Karriereknick bei Yahoo-Vorstandsvorsitzender

7. September 2011

Carol Bartz – das war der Name der neuen Vorstandsvorsitzenden von Yahoo, nachdem Mitgründer Jerry Yang 2009 den Chefsessel räumte. Sie fädelte die Kooperation mit Microsoft und deren Suchmaschine Bing ein, um ein Gegengewicht, eine Konkurrenz zu Google zu bieten.

Denn genau das wurde von ihr erwartet: dem schier übermächtigen Weltkonzern entgegen treten zu können als Gegner auf Augenhöhe. Doch sie scheiterte auf ganzer Linie – zuletzt brach sogar die Sparte der Bannerwerbung gnadenlos ein und ein anderes Unternehmen zog fast unbemerkt auf Augenhöhe und dieses Jahr sogar voraussichtlich an Yahoo daran vorbei: Facebook. Ausgerechnet. Denn der Partner Microsoft hält Anteile an dem Social Network in Höhe von 1,6 Prozent, die bereits 2007 für 240 Millionen Dollar erworben wurden.

Und so kam nun, was wohl kommen musste, jedoch mit einem fast schon erschreckenden Tempo: die Vorstandsvorsitzende von Yahoo, Carol Bartz, wurde vor zwei Tagen mit sofortiger Wirkung gekündigt – telefonisch.

Bleibt zu hoffen, dass der oder die neue Vorstandsvorsitzende die beträchtlichen Probleme des angeschlagenen Unternehmens in den Griff bekommt, denn wie es immer so schön heißt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und Googles Monopolstellung kampflos zu überlassen, wünscht sich wohl kaum ein erfahrener Internetnutzer.

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