Unternehmen

Umfrage: Candidate Experience

13. August 2014

Im Bewerbungsprozess geht es vordergründlich darum, sich als Bewerber von der besten Seite zu zeigen und von sich selbst überzeugen zu können. Jedoch gilt nichts anderes auch für die Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung führt derzeit eine Umfrage zu diesem Thema durch.

Employerreputation nennt sich die Persönlichkeit als Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung berät Unternehmen darin, wie sie sich als Arbeitgeber von der besten Seite zeigen können. Um darin gezielt auf häufige Schwächen und Fehler einzugehen, führt die Personalberatung zusammen mit der Fachochschule Frankfurt am Main eine Umfrage durch.

Candidate Experience: Umfrage

UmfrageBewerbungDabei geht es um Candidate Experience Management („Kandidatenerfahrungsmanagement“). Dies befasst sich damit, dass jedes Aufeinandertreffen von Bewerbern und Personalern so positiv wie möglich in Erinnerung bleibt, ungeachtet dessen, wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt. Immerhin könnte ja der perfekte Kandidat darunter sein und den möchte man auch nicht mit einem unangenehmen Bewerbungsprozess vergraulen.

Die Umfrage richtet sich an all jene, die sich in den vergangenen drei Jahren um einen Job beworben haben und fragt gezielt nach den persönlichen Erfahrungen bei der Jobsuche und im Bewebrungsprozess. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert zwischen fünf und zehn Minuten
Bei Interesse können die Ergebnisse der Studie unter info@ferber-personalberatung.de erfragt werden.

Weiterbildung und Recruiting im Kampf gegen den Fachkräftemangel

17. April 2014

Der Begriff des Fachkräftemangels ist in der Arbeitswelt und in den Medien allgegenwärtig. Um die Situation in den Griff zu bekommen, sind die Unternehmen gefragt. Besonders der Rekrutierungsweg und die Bereitschaft und Umsetzung von Weiterbildung der Mitarbeiter spielen dabei eine tragende Rolle.

Um zu verstehen, wie der Fachkräftemangel zu bekämpfen ist, muss man sich ansehen, wie die Ausgangslage aussieht: Ältere Fachkräfte scheiden aus dem Beruf aus, aber es besetzen nur wenige Junge ihre Plätze, denn die Geburtenrate sinkt. „Nach Untersuchungen können mangels ausreichend qualifiziertem Nachwuchs schon jetzt etwa vier von zehn Stellen in Deutschland nicht oder nur schwer besetzt werden, was viele Mittelständler betrifft“, erklärt Vincent Belliveau vom Personalverwaltungs-Softwarehersteller „Cornerstone OnDemand“, der Tageszeitung Die Welt im Interview.

Dennoch müssen sich Unternehmen noch lange nicht mit dem Fachkräftemangel zufrieden geben, räumt Beliveau ein: „Sie müssen noch stärker nach Auswegen suchen und innovative Ideen entwickeln, um im Inland oder im Ausland nötige Fachkräfte zu finden.“ Dies hinge vor allem auch von den Rekrutierungskanälen der Unternehmen ab. Jobsuche und Jobangebote via Social Media Plattformen ist ein kommender Trend.

Durchschnittlich die Hälfte der Unternehmen haben Probleme Fachkräfte zu finden

Quelle. forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von „Springest“

Im Auftrag von „Springest“ hat das Meinungsforschungsinstitut forsa über 200 Personaler und 100 Mitarbeiter in Unternehmen aus ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem die Handhabung der Firmen mit dem Fachkräftemangel. Es zeigt, dass knapp die Hälfte der kleineren Unternehmen (250 Mitarbeiter) erhebliche Probleme damit haben, eine oder mehrere Stellen mit der richtigen Fachkraft zu besetzen. Bei Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern beläuft sich der Wert auf 60 Prozent.

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von „Springest“

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken gilt die betriebliche Weiterbildung als Allheilmittel. Die Umsetzung stellt die Unternehmen aber vor Herausforderungen. Die Studie von forsa zeigt, dass viele Unternehmen ihr Budget für Weiterbildung nicht im vollen Maße ausschöpfen. Viele verfallen sogar ungenutzt. Dennoch sind sich 95 Prozent der befragten Personalchefs darüber einig, dass Weiterbildung das Mittel sei, um dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten.

Bessere Richtlinien für berufliche Weiterbildung

Grund für diese Situation könnten fehlende Richtlinien sein. „Weder Gesetze noch Tarifverträge geben in einem einheitlichen und verbindlichen Rahmen vor, wie berufliche Weiterbildung zu definieren, zu organisieren, zu finanzieren und zu zertifizieren ist“, sagt Hans-Ulrich Nordhaus, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit in DGB-Bundesvorstand.

Auch wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Mitarbeiter mehr in die Wahl zur Weiterbildung miteinzubeziehen, was Dirk Werner vom Institut für deutsche Wirtschaft jedoch ablehnt. Schließlich seien Weiterbildungen Investitionen seitens der Unternehmen über deren Tätigkeit diese allein die Entscheidungsgewalt haben.
Dies stößt bei Nordhaus auf Kritik: „Das zeugt von mangelndem Vertrauen in die eigene Belegschaft – ein Armutszeugnis“.

Allianz Deutschland sucht the NEXT Top-Manager

11. Dezember 2013

NEXT – so heißt das neue Einstiegsprogramm der Versicherungsgesellschaft Allianz. Der Vorstand höchst persönlich sucht hierfür nach talentierten Nachwuchskräften. Im Februar werden daher herausragende Talente an den Starnberger See zu einem Recruiting-Wochenende eingeladen (Bewerbungsschluss: 6. Januar 2014).
Für Studierende und Absolventen sind solche Recruiting-Programme eine gute Möglichkeit, sich selbst in Aktion zu zeigen. Aber sie sind auch ebenso anstrengend und treiben Kandidaten nicht selten an ihre Grenzen. Unternehmen wollen so auch die Belastbarkeit potenzieller neuer Mitarbeiter austesten.

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Quelle: Allianz

Das Recruiting-Event der Allianz Deutschland wirbt mit dem „New Executive Talent“ (NEXT) Programm mit einer großen Chancen der Bewerber. An drei Tagen können diese ihr Können unter Beweis stellen. Am Freitag beginnt das Event ziemlich gelassen mit dem Kennenlernen, hierbei sind die Vorsitzenden der AG bereits anwesend. Auf dem Programm stehen auch gemeinsame Abendessen. Schon am Samstag geht’s ans Eingemachte: Ein Vortrag soll die Kandidaten den Impuls für das bevorstehende Projekt geben, in dem die Bewerber in Kleigruppen an Case-Studien arbeiten werden. Unterstützt werden sie hierbei bereits von einem der Vorsitzenden als Coach. Schon am Nachmittag ist Wortgewandtheit und Moderationsgeschick gefragt, wenn die Ergebnisse präsentiert werden.

Wie bei vielen Recruiting-Events ist auch bei der Allianz nach dem Abendessen noch nicht Schluss: Der Vorstand hat zum Ausklang des Tages noch den ein oder anderen Vortrag in Petto.
Wer in das NEXT-Programm aufgenommen wird, dem verspricht die Allianz Deutschland einen strukturierten Entwicklungsprozess und qualitatives Coaching auf dem Weg ins Top-Management.
Es kann zwischen zwei Wegen gewählt werden, von wo an die Karriere beginnen soll.

MercuryPuzzle will das Recruiting revolutionieren

9. Juni 2013

Eine Gruppe Wiener Studenten hat sich kein kleineres Ziel gesetzt, als das klassische Recruting mit nur einer Seite zu revolutionieren. Die Grundidee ist bestechend – bei professioneller Umsetzung könnten die hochgesteckten Erwartungen sogar übertroffen werden.

Bewerber und Unternehmen puzzlen

Ausgangsbasis ist die Webseite https://mercurypuzzle.com/ – der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Recruiting-Prozesses. Der Auftritt ist dem Jahr 2013 angemessen, ein modernes Design und der gute Aufbau verwöhnen das Auge bei der Einholung der Informationen.

Hier stellen sich die Unternehmen vor während die Bewerber durch einen Persönlichkeitstest ihren Teil zur Arbeits-Findung beitragen. Die Tests sind laut Andreas Altheimer von MercuryPuzzle patentiert und nach wissenschaftlichen Maßstäben angelegt. Weiterhin werden die Lebensläufe analysiert und durch weitere Zusatzangaben („Arbeiten Sie lieber in Wohn-Nähe oder würden Sie für den neuen Job auch umziehen“) wird ein Scoring erstellt und dem Bewerber passende Unternehmen präsentiert.

Mercury Puzzle Startseite

Big Data für den richtigen Job

Je mehr Informationen die Seite von Bewerber und Unternehmen sammeln kann, desto exakter fällt die Übereinstimmung aus. Kann das Unternehmen beispielsweise einen Wert angeben, wie viel im ausgeschriebenen Job im Büro und wie viel im Ausland gearbeitet wird, präsentiert MercuryPuzzle das Unternehmen eher dem reisefreudigen Bewerber als der Person, welche angibt nur in fünf Kilometer Umkreis arbeiten zu mögen.

Werden bei diesem Prozess die richtigen Fragen gestellt und vom Bewerber ehrlich beantwortet, sollten viele böse Überraschungen bereits im Vorfeld unterbunden werden. Das kann aber nur funktionieren, wenn viele Bewerber viele Informationen preis geben und auch die Unternehmen ihre Profile auf der Seite pflegen.

Datenpflege, Aufbau, Tests, Neuordnung

Die Seite erzielte bereits in der Beta-Phase von September bis Dezember 2012 beachtliche Erfolge: im Rahmen des Pioneers-Festival’s kam MercuryPuzzle in die Top 10 von 850 Startups weltweit, bei dem The Europas-Event in Berlin sogar unter die Top 5 von 1.000 Startups. Anschließend ging der Auftritt offline, die bisher gewonnenen Erkenntnisse eingearbeitet und am 25. März 2013 endgültig gelaunched.

Die Chance, alles an einem Ort zu vereinen

Noch ist die Seite jung und enthält viele Unternehmen aus der regionalen Umgebung des Gründungs-Teams. Große Fische wie SAP oder Sixt sind aber bereits dabei und viele weitere werden hoffentlich folgen.

Denn das wäre eine schöne Zukunftsaussicht: Wenn alle relevanten Unternehmen auf MercuryPuzzle präsent wären, ist die Suche nach dem richtigen Job nur noch ein Mausklick (und anschließendem Vorstellungsgespräch, natürlich). Durch das Scoring ist klar ersichtlich, an welchen Punkten sich Bewerber und Unternehmen reiben – und was dafür spricht, dort anzufangen.

Es ist dann völlig egal, ob es sich um einen kleinen mittelständischen Familienbetrieb handelt oder um Großkonzerne mit ganzen Recruiting-Abteilungen – die Chancen sind gleich verteilt.

Was verdienen eigentlich die CEOs von Internetfirmen?

8. März 2013

Karriere in einem Online-Unternehmen zu machen, zahlt sich aus – auch auf dem Konto. Cribb veröffentlichte im September eine Gehaltsstudie von Geschäftsführern und Vorständen aus der deutschen Internetbranche: 216.775 Euro verdient hier ein CEO durchschnittlich. Aber es gibt breite Spannen.

Karriere Blog liegt die Gehaltsstudie vor und wirft einen Blick drauf:

„Nur“ 65.000 Euro Jahresgehalt bekommen Geschäftsführer aus dem unteren Ende der Gehaltsspanne, vorwiegend aus dem Kreativ-Bereich, 700.000 Euro hingegen die Chefs am anderen Ende der Liste. Damit erreichen Online-Unternehmen eine beträchtliche Gehaltsspanne von über 1000% – rekordverdächtig.

Die Top-Verdiener

Die Top-Verdiener kommen hier allesamt aus dem eCommerce-Bereich und führen die Spitze mit gesundem Abstand zu den anderen Gehältern an. Vorsitzende von Portalen und Marktplätze erreichen ebenfalls ein überdurchschnittliches Einkommen, CEOs aus Medienhäusern und Agenturen hingegen ein unterdurchschnittliches.

Online wie Offline: Vorstand bleibt noch Männersache

Obwohl die Internet-Branche mit vielen Konventionen aus den anderen Wirtschaftsbereichen bricht, bleibt sie sich in einer Linie leider treu: der Prozentsatz an Frauen in Chefpositionen ist auch hier unterirdisch: gerade mal sieben Prozent der Führungspositionen sind weiblich besetzt – kein sonderlich erfrischendes Signal.

Bleibt abzuwarten, wie die Gehaltsstudie in fünf Jahren aussehen wird – wir sind gespannt.

Quelle: Cribb Personalberatung

Yahoo stellt Firmenphilosophie um – zu Recht

4. März 2013

Seit einigen Tagen macht die Meldung die große Runde: Marissa Mayer, CEO von Yahoo und ehemaliges Google-Urgestein, schafft das Home-Office für ihre Mitarbeiter ab und beordert die sie zurück ins Büro.

Vorwurfsvoll fragt Varinia Bernau in der Karriere-Sparte von Süddeutsche.de, ob „es nicht gerade das Anliegen der hippen Start-ups [gewesen sei], die Leute dort herumtüfteln zu lassen, wo ihnen eben die besten Ideen in den Kopf kamen?“. Von „Zuckerbrot“ (kostenlose Smartphones für alle Mitarbeiter) und „Peitsche“ (Büro statt Home-Office) ist die Rede.
Es entbrannte eine Debatte, ob denn die Chefin des angeschlagenen Suchmaschinenkonzerns damit richtig reagiert, ob Home-Office nicht insgesamt gescheitert ist oder unzufriedene Mitarbeiter jetzt das Weite suchen.

Blick hinter die Kulissen zweier Arbeitskulturen

Richtig interessant zu der aktuellen Diskussion ist aber der Beitrag von Kristian Köhntopp auf Google+. Köntopp war Mitarbeiter bei der Firma MySQL, die laut seiner Beschreibung ein „virtueller“ Konzern war – sprich zu einem Großteil aus Home-Office Mitarbeitern bestand. MySQL war grundsätzlich dafür so aufgebaut worden und gänzlich darauf ausgelegt. In seinem ausführlichen Post beschreibt er seinen Wechsel zu Booking.com, deren Arbeitsweise stark auf die Anwesenheit der Mitarbeiter im Büro vor Ort basiert. Er gibt einen spannenden und erstaunlich offenen Blick hinter die Kulissen über die beiden Arbeitsmethoden und zieht daraus sein eigenes Fazit:
Entgegen vieler gekürzter Meldungen aus dem deutschsprachigen Raum gehe aus dem NY-Times Artikel durchaus hervor, dass Marissa Mayer ganz genau weiß, was sie macht und es hier nicht um eine Machtdemonstration geht. Sie muss die Firmenphilosophie umkrempeln, mehr Agilität und Geschwindigkeit in den Arbeitsablauf von Yahoo bringen, um den Konzern am Leben zu erhalten und wieder in die Gewinnzone zu wuchten. Hierfür muss aber ein Umdenken einsetzen und das sei unabdingbar für den zukünftigen Erfolg.

Weg vom Schwarz-weiß-Denken

Büroarbeit gut, Heimarbeit schlecht – der Beitrag von Kristian Köhntopp zeigt, dass man auch bei diesem Thema nicht in ein simples schwarz-weiß-Denken verfallen darf, denn es ist vielmehr die Arbeitsweise, welche über Vor- und Nachteile des Home-Office entscheidet. Erschwerend kommt dann auch noch hinzu, dass nicht jeder für die Heimarbeit geeignet ist: viele lassen sich zu leicht ablenken oder vermissen die strikte Trennung von Arbeit und Freizeit. Das Für und Wider des Heimbüros wird uns daher noch lange beschäftigen, auch unabhängig von den Entscheidungen der CEOs.

Karriere Blog Dienst-Tags KW9

26. Februar 2013

Jeden Dienstag „Dienst-Tags“: lesenswerte Artikel kombiniert mit unserer Verschlagwortung (Tags, Labels, Stichwörter) von Nachrichtenseiten, Blogs und Unternehmen in einer wöchentlichen Link-Schau.

Sie kennen oder haben so einen Artikel? Schicken Sie ihn uns!

#Fotos
Alles Verhandlungssache: Wenn die Fotomodelle der typischen Karrierefotos als eigene Mitarbeiter ausgegeben werden, fühlt sich der Kunde zu Recht verschaukelt.

#Bewerbung, #Personaler
W&V: Heineken stellt sein Bewerbungsgespräch ein wenig um: Für die Anwärter heißt das Stresstest statt Krawatte richten

#Social Media, #Meinung
Süddeutsche.de: Hilmar Kuthe schreibt über die Gratwanderung von ständiger Erreichbarkeit und den immer öfter vernachlässigtem Wunsch nach Ruhe und Alleinsein, um die eigenen Gedanken zu ordnen.

#Unternehmen
karrierebibel: Ein teamfähiger Chef gewinnt? Leider nicht, sagt karrierebibel und beruft sich auf eine Studie von drei Professoren aus Chicago.

Google will Kleinunternehmen ins Netz bringen

25. Februar 2013
Screenshot Google Get yout business online

Gybo: Zu wenig los im Netz:
das soll sich mit Google ändern

„Get your business online“ ist der neue Leitspruch, mit dem Google dafür sorgen will, dass auch kleine Unternehmen mit einer Webseite im Netz vertreten sind. Der Suchmaschinen-Primus will damit vor allem eines: den Nutzern alles präsentieren können.

Der Bäcker von nebenan, das kleine Café um die Ecke oder die Apotheke eine Straße weiter: alle Informationen sollen für den modernen Menschen über die Google-Suche, Maps oder Google Now auf dem Smartphone zur Verfügung stehen. Jedoch sind die Selbständigen, welche mit ihren Dienstleistungen und Produkten selbst nichts mit dem Internet zu tun haben, selten zu einem eigenen Webauftritt zu bewegen.

Internetauftritt vs. Aufwand & Kosten

Warum das Lokal von nebenan noch nicht im Netz vertreten ist: der Aufwand ist schlicht zu hoch. Ein Webhoster will bezahlt werden, ein CMS muss installiert und gewartet werden, die Seite will sauber gemacht und optimiert sein, um bei Google gefunden zu werden. Wer darauf keine Lust hat, bezahlt eine Werbeagentur und ist dann meist einen vierstelligen Betrag los. Diese Summe durch mehr zahlende Gäste wieder reinzuholen, ist utopisch.

Baukasten für lau – zumindest für ein Jahr

In diese Lücke preschten bisher Anbieter wie 1&1 oder Jimdo mit ihren Web-Baukästen. Da kann man sich am Wochenende dann mal spielen und die Seite zusammenklicken. Nachteil auch hier: der Preis. Hier fallen über hundert Euro für ein Jahr an – in der schmalsten Variante.
Google drückt nun in genau diesen Markt: statt 30 Tage wie bei den deutschen Anbietern bieten Sie – aktuell nur den amerikanischen Kunden – einen Web-Baukasten für ein ganzes Jahr gratis. Die Software für die eigene Firmenseite stammt aber nicht von Google selber, sondern von intuit, die bisher hierzulande v.a. durch die Finanzsoftware Quicken bekannt sein dürfte.

Google will alle im Netz

Laut eigenen Angaben suchen 97% der Internetnutzer nach lokalen Dienstleistungen und Waren. Dass das vor allem in Deutschland oft noch nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, wird jeder aus eigener Erfahrung bestätigen können.

Mit der aktuellen Kampagne probiert die Suchmaschine aus Mountain View das Projekt „Alles online“ schon mal in den USA, bevor sie auch hierzulande aktiv werden dürften. Interessant bleibt die Frage, welchen Effekt diese intensive Werbung letztendlich besitzt und wie viele Klein- und Kleinstunternehmen dadurch ins Netz gehen – in doppelter Hinsicht. Denn über die Preise nach dem freien Jahr schweigt sich Google auf der Seite dafür aus, aber zwischen fünf und zehn US-Dollar dürften monatlich dann schon mindestens fällig werden, so unsere Vermutung.

Vor allem aber bindet der kalifornische Konzern weiter Nutzer an sich und generiert noch mehr Informationen aus unserem täglichen Leben.

Die Profiteure von „Gybo“ sollten aber letztlich alle sein: die kleinen lokalen Unternehmen, der Konsument und End-Nutzer und nicht zuletzt natürlich Google selbst. Ob das so bleibt, liegt nicht zuletzt an der künftigen Preisgestaltung.

Bewerbungsgespräch am Kletterfelsen – die Students of Sports Veranstaltung

22. Februar 2013

Soll das nächste Bewerbungsgespräch statt im Chefbüro beim Mountainbiken, Canyoing oder am Kletterfelsen stattfinden? Diesen ungewöhnlichen Weg gehen  „Students of Sports“ – SoS Events mit ihrer dreitägigen Premiere in den Bergen des Kleinwalsertals in Österreich.

SoS Events, ursprünglich für „Students on Snow“, weitet seine sportliche Jobbörse auf den (Spät-) Sommer aus und veranstaltet diese zum ersten Mal im September. Die Organisation der Veranstaltung übernimmt auch hier wieder Simsalabim Reisen.

Das Students of Sports Konzept

Students of Sports - KletternAn dem Wochenende vom 27. bis 29. September treffen Absolventen und Unternehmen bei verschiedenen Sportaktivitäten aufeinander und können sich abseits vom Büro in lockerer Atmosphäre kennen lernen. Denn das verspricht sich der Veranstalter: eine ungezwungene Stimmung soll beiden Seiten ermöglichen, sich genauer kennen zu lernen und herauszufinden, ob Arbeitgeber und Bewerber zueinander passen.

Erfahrung mit diesem Konzept konnte SoS Events bereits mit dem Winterprogramm einholen, bei dem letztes Jahr 650 Studenten in der Schweizer Winter-Ferienregion Savognin teilnahmen. Hier konnten die ersten Kontakte an den Infoständen in der Hotellobby oder dann später auf der Piste bzw. einem warmen Glühwein geknüpft werden.
Hierbei waren Unternehmen wie Bayer AG, BASF, Siemens, Tesat Spacecom, Ecenta, Peek & Cloppenburg oder careerloft vertreten.

Mountainbiken für Absolventen auf Jobsuche

Mountainbiken für Absolventen auf Jobsuche: Schweiß fließt hier nur aufgrund der sportlichen Aktivitäten – und nicht aus Angst, das Vorstellungsgespräch zu vermasseln. Das erhoffen sich die Veranstalter von „Students of Sports“

Karriereblog.net hat bei Jörg Orlowski von SoS Events nachgefragt:

Was kostet die Veranstaltung für die Studenten?

CanyoningDie Teilnahme kostet zwischen 79 Euro und 119 Euro, je nach gebuchter Unterkunftskategorie. In diesem Preis enthalten sind bereits zwei Outdoor-Aktionen wie: Mountainbiken, Klettern, Canyoning, Bergabenteuer, Klettersteig und Bergtour. Am Samstag und Sonntag kann jeweils an einer Tour teilgenommen werden. Eine Übersicht gibt es auf students-of-sports.de

Nach welchen Kriterien werden die Studenten ausgewählt bzw. aus welchen Bereichen sollten sie kommen?
Die Studenten werden nicht ausgewählt. Jeder kann teilnehmen! Wir treffen eine gewisse Auswahl durch die Universitäten und Fachbereiche, die wir gezielt bewerben. Dabei richten wir uns nach den Vorgaben der teilnehmenden Firmen. In den letzten Jahren wurde eher ein Schwerpunkt auf die technischen Berufe gelegt. Jedoch ist unsere Tür für niemanden verschlossen.

Wie hoch ist die Chance für Interessierte daran teilnehmen zu können?
Im Grunde ist die einzige Beschränkung die Kapazität des Kleinwalsertals. Das Gebiet ist gerade im Winter ein sehr beliebtes Urlaubsziel, im ruhigeren Sommer profitieren wir stark von der guten Infrastruktur.

Impressionen von Students of Sports

Tipi-Landschaft

Hier gibt’s Abendessen und Rahmenprogramm: in den Tipis präsentieren sich auch die Unternehmen in etwas anderer Atmosphäre

Umgebung für Students of Sports

Das hat mit Vorstellungsgespräch im Büro wenig zu tun: die Umgebung für „Students of Sports“

Karriereblog.net wird in den weiter über diese unkonventionelle Art des Recruitings berichten und wünschen den Veranstaltern, aber vor allem Studenten und Unternehmen viel Erfolg!

Bilder: Pressefotos von SoS Events

meinestadt.de und AUBI-plus kooperieren

20. Februar 2013

Gestern erst verlinkten wir bei den Dienst-Tags Ausbildungsmangel und Conversion-Rate bei Karriere-Webseiten von Unternehmen, da trudelte schon eine Pressemitteilung von meinestadt.de mit dem Inhalt herein, sie bekämpfen jetzt genau diese Probleme.

meinestadt.de kooperiert mit dem Ausbildungs-Portal AUBI-plus

Die Kooperation gestaltet sich laut ihrer Auskunft nun so, dass ein Lehrstellen-Gesuch einmalig geschaltet wird und bei beiden Portalen erscheint. Letztlich also Reichweitenerhöhung, um mehr Nutzern freie Ausbildungsstellen präsentieren zu können.

Wir wissen zwar nicht, was sich die Marketing-Abteilungen der beiden Seiten gedacht haben, als sie das neu gestaltete Produkt „Premium Lehrstelle Präsenz Pro“ tauften, aber es klingt irgendwie so, als wäre gerade ein Deutsch-Lehrer intensiv auf Jobsuche. 😉

„All right Gentlemen“ – Meme

Um was es geht

Es ist ziemlich genau ein halbes Jahr her, da vermeldete die Axel Springer AG den Kauf von meinestadt.de und löste den Gründer Manfred Steeger sowie die Verlagstochter Holtzbrink Digital als Eigentümer komplett ab. Axel Springer wollte sich durch den Zukauf von dem Städteportal Anteile des Kleinanzeigen- und Rubrikenmarkts sichern und ausbauen.

Vorteile für beide Seiten?

Da die Stellenangebote von beiden Portalen auch in der mobilen App von meinestadt.de erscheint und die Seite insgesamt wesentlich umfangreicher als AUBI-Plus ist, dürfte sich die Kooperation vor allem für meinestadt.de ordentlich lohnen. Bei den Suchbegriffen „ausbildung“ oder „ausbildungsplatz“ erscheint zwar das Städteportal schon jetzt öfters auf Platz und Seite eins als der neue Kooperationspartner, durch die neue Maßnahme wird sich diese Position aber einfach weiter stärken.

Axel Springer gibt Gas

Axel Springer Digital Classifieds GmbH baut seine Position im deutschen Netz weiter aus. horizont.net schätzte den Kaufpreis vor sechs Monaten auf ca. 50 Millionen Euro. Durch die aktuellen Maßnahmen scheinen die Weichen gestellt, den Wert der Seite weiter zu steigern und wir werden ziemlich sicher in naher Zukunft noch von weiteren Neuerungen hören.