Gehaltsverhandlung

 

Einstiegsgehalt

Fertig mit der Ausbildung bzw. des Studiums und rein in das volle Berufsleben: nur zu welchen Konditionen? Vor allem für junge Akademiker ist diese Frage ein großes Thema, denn Einstiegsgehälter schwanken trotz gleicher Branche und Tätigkeit enorm.

Die Frage nach dem jährlichen Bruttoeinkommen (Standardangabe für die Gehälter) stellen manche Firmen bereits in dem Bewerbungsformular, andere am Ende des Vorstellungsgespräches und wiederum andere gerne auch mal gar nicht.

Deswegen sei an dieser Stelle explizit gesagt: der Bewerber ist kein Bittsteller, sondern zukünftiger Leistungserbringer. Das Unternehmen benötigt eine Arbeitskraft und sollte daher mit offenen Karten spielen.

Vorher vergleichen

Leidig, aber notwendig:
Gehaltsstudien studieren

Um keine überzogenen Forderungen als Einstiegsgehalt zu präsentieren, empfiehlt sich im Vorfeld ein genauer Blick auf die für die Branchen entsprechenden aktuellen Gehaltsstudien. Bietet der Bewerber Zusatzqualifikationen, welche dem Unternehmen förderlich sind, darf die eigene Vorstellung natürlich über dem Durchschnitt liegen, sollte aber jederzeit klar und sachlich begründet werden können.

Jedoch gilt: kleine Unternehmen und Start-Ups werden nie so viel zahlen können wie große Konzerne. Der Gehaltsunterschied kann hier bis zu 8.000 Euro betragen. Wer also auf eine möglichst hohe Vergütung aus ist muss sich auch bei den entsprechenden Firmen bewerben.

Die richtige Gehaltsstudie

Damit die Vorstellung (die Sie dann ja auch im Bewerbungsgespräch beziffern müssen) nicht von der Realität abweicht, ist es wichtig, dass die richtigen Studien herangezogen werden:

  • aktuell
  • branchenspezifisch
  • regional

Linktipp:

alma mater Gehaltsstudie 2012: Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen (PDF, ~7 MB)

 

Gehaltserhöhung

Montagmorgen, der Vorgesetzte erblickt seinen Angestellten und wird freudig mit „Chef, ich brauch mehr Geld“ begrüßt. Mit diesen fünf Worten wurde dann so ziemlich alles falsch gemacht, was bei einer Forderung nach mehr Gehalt falsch gemacht werden kann.

Die eigene Leistung ist der einzige Grund

Wer mehr Geld am Monatsende auf seinem Konto haben möchte, sollte sich vorher Argumente zurechtlegen:

  • Was leiste ich mehr, was eine Erhöhung rechtfertigt?
  • Ist die Höhe der Gehaltsanpassung angemessen?
  • Was bin ich bereit, mehr zu geben?

Auch hier gilt: der Arbeitnehmer ist kein Bettler, sondern eine Arbeitskraft. Mit objektiv begründeten Argumenten (einwandfreie Arbeit, Verkaufszahlen, Effizienzsteigerung, etc.) lässt sich der Arbeitgeber wesentlich leichter überzeugen als mit allgemeinen Floskeln.

 

Privates und Kollegen sind keine Argumente

Private Gründe und Vergleiche mit Kollegen dürfen für eine Gehaltserhöhung unter gar keinen Umständen angeführt werden! Zum einen hinterlässt der Arbeitnehmer so vielleicht ein schlechtes Bild (“der hat sein Leben nicht im Griff”, “der kann nicht mit Geld umgehen” etc.), zum anderen sind die Einkommen der anderen Mitarbeiter Vertrauenssache und keine Argumente.