Mentoring – nie war es wichtiger als in der heutigen Zeit

5. Dezember 2011

Mentoring gehört zu den Personalentwicklungsinstrumenten, die gerade im einundzwanzigsten Jahrhundert stark unterschätzt werden. Im Grunde bedeutet Mentoring nichts anderes, als dass eine Person ihr fachliches Wissen, den Erfahrungsschatz oder auch Spezialkenntnisse an eine andere Person mit dem Ziel zu dessen Förderung weitergibt. Doch leider hat sich im Business eine eher gegenteilige Kultur entwickelt, durch den ständig steigenden Leistungsdruck versuchen die meisten, mit dem eigenen Wissen zu glänzen und es nicht mit einer anderen Person zu teilen. Dabei profitieren beide Seiten vom Mentoring, denn der Mentor lernt einen anderen Blickwinkel als den eignen kennen, der sogenannte Mentee schöpft elementares Wissen für den Berufsalltag aus den Erfahrungen seines Mentors. Mentoren können gezielt qualifizierten Nachwuchs für das Unternehmen aufbauen, die eigene Arbeit unterliegt einer Reflexion, es entstehen neue Netzwerke.

Der Begriff Mentor leitet sich aus der griechischen Mythologie ab, als Freund des Odysseus nahm sich Mentor der Erziehung von dessen Sohn Telemach an und förderte seine Entwicklung. Der Unterschied zwischen Mentor und Coach liegt darin, dass der Mentor nicht über eine Ausbildung für die Tätigkeit verfügt, sondern nur sein Wissen mit seinem Protegé teilt, das heißt, dass es beim Mentoring nur um die reine Wissensweitergabe geht, wobei der Bereich nicht explizit festgelegt ist. Das formelle Mentoring, das von Unternehmen und/oder auch Hochschulen und Ähnlichem praktiziert wird, unterscheidet sich vom Informellen dadurch, dass beim formellen Mentoring die Zusammenfügung von Mentor und Mentee durch eine zentrale Koordinationsstelle erfolgt, während bei der informellen Anwendung sich die Partner aufgrund von Netzwerken oder persönlichen Beziehungen finden.

Die Förderung durch Mentoring kann einem Unternehmen nur Vorteile bringen. Gerade wenn es um die gezielte Selektion von Nachwuchskräften für bestimmte Stellen geht, ist das Mentoring ein hervorragendes Instrument, die Schwächen und Stärken unterschiedlicher Aspiranten herauszufinden, ohne dass diese sich unter negativen Druck gesetzt fühlen. Der Mentor lernt seinen Mentee sehr genau kennen und ist somit in der Lage, der Unternehmensführung wichtige Hinweise zu geben. Der Mentee profitiert generell von dem Wissensspektrum seines Mentors und zählt niemals zu den Verlierern. Auf diesem Weg kann vermieden werden, dass jemand auf eine Stelle gelangt, mit der er im Grunde überfordert ist, denn sein Potenzial wurde bereits imVorfeld ausreichend getestet. Mentoring stellt somit nicht nur einen erheblichen Vorteil für den Nutzer des Förderungsprogrammes dar, sondern kann auch weiterhelfen, die Führung eines Unternehmens durch die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter und Evaluierung von Aspiranteneffizient zu gestalten.

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