michel

06.12.2012: 20 Uhr im Theater Neu-Ulm

Weitere Infos gibt es auf ihrer Webseite felicitaspommerening.de

*Das Buch wird unter allen E-Mail Einsendungen, die bis 30.11.2012 12:00 Uhr ankommen, verlost. Ihre E-Mail Adresse wird nicht weitergegeben oder für Werbezwecke genutzt.