Unternehmer

Flucht aus dem Großkonzern

10. September 2014

Was will man eigentlich mehr? Einen sicheren Job, der Geld einbringt, die laufenden Kosten deckt und für die Rente vorsorgt? Wer würde dies einfach so aufgeben?
Doch in der großen weiten Welt warten noch viele weitere Herausforderungen, Abenteuer und Chancen.

Die Welt steht offen

Die Welt steht offen

Ein großer Konzern gewährleistet zu meist ein sicheres Einkommen und einen geregelten Alltag. Jedoch kann auch dies zu psychischen Problemen führen, wenn junge Talente im Unternehmen unter gehen und sich Ideen irgendwo in der Hierarchie verlieren. Doch deswegen einfach so kündigen? Wieso nicht?

„So viele Leute gehen einer Tätigkeit nach, die ihnen nichts bedeutet“, sagt Dom Jackman dem KarriereSPIEGEL . „Die meisten trauen sich aber nicht zu kündigen – auch, weil sie keine Alternative sehen. Die wollen wir ihnen bieten.“ Der 31-Jährige ist Mitbegründer von Escape the City.

Escape the City – aussteigen und neu anfangen

Screenshot

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Escape the City wurde von zwei jungen Londonern gegründet, die in ihren Jobs unglücklich waren, Sie fanden heraus, dass dies nichts für sie ist und suchten nach einer Organisation, die ihnen auf ihrem Weg helfen würde. Als sie keine fanden, gründeten sie selbst eine.
Daraus entwickelte sich eine globale Job-Community mit mehr als 140.000 Mitgliedern.

Auf der Website von Escape the City finden sich allerhand ungewöhnliche und abenteuerliche Jobs. Über einen Regler, kann man angeben, wie wild ein Job sein darf oder wie sicher er doch lieber sein sollte. Außerdem zeigt das Portal mehrere Geschichten von erfolgreichen Aussteigern, die nun glücklich sind mit ihrem neuen Leben.

Escape zum Hören, Lesen und Lernen

Die Job-Suche auf der Website ist kostenlos, nur die Inserate sind für die Unternehmen kostenpflichtig. Nur wer die Bedingungen erfüllt, kann sein Stellenangebot einstellen.

Jetzt wollen die Jungunternehmer von Escape the City auch offline aktiv werden und eröffneten eine Escape School in London mit themenspezifischen Vorträgen und Workshops. Um auch weiter auf dem deutschen Markt aktiv zu sein, haben sie ihr Buch „Das Escape Manifest – Das Leben ist kurz. Steigen Sie aus. Kündigen Sie. Fangen Sie etwas Neues an.“ Nun auch auf Deutsch herausgebracht.

Weiterbildung und Recruiting im Kampf gegen den Fachkräftemangel

17. April 2014

Der Begriff des Fachkräftemangels ist in der Arbeitswelt und in den Medien allgegenwärtig. Um die Situation in den Griff zu bekommen, sind die Unternehmen gefragt. Besonders der Rekrutierungsweg und die Bereitschaft und Umsetzung von Weiterbildung der Mitarbeiter spielen dabei eine tragende Rolle.

Um zu verstehen, wie der Fachkräftemangel zu bekämpfen ist, muss man sich ansehen, wie die Ausgangslage aussieht: Ältere Fachkräfte scheiden aus dem Beruf aus, aber es besetzen nur wenige Junge ihre Plätze, denn die Geburtenrate sinkt. „Nach Untersuchungen können mangels ausreichend qualifiziertem Nachwuchs schon jetzt etwa vier von zehn Stellen in Deutschland nicht oder nur schwer besetzt werden, was viele Mittelständler betrifft“, erklärt Vincent Belliveau vom Personalverwaltungs-Softwarehersteller „Cornerstone OnDemand“, der Tageszeitung Die Welt im Interview.

Dennoch müssen sich Unternehmen noch lange nicht mit dem Fachkräftemangel zufrieden geben, räumt Beliveau ein: „Sie müssen noch stärker nach Auswegen suchen und innovative Ideen entwickeln, um im Inland oder im Ausland nötige Fachkräfte zu finden.“ Dies hinge vor allem auch von den Rekrutierungskanälen der Unternehmen ab. Jobsuche und Jobangebote via Social Media Plattformen ist ein kommender Trend.

Durchschnittlich die Hälfte der Unternehmen haben Probleme Fachkräfte zu finden

Quelle. forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von „Springest“

Im Auftrag von „Springest“ hat das Meinungsforschungsinstitut forsa über 200 Personaler und 100 Mitarbeiter in Unternehmen aus ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem die Handhabung der Firmen mit dem Fachkräftemangel. Es zeigt, dass knapp die Hälfte der kleineren Unternehmen (250 Mitarbeiter) erhebliche Probleme damit haben, eine oder mehrere Stellen mit der richtigen Fachkraft zu besetzen. Bei Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern beläuft sich der Wert auf 60 Prozent.

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von „Springest“

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken gilt die betriebliche Weiterbildung als Allheilmittel. Die Umsetzung stellt die Unternehmen aber vor Herausforderungen. Die Studie von forsa zeigt, dass viele Unternehmen ihr Budget für Weiterbildung nicht im vollen Maße ausschöpfen. Viele verfallen sogar ungenutzt. Dennoch sind sich 95 Prozent der befragten Personalchefs darüber einig, dass Weiterbildung das Mittel sei, um dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten.

Bessere Richtlinien für berufliche Weiterbildung

Grund für diese Situation könnten fehlende Richtlinien sein. „Weder Gesetze noch Tarifverträge geben in einem einheitlichen und verbindlichen Rahmen vor, wie berufliche Weiterbildung zu definieren, zu organisieren, zu finanzieren und zu zertifizieren ist“, sagt Hans-Ulrich Nordhaus, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit in DGB-Bundesvorstand.

Auch wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Mitarbeiter mehr in die Wahl zur Weiterbildung miteinzubeziehen, was Dirk Werner vom Institut für deutsche Wirtschaft jedoch ablehnt. Schließlich seien Weiterbildungen Investitionen seitens der Unternehmen über deren Tätigkeit diese allein die Entscheidungsgewalt haben.
Dies stößt bei Nordhaus auf Kritik: „Das zeugt von mangelndem Vertrauen in die eigene Belegschaft – ein Armutszeugnis“.

Was verdienen eigentlich die CEOs von Internetfirmen?

8. März 2013

Karriere in einem Online-Unternehmen zu machen, zahlt sich aus – auch auf dem Konto. Cribb veröffentlichte im September eine Gehaltsstudie von Geschäftsführern und Vorständen aus der deutschen Internetbranche: 216.775 Euro verdient hier ein CEO durchschnittlich. Aber es gibt breite Spannen.

Karriere Blog liegt die Gehaltsstudie vor und wirft einen Blick drauf:

„Nur“ 65.000 Euro Jahresgehalt bekommen Geschäftsführer aus dem unteren Ende der Gehaltsspanne, vorwiegend aus dem Kreativ-Bereich, 700.000 Euro hingegen die Chefs am anderen Ende der Liste. Damit erreichen Online-Unternehmen eine beträchtliche Gehaltsspanne von über 1000% – rekordverdächtig.

Die Top-Verdiener

Die Top-Verdiener kommen hier allesamt aus dem eCommerce-Bereich und führen die Spitze mit gesundem Abstand zu den anderen Gehältern an. Vorsitzende von Portalen und Marktplätze erreichen ebenfalls ein überdurchschnittliches Einkommen, CEOs aus Medienhäusern und Agenturen hingegen ein unterdurchschnittliches.

Online wie Offline: Vorstand bleibt noch Männersache

Obwohl die Internet-Branche mit vielen Konventionen aus den anderen Wirtschaftsbereichen bricht, bleibt sie sich in einer Linie leider treu: der Prozentsatz an Frauen in Chefpositionen ist auch hier unterirdisch: gerade mal sieben Prozent der Führungspositionen sind weiblich besetzt – kein sonderlich erfrischendes Signal.

Bleibt abzuwarten, wie die Gehaltsstudie in fünf Jahren aussehen wird – wir sind gespannt.

Quelle: Cribb Personalberatung

Mit Mac, Latte und der WSJ im Café

14. Februar 2013


Florian Schröder formulierte das Bild bereits 2009: die Generation IMM (irgendwas mit Medien) „sitzt mit nem Mac und ner Latte im Café und arbeitet an einem Projekt“. Das Wall Street Journal ergänzt dieses schöne Klischee und lädt die Start-Up Szene in Berlin zum Tech Café ins KaffeeMitte.

Zusammen mit t3n, Venture Village und deutsche-startups.de macht das TechCafé des Wall Street Journals Halt in Berlin. Nach dem Start in London vom 12. bis 14. September 2012 nun also das deutsche Zentrum der Start-Ups, bevor es dann weiter nach New York geht.

Das Programm

Eröffnung ist am Mittwoch, 6. März ab 8 Uhr, das Programm startet dann mittags ab 12 Uhr mit bekannten  Größen der Szene: Dr. Johannes Bruder von RocketInternet und Felix Swoboda von Mobile Event Guide. Sie referieren über die Möglichkeiten, wie junge Unternehmer von den Großen lernen können und andersrum.

Ab 18:30 startet die zweite Phase mit dem Thema Trends und Zukunft im Digital Business. Dabei soll auch auf den Standort Berlin eingegangen werden, der als Hochburg für neue Geschäftsideen gesehen wird. Hierzu tragen Cornelia Yzer (CDU), Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Lars Hinrichs von Xing sowie Stephan Jaquemot von Microsoft ihre Sicht der Dinge vor.

Abschluss ist am Donnerstag mit den Vorträgen von Sebastian Bielski von TeamEurope und Dr. Guido Sandler von der Bergfürst AG über die Erfolgsfaktoren für Start-Ups.

Warum es sich lohnen dürfte

Das TechCafé dürfte mehrere Ziele verfolgen: im Vordergrund stehen die Redner und ihre Beiträge, um den Besuchern wertvolle Infos aus erster Hand zu liefern. Doch auch das Netzwerken, Kennenlernen von neuen Persönlichkeiten in der Start-Up-Szene sowie das Entdecken neuer Ideen, die bald realisiert werden sollen, dürften den wirklichen Mehrwert dieser Veranstaltung bieten. Dass vor allem Letzteres wirklich interessant ist, konnten wir schon bei der Echtzeit in München beobachten, welches von deutsche-startups.de im November letzten Jahres organisiert wurde.

Foto-Nachbericht: HRMC 2012 in München

24. Oktober 2012

Fach- und Führungskräfte (verzweifelt) gesucht – die besten Lösungen für das Personalmarketing im Mittelstand. Das war das diesjährige Thema für den Human Resource Marketing Congress 2012, kurz HRMC 2012. karriereblog.net war dabei und bloggt die eigenen Eindrücke.

09:15: Ankunft. Ich kenne das Gebäude, doch ist es trotzdem immer wieder eindrucksvoll. Organisatorin Sabine Vockrodt wird später davon reden, dass so manche Geschäftspartner wohl nur wegen der hervorragenden Aussicht im 26. Stock und  des ausgezeichneten Betriebs-Restaurants (Kantine wäre in der Tat falsch formuliert) nach München zur Süddeutschen kommen. Die über 120 Gäste der Veranstaltung dürften spätestens nach dem Mittagessen und dem Get-Together ab 17:30 Uhr davon durchaus überzeugt sein.

09:35: Start. Fast pünktlich werden in weniger als 10 Minuten die organisatorischen Angelegenheiten abgehandelt. Wir lernen: Die Fahrstühle sind nicht ganz handelsüblich und erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit, außerdem ist für Mittagessen und WLAN gesorgt. Letzteres ist wichtig, damit schnell und effizient mit dem Hashtag #hrmc12 getwittert werden kann.

09:43: WESTPRESS. W&V führt den HRMC zusammen mit WESTPRESS durch. Wie sich herausstellt, kein Fehlgriff: gute Organisation und eine genauso dicke wie hochwertige Begleitmappe sind bereits die ersten positiven Eindrücke, die sich aufdrängen.

10:00 Uhr: OTTO. Der erste Vortrag an diesem Dienstag ist von Sonja Königsberg, Leiterin beim Personalmarketing von OTTO. Sie berichtet von ihren Erfahrungen mit der Azubi-Kampagne im August 2012 und gibt konkrete Tipps für den Mittelstand für ihre aktive Suche nach künftigen
Arbeitnehmern. Am Ende ihrer Präsentation tauchen viele Fragen auf, die Sonja Königsberg dazu verlocken, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. So war der Radiospot das teuerste an der

Kampagne, sehr zur Überraschung der Besucher. Diese hätten auf da

s professionell gefilmte Video getippt, von dem ein 30 sekündiger Trailer gezeigt wurde,
da das eigentliche Video den Rahmen sprengen würde. Nochmal ein 5-Minuten Video würde sie für so eine Kampagne nicht machen, verriet sie auf Nachfrage.

In der Kürze liegt die Würze: der Aufmerksamkeitsspanne für Videos auf Youtube zuliebe sollten die 3 Minuten nicht überschreiten.

10:30 Uhr: Vortrag von Micaela Saeftel, Leiterin des Global Trainee Program bei ABB. Fachkräfte aus aller Welt in aller Welt einsetzen – diese kleine Aufgabe obliegt dieser Frau. Dass das mit vielen Hindernissen verbunden ist, erläutert sie in vielen kleinen und witzigen Anekdoten: oder wussten Sie, dass in Indien ein Meeting für 8 Uhr angesetzt wird, der erste um 9 und der letzte gegen 10 kommt? Darauf muss man sich einstellen, so die Referentin. Ein durchaus spannender Vortrag, doch wohl leider für die Mittelschicht nur zum Teil wirklich relevant. Unserer Meinung nach hätte dieser Vortrag in den gesplitteten Bereich gehört und dafür die Präsentation von Dorothee Pfeuffer über Hochschulmarketing hierhin gehört.

11:45 Uhr: Zwei Workshops zur selben Zeit: „Die richtigen Kanäle, der maximale Erfolg – so erstellen Sie den passenden Mediamix für Ihre Personalsuche“ und „Vom Campus ins Unternehmen – Hochschulmarketing und passende Kanäle.“
Hier mussten sich die über 100 Gäste aufsplitten, spannend waren mit Sicherheit beide. Wir lauschten Dorothee Pfeuffer von der Commerzbank AG. Viele interessante Aspekte wurden hier aufgegriffen: Studenten, die denken „die suchen nur die Besten, dazu gehöre ich nicht“. „Aber so kommen nicht die Besten, sondern die selbstbewusstesten Köpfe rein“, so die Leiterin des Personalmarketings der Bank.

Die meisten Bewerber seien alle schlau, aber dann trotzdem nervös bei der Bewerbung: die Commerzbank ist daher an 35 Hochschule präsent, bietet Bewerbertrainings an, aber auch Gastvorträge oder gar Sportveranstaltungen. Manager der ersten und zweiten Führungsebene sind hierfür Bindeglied zwischen Hochschule und dem Unternehmen.
Eine Frau aus dem Publikum berichtet von ihrer Erfahrung: mit großen Marken ist es leichter, in Hochschulen wirklich anzukommen – v.a. beim Dekan. Mittelständische Firmen haben es hier oft schwerer. Doch der Aufwand mit Kooperationen würde sich lohnen, so die einhellige Meinung.

13:00 Uhr: Pünktlich geht es in die Mittagspause und damit zum Schlemmen: viele sind angesichts der breiten Auswahl überfordert, aber letztendlich scheint sowieso alles zu schmecken. Ein sehr gutes Essen erfreut die Besucher, Hut ab!

14:00 Uhr: Monitoring und Social Media Kontrolle. Ira Reckenthäler präsentiert ihr Wissen über die Social-Media Arbeit. Nicht nur „Post & Pray“ (Wolfgang Brickwedde), sondern den eigenen Auftritt aktiv betreiben. Eindrücke von Mitarbeitern, Kritik erlauben. Social Media deckt eine falsche Fassade gnadenlos auf, so die Thesen. Eine reine Fokussierung auf die Anzahl der Likes und Follower macht nur in sehr wenigen Ausnahmen wirklich Sinn. Prioritäten genießen Zuhören und Reagieren, Social Media Seminare für Mitarbeiter mit definierten Richtlinien. „Identifikation erzeugt Integrität“
Viele Zahlen, viele Fakten, die hier präsentiert wurden. Erschlagen von der Mittagsmüdigkeit ging es dann ohne weiterer Fragen zum nächsten Programmpunkt. Zum Glück sind die präsentierten Thesen nochmal schriftlich in der Mappe.

 

14:45 Uhr: World Café. Diesmal vier Vorträge zur selben Zeit, die einen Diskussionsanstoß geben sollen. Die Ergebnisse wurden im Anschluss vor allen vorgetragen. So verpasste man (fast) nichts. Mobile Strategien im Recruiting war das Thema, das von Robindro Ullah vorgestellt wurde. Der Leiter des Personalmarketing bei der Deutschen Bahn stellte den Gästen zu Anfang ein kleines Rätsel, wer an welchen Tisch soll: ausgedruckte, aufeinandergestapelte Rechtecke sollten mit ein oder zwei Buchstaben verbunden werden, die am Tisch lagen. Klingt schwierig? Wer die Kampagne von Lego kannte, war sofort dabei, den anderen wurde dann natürlich geholfen. Quintessenz: QR-Codes, Augemented Reality und Co. – es gibt viele technische Möglichkeiten und auch der Mittelstand sollte die Augen offen halten, um nicht einen wichtigen Trend komplett zu verschnarchen.

16:30 Uhr: Endspurt. Wieder komplett versammelt, wurden die letzten Ergebnisse der vier World Cafés in jeweils fünf Minuten vorgestellt. Die Köpfe waren langsam aber sicher voll, die Besucher freuten sich auf den gemütlichen Ausklang in der 26. Etage.

17:30 Uhr: mit dem Fahrstuhl fast ganz nach oben. Hätte das Wetter mitgespielt, wäre ein Sonnenuntergang über München zu beobachten gewesen. Doch trotz Nebel bietet die über 90 Meter über den Erdboden gelegene Etage genug zum Staunen. Kleine Häppchen, Trinken, Gespräche: Netzwerken war angesagt und wurde in der stilvollen Atmosphäre mit Bier oder Wein genossen.

 

Businessplan – Was gilt zu es zu beachten?

28. Dezember 2011

Ein Businessplan ist der Grundstein für Ihre Existenzgründung. Hier werden alle Chancen und Risiken ihres Geschäftsmodells erörtert und plausibel zusammengetragen. Der bereits vorhandene Markt wird analysiert und das eigene Vorhaben dort erfolgreich zu integrieren versucht. Es gibt einige Punkte, die Sie bei der Aufstellung Ihres Businessplans berücksichtigen sollten.

Sinn und Zweck

Sie möchten Investoren oder die Bank von ihrem unternehmerischen Vorhaben überzeugen? Dann ist es besonders weichtig, herauszuarbeiten, welchen Sinn und Zweck Ihre Unternehmung erfüllen und darstellen soll. Welches Ziel verfolgen Sie und in welchem Zeitraum wollen Sie Ihre Zielvorstellungen realisieren? Erst wenn Sie sich intensiv mit diesen und weiteren Fragen auseinandergesetzt haben, wird ihr Businessplan zum Erfolg führen.

Inhalt

(c) Gerd Altmann, Pixelio.de

Nachdem Sie sich über die Vision Ihres Unternehmens ausführliche Gedanken gemacht haben, geht es an den genauen Inhalt Ihres Vorhabens. Beschreiben Sie, was Ihr Produkt darstellt und welchen Mehrwert es für die Zielgruppe hat. Zusätzlich ist es wichtig, welchen Entwicklungsstand Ihr Produkt genau innehält. Scheuen Sie sich nicht davor, auch eventuelle noch vorhandene Probleme zu beschreiben. Das ist für Ihren Ansprechpartner positiv zu berücksichtigen, erkennt er damit doch Ihren Realitätssinn und Ihr Unternehmensgespür.

Klare Richtlinien

Natürlich wollen Sie in Ihrem Businessplan mit Worten überzeugen. Doch denken Sie stets daran, dass Investoren oder die Bank nicht immer Experten in Bezug auf die Inhalte Ihres Businessplans sind. Deshalb sind auch einige Richtlinien für das Ausformulieren zu beachten:

  • überzeugen Sie mit Klarheit
  • auch Laien müssen am Ende verstehen, worum es sich handelt
  • der Plan ist optisch zum Lesen ansprechend und für den Leser angenehm strukturiert
  • die Darstellung ist einheitlich

Um es auf den Punkt zu bringen: Ihre schriftliche Geschäftsidee überzeugt mit Klarheit und leserlicher Einfachheit. Weniger ist hier oft mehr! Erkundigen Sie sich im Vorfeld ein wenig über Ihre Investoren beziehungsweise über Ihre Bank. Was könnten die Erwartungen sein und können Sie diese erfüllen? Manchmal bringt ein wenig Charme gleich einen wesentlich besseren Gesprächseinstieg. Überzeugen Sie mit Außergewöhnlichkeit, die jedoch weder zu arrogant noch zu schüchtern wirkt. Leben Sie Ihren unternehmerischen Geist und strahlen Sie nach außen. Jeder hat mal klein angefangen, ihre Unternehmung muss jedoch nicht klein bleiben – der Businessplan ist der erste Schritt dazu.


Bildquelle: Gerd Altmann – pixelio.de