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Karriere Blog Dienst-Tags KW11

12. März 2013

Jeden Dienstag „Dienst-Tags“: lesenswerte Artikel kombiniert mit unserer Verschlagwortung (Tags, Labels, Stichwörter) von Nachrichtenseiten, Blogs und Unternehmen in einer wöchentlichen Link-Schau.

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#Arbeitswelt
derStandard.at: 427 Einzelanalysen von 2009 bis 2012 zeichnen ein unproduktives Bild der heutigen Arbeitswelt.

#Personaler, #HR
Karrierebibel entschlüsselt die Standard-Phrasen in Stellenanzeigen: Dynamisches Unternehmen? – Stellen Sie sich auf Chaos ein!

#Tipps, #Bewerbung
Kreative Bewerbungen setzen sich vom Standard ab – hier werden 25 gute Beispiele gezeigt, warum

Effektiv und effizient

15. Januar 2013

„Ich arbeite effektiv!“ Was für viele gut klingt, ist eigentlich nur Mittelmaß. Ein kurzer Ausflug in beliebte Versprecher und falsch verwendeter Wörter.

„Ich würde immer einen faulen Menschen wählen, um einen schwierigen Job zu erledigen. Denn er würde sicherlich einen einfachen Weg finden, dies zu tun.“ Dieses Zitat wird Bill Gates zugesprochen, doch selbst wenn er es nicht selbst von sich gab, bleibt die Kernaussauge dieselbe. Effizient ist besser als effektiv – und nichts anderes wird mit diesen zwei Sätzen eigentlich gesagt.

Veranschaulichen wir die beiden Arbeitsarten (wenn man so sagen will) an einem einfachen Beispiel:
Aufgabe: graben Sie ein Loch im Garten, sodass ein kleines Planschbecken reinpasst.
Effektiv ist es, sich einen Bagger zu mieten und den halben Garten umzupflügen.
Effizient ist es, mit dem Spaten und einer Schaufel ein genau so großes Loch zu graben, das das Planschbecken genau reinpasst.
Für den Job gilt letztendlich nichts anderes: erledigen Sie Ihre Aufgaben effizient (mit so wenig Aufwand wie möglich und so viel Zeit wie nötig) und nicht effektiv (im schlechtesten Fall ein Haufen unbezahlter Überstunden). Ist natürlich einfach zu sagen, jedoch schwer umzusetzen. Aber sprachlich wissen Sie jetzt zumindest schon einmal für das nächste Bewerbungsgespräch oder Briefing Bescheid.

Das ist umsonst

Gerne wird behauptet, dass es ein Produkt oder eine Dienstleistung umsonst gibt. Was im bayrischen Sprachraum vielleicht gerade noch so durchgeht, ist zumindest für den Rest Deutschlands in meinen Augen einfach ein Unding. „Hier parken sie eine Stunde umsonst!“ Wenn dem wirklich so wäre, könnte ich mir das Parken doch gleich sparen.

Kostenlos ist nicht gleich umsonst und andersrum.

In einer lokalen Zeitung beschrieb ein Redakteur ein angehendes Festival in der Stadt, mit allen Vorzügen: Live-Musik, schönes Wetter, Sitzmöglichkeiten und und und. Leider schloss er den Absatz mit den Worten: „Und das Beste daran: es ist alles umsonst!“ Bezogen war das natürlich auf die Tatsache, dass für die Veranstaltung kein Eintritt verlangt wird. Mir drang sich jedoch der Gedanke auf, die Musik sei schlecht und es lohnt sich einfach nicht, dorthin zu fahren (und ja, ich wusste, das war anders gemeint). Es gilt einfach zu unterscheiden, ob ich etwas umsonst oder gratis mache, ob meine Arbeit für die Katz ist oder ich sie unentgeltlich erledige. So viel Deutschkenntnis darf in der Arbeitswelt erwartet werden, oder sehe ich das einfach zu eng?

Und der Schluss ist billig

Die Liste ließe sich noch fortsetzen, einen habe ich aber noch für heute: Preiswert ist nicht billig, wenngleich so mancher Discounter das gerne anders sieht. Billig kann im Kontext natürlich für günstig stehen, ein „Geschmäckle“ bleibt aber bei dem Wort. Billig ist minderwertig. Alles andere ist preiswert, günstig oder angemessen bezahlbar. Deswegen sollte im Job nie auf eine billige Alternative gesetzt werden.