Bewerbung

Ganz einfach aus der Masse herausstechen – Bewerbungsdesign und Farben

20. März 2015

Für Bewerber ist die Bewerbung bei Unternehmen leicht mit einem Speed-Dating zu vergleichen. Sie haben nur wenige Sekunden Zeit, um einen Personalverantwortlichen von sich zu überzeugen – da kann jedes Detail entscheidend sein!

Bleiben wir einmal bei dem Beispiel mit dem Speed-Dating:

Der Bewerber geht in einen großen Saal mit vielen kleinen Tischen für zwei Personen und weiß ganz genau, dass ihm nur dreißig Sekunden bleiben, um das Gegenüber kennenzulernen und diese Person gleichsam von sich zu überzeugen. 30 Sekunden sind dabei nicht viel. Neben dieser Herausforderung bleibt noch eine andere bestehen: Die Konkurrenz. Diese schläft in den seltensten Fällen und hat ebenfalls ihre verschiedenen Argumente, um zu überzeugen.

Um die ganze Szenerie noch grauenhafter zu gestalten: Sie können sich mühelos zu den Mitbewerbern gesellen, ohne groß aufzufallen. Alle tragen die gleiche Kombination aus grau/weiß, haben die Haare ordentlich frisiert, die gleichen Brillen werden getragen usw. Willkommen im Land der grauen Mäuse – Auffälligkeiten werden vergeblich gesucht. Wie soll bei dieser Masse denn der geeignete Kandidat gefunden werden, wenn sich alle doch so sehr ähneln?

Gleiches gilt für die Bewerbung:

Obwohl sich viele fragen, wie sie ihre Bewerbungen optisch ansprechender gestalten können, bleiben sie hinterher doch in ihren einheitlich weißen Blättern mit den farblich abgesetzten Überschriften und der schwarzen Textfarbe gefangen. Entweder es fehlt die Zeit, die Kreativität oder die Angst übermannt den Aspiranten urplötzlich: Was ist, wenn das zu kitschig ist? Was passiert, wenn ich nicht die Lieblingsfarbe des Personalers treffe? Wenn ich eine falsche Form wähle – werde ich dann nicht genommen? Welche Farben eignen sich denn überhaupt?

Die Panik ist dabei ganz unbegründet! Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich die eigene Bewerbung ganz leicht gestalten – vom Deckblatt über das Anschreiben, bis hin zum Lebenslauf.

Zunächst einmal gilt es, sich folgende Fragen zu stellen

  • Was möchte ich über mich selbst aussagen mit Farben und Formen?
  • Gibt es eine dominante Farbwahl auf meinem Bewerbungsbild?
  • Welche Farben hat das Unternehmen zur eigenen Repräsentanz gewählt?
  • Auf welche Position möchte ich mich bewerben?

Jede Farbe hat ihre ganz eigene Bedeutung und beeinflusst ganz unbewusst unsere Wahrnehmung. Für die eigene Karriere kann sich eben diese Wahrnehmung äußerst positiv auswirken – insofern sie richtig genutzt wird.

Wer sich an die Fragen hält, jedoch nicht auf jede direkt eine Antwort parat hat, der kann nach dem Auswahlverfahren arbeiten. Zum Beispiel: Das Unternehmen selbst hat kein eigenes Farbbranding, sondern lediglich einen schwarzen Schriftzug. Jedoch vertritt die Firma eine ökologische Umweltpolitik und ist ansonsten sehr gradlinig strukturiert. Das heißt, dass sich eine Gestaltung mit Grüntönen anbietet, da diese nicht nur mit Vitalität, sondern auch mit Natur in Verbindung gebracht werden.

Das eigene Bewerbungsfoto besticht unterdessen durch Blautöne (beispielsweise durch einen hellblauen Hintergrund, eine blaue Bluse/ein blaues Hemd etc.). Die Farben Blau und Grün lassen sich zusammen gut kombinieren. Eine Möglichkeit für das Bewerbungsdesign wären zum Beispiel schmale Linien am Rand des Blattes, die in einem Farbverlauf von Grün zu Blau wechseln. Ebenso können sich diese Farben dann in den Überschriften der Bewerbung wiederfinden, sodass eine einheitliche Gestaltung gegeben ist.

Weitere Tipps für die farbliche Gestaltung der eigenen Bewerbung

  1. Recherchieren! Es ist bekannt, dass es im Internet verschiedenste Vorlagen und Muster für Bewerbungen kostenlos zum Download gibt. Achtung: Diese sollten niemals einfach so verwendet werden!!
    Dennoch können diese Vorlagen hilfreich sein, um sich einfach einmal daran zu orientieren, was bereits bekannt ist und wie umfangreich die Gestaltung sein kann.
  2. Der Kreativität freien Lauf lassen! Wer nicht auf Anhieb weiß, was er selbst optisch ansprechend findet, kann sich zunächst erste Entwürfe aufzeichnen und dort mit verschiedenen Farben spielen. Manche Ideen sehen einmal aufgezeichnet schon ganz anders aus, als am PC.
  3. Freunde und Verwandte fragen: Wer sich selbst nicht sicher ist, wie die Farben der eigenen Bewerbung wirken, der sollte sich Meinungen von Außenstehenden einholen. Außenstehend meint in diesem Fall, dass sich die besagte Person nicht intensiv mit den Unterlagen beschäftigt hat und vollkommen unvoreingenommen einen Blick darauf werfen kann.

Folgen einer designten Bewerbung

Wer mit seinen Bewerbungsunterlagen ein bisschen spielt und seiner Kreativität bis zum letzten Schliff hin freien Lauf lässt, der muss natürlich ebenfalls mit den Konsequenzen rechnen. Gehen wir einmal zurück zum Speed-Dating. Zuvor befand sich der Kandidat in einer einheitlich grauen Masse von Mitbewerbern. Jetzt kommt der Kandidat vom Umstyling und alle Augen richten sich direkt auf ihn. Dabei wurde lediglich das grau durch ein ansprechendes Marineblau ersetzt und ein paar dezente Accessoires hinzugefügt.

Was weiter passieren wird: Der Kandidat hinterlässt einen vertrauensvollen Eindruck (die Farbe blau steht u. a. für Vertrauen) und bleibt im Gedächtnis des Gegenübers – obwohl nur 30 Sekunden Zeit für einen ersten Eindruck (beim Speed-Dating) bleiben. Dadurch kann es dazu kommen, dass dieser Speed-Dater eine Runde weiter kommt und dort persönlich von seinen Stärken erzählen kann.

Übertragen auf den Bewerber heißt das, dass ein positiv auffallendes Design dazu führen kann, dass der Personaler ihn zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Zu guter Letzt

Dadurch, dass die Bewerbungsmappe leicht verändert und an den Kandidaten sowie das Unternehmen angepasst wird, kann positiv Aufmerksamkeit generiert werden. Wer es jedoch übertreibt, erzielt genau den gegenteiligen Effekt. Daher sollte sich ein jeder folgende Don’ts vor Augen halten:

  • Nicht übertreiben! Zu viele Farben überfordern den Betrachter. Sie wirken, je nach Farbe, nicht nur zu bunt, sondern ebenfalls kitschig. Wer möchte schon wie ein Paradiesvogel erscheinen?
  • Neon- und Signalfarben vermeiden! Natürlich fällt so eine Colorierung direkt ins Auge, aber nicht positiv.
  • Niemals, absolut niemals, die Farben der Konkurrenz für das eigene Bewerbungsdesign verwenden! Wer sich bei der Deutschen Bank zum Beispiel bewerben möchte, der sollte nicht das knallige Rot der Sparkasse für die Farbgebung nutzen, sondern bei einem Blauton bleiben.

Umfrage: Candidate Experience

13. August 2014

Im Bewerbungsprozess geht es vordergründlich darum, sich als Bewerber von der besten Seite zu zeigen und von sich selbst überzeugen zu können. Jedoch gilt nichts anderes auch für die Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung führt derzeit eine Umfrage zu diesem Thema durch.

Employerreputation nennt sich die Persönlichkeit als Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung berät Unternehmen darin, wie sie sich als Arbeitgeber von der besten Seite zeigen können. Um darin gezielt auf häufige Schwächen und Fehler einzugehen, führt die Personalberatung zusammen mit der Fachochschule Frankfurt am Main eine Umfrage durch.

Candidate Experience: Umfrage

UmfrageBewerbungDabei geht es um Candidate Experience Management („Kandidatenerfahrungsmanagement“). Dies befasst sich damit, dass jedes Aufeinandertreffen von Bewerbern und Personalern so positiv wie möglich in Erinnerung bleibt, ungeachtet dessen, wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt. Immerhin könnte ja der perfekte Kandidat darunter sein und den möchte man auch nicht mit einem unangenehmen Bewerbungsprozess vergraulen.

Die Umfrage richtet sich an all jene, die sich in den vergangenen drei Jahren um einen Job beworben haben und fragt gezielt nach den persönlichen Erfahrungen bei der Jobsuche und im Bewebrungsprozess. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert zwischen fünf und zehn Minuten
Bei Interesse können die Ergebnisse der Studie unter info@ferber-personalberatung.de erfragt werden.

Bewerbung: Freunde als Referenz

4. Juni 2014

Mit bester Empfehlung – Referenzen werten Bewerbungen auf. Im Normalfall sind diese aber aus dem beruflichen Umfeld. Ehemalige Chefs und Kollegen äußern sich zur Arbeitsleistung eines Bewerbers. Doch inzwischen gehen Personaler noch einen Schritt weiter: Freunde werden nach den Kompetenzen der Bewerber gefragt. Nur ein falsches Wort und vorbei könnte der Traum vom neuen Job sein.

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Tipps für die perfekte Bewerbung gibt es zahllose und Literatur für die passende Antwort auf jede Frage im Vorstellungsgespräch ist geradezu endlos. Die Bewerber verlieren an Authentizität. Das findet zumindest Horst Stemmer, Personalleiter von Servier Deutschland, wie er im Interview mit dem KarriereSPIEGEL verlauten lässt.

Gute Freunde – gute Referenz?

Das Pharmaunternehmen hat sich deshalb für die Einstellung neuem Personals etwas neues ausgedacht: Jeder Bewerber muss insgesamt sechs Referenzen angeben, drei berufliche und drei private oder persönliche – also Freunde.
Verena Töpper, Redakteurin beim KarriereSPIEGEL, fungierte als solche Referenz für ihre Freundin Lena, die daraufhin gefeuert wurde.

Pflichtbewusst bereitete sich die Redakteurin auf das Gespräch vor. Die Fragen ähneln denen aus herkömmlichen Vorstellungsgesprächen und nach wenigen Minuten ist das Telefonat vorbei. Töpper hat ein gutes Gefühl, doch die Ernüchterung folgt einige Tage später.

Die Referenzprüfer fassen alle Ergebnisse zusammen und geben ein Urteil weiter: Referenz war positiv oder eben negativ. Bei letzteren wird sich gegen den Bewerber entschieden. Dies sei laut Stemmer nur sehr selten der Fall. Außerdem gab die Firma an, dass die Referenzen nicht allein den Ausschlag für eine Entscheidung geben.

Kritik aus Personaler-Kreisen

Experten aus dem Personalwesen sehen diese Art des personalen Rekrutierens eher kritisch. „Diese Art von Referenz hat wenig Aussagekraft“, sagt Tiemo Kracht, Chef-Personalberater von Kienbaum. Freunde hätten zu wenig Einblick in das berufliche Leben des Bewerbers und könnten viele Anforderungen und Fähigkeiten nicht richtig einschätzen.

Bewerbungsexperte Jürgen Hesse war im SPIEGEL-Job-Interview geradezu erschüttert: „ Da bin ich baff. Arbeitgeber verlangen jetzt häufiger Referenzen, aber berufliche: Ein, zwei ehemalige Vorgesetzte sollen über Bewerber Auskunft geben.“
Referenzen zu verlangen ist inzwischen schon fast normal geworden, denn viele Personaler trauen den Arbeitszeugnissen nicht, da sie zu sehr standardisiert werden.
Eine Möglichkeit, wie man dieser Prozedur entkommen kann, sieht Hesse allerdings nicht: „Wer den Job haben will, hat keine andere Wahl, als gute Miene zu diesem dummen Spiel zu machen.“

Die Bewerber-Recherche im Web, besonders in sozialen Netzwerken ist inzwischen auch Gang und Gebe. Wohin soll das nur führen? Das fragt sich auch der Bewerbungsexperte: „Was werden sie in zehn Jahren verlangen – einen Gentest?“

Das gesamte Interview mit Jürgen Hesse in SPIEGEL JOB.

„Recruiting Trends 2014“

17. Februar 2014

Arbeiten von zu Hause aus – Der Realitätscheck

Eigentlich ist das kein schlechtes Konzept: Ein kurzer Arbeitsweg, flexible Arbeitszeiten und gerade für Eltern kleiner Kinder eine äußerst praktische Lösung – das Home Office.
Laut einer aktuellen Studie „Recruiting Trends 2014“, die das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main nun zum zwölften beziehungsweise elften Mal zusammen mit dem Karriereportal Monster veröffentlicht, sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber oft geteilter Meinung.

Man Talking on Phone in Home Office

Bild-Quelle: Monster.de

Die Vorteile von Home Office liegen klar auf der Hand. Da die Nachfrage von Bewerbern immer größer wird, reagieren Unternehmen dementsprechend darauf. Knapp die Hälfte aller in der Studie befragten Unternehmen wollen das Home künftig mehr anbieten. Auf Arbeitnehmersite bewerten 85,5 Prozent dieses Angebot als gut. Dennoch nehmen nur 44,1 Prozent dieses Angebot auch in Anspruch. Diverse Vorbehalte bleiben nicht aus. Ein Anteil von 16,5 Prozent der befragten Arbitnehmer befürchtet, dass Mitarbeiter, die nicht im Home Office tätig sind, dadurch mehr Arbeit zu erledigen haben. Immerhin fast ein Viertel glaubt, er würde zu Hause mehr arbeiten, als im Büro. Aber auch der schlechtere Informationsaustausch (55,6 Prozent), die sinkende Produktivität im jeweiligen Team oder die allgemeine sinkende Zufriedenheit (24,2 Prozent) sehen die Studienteilnehmer kritisch.

Aber auch die Arbeit selbst kann im Home Office zum Problem werden, denn nicht jeder kann mit so viel Freiheit umgehen. Zwar gibt es keinen Zeitdruck, doch könnte genau dies zum Problem werden, wie Psychologe Dietrich Manzey vom institut für Psycholoie und Arbeitswissenschaften dem Weser Kurier mitteilt. Denn ohne Deadline fällt das Aufschieben gleich viel leichter und man beginnt zu trödeln. Etwas, was im Büro nicht so leicht passieren würde.
Die bestätigt auch die „Recruiting Trends 2014“ Studie, laut welcher mehr als 60 Prozent der Befragten die Arbeit im Home Office als Herausforderung betrachten.

Weitere Ergebnisse der „Recruiting Trends 2014“ Studie

Es darf mit steigenden Mitarbeiterzahlen gerechnet werden. Zumindest geht die Hälfte der deutschen Unternehmen davon aus. Dennoch rechnen sie bei der Suche nach qualifizierten Bewerbern mit Schwierigkeiten. Eine Prognose besagt, dass im Jahr 2014 immerhin 35,8 Prozent der vakanten Stellen nur schwer zu besetzen sein werden. Davon sollen sechs Prozent auf dem Mangel an geeigneten Kandidaten zurückzuführen sein.
Die Effizienz der Internet-Stellenbörsen ist nicht zu unterschätzen.36,2 Prozent der neuen Mitarbeiter wurden über Anzeigen in Online-Stellenbörsen eingestellt. Auf dem zweiten Platz rangieren die Anzeigen auf den Firmenwebseiten.

Auf Stellensuche – Mobil und im Social Media

Smartphone und Tablet-PCs sind inzwischen treue Begleiter auf der Stellensuche geworden. Die unternehmen passen sich dieser Entwicklung an. Knapp ein Viertel der Unternehmen haben ihrer Karriere-Website für Smartphone und Tablet optimiert und sogar rund 10 Prozent bietet spezielle Apps für die Stellensuche an.

Facebook und Co., aber auch professionelle Social Networks wie Xing sind aus der Rekrutierung von Personal nicht mehr wegzudenken. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen beurteilen den Einsatz dieser Social Media Kanäle positiv. Knapp die Hälfte der befragten Firmen beschäftigt sogar spezielle Mitarbeiter für ihre Recruiting-Kanäle im Social Web.

MercuryPuzzle will das Recruiting revolutionieren

9. Juni 2013

Eine Gruppe Wiener Studenten hat sich kein kleineres Ziel gesetzt, als das klassische Recruting mit nur einer Seite zu revolutionieren. Die Grundidee ist bestechend – bei professioneller Umsetzung könnten die hochgesteckten Erwartungen sogar übertroffen werden.

Bewerber und Unternehmen puzzlen

Ausgangsbasis ist die Webseite https://mercurypuzzle.com/ – der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Recruiting-Prozesses. Der Auftritt ist dem Jahr 2013 angemessen, ein modernes Design und der gute Aufbau verwöhnen das Auge bei der Einholung der Informationen.

Hier stellen sich die Unternehmen vor während die Bewerber durch einen Persönlichkeitstest ihren Teil zur Arbeits-Findung beitragen. Die Tests sind laut Andreas Altheimer von MercuryPuzzle patentiert und nach wissenschaftlichen Maßstäben angelegt. Weiterhin werden die Lebensläufe analysiert und durch weitere Zusatzangaben („Arbeiten Sie lieber in Wohn-Nähe oder würden Sie für den neuen Job auch umziehen“) wird ein Scoring erstellt und dem Bewerber passende Unternehmen präsentiert.

Mercury Puzzle Startseite

Big Data für den richtigen Job

Je mehr Informationen die Seite von Bewerber und Unternehmen sammeln kann, desto exakter fällt die Übereinstimmung aus. Kann das Unternehmen beispielsweise einen Wert angeben, wie viel im ausgeschriebenen Job im Büro und wie viel im Ausland gearbeitet wird, präsentiert MercuryPuzzle das Unternehmen eher dem reisefreudigen Bewerber als der Person, welche angibt nur in fünf Kilometer Umkreis arbeiten zu mögen.

Werden bei diesem Prozess die richtigen Fragen gestellt und vom Bewerber ehrlich beantwortet, sollten viele böse Überraschungen bereits im Vorfeld unterbunden werden. Das kann aber nur funktionieren, wenn viele Bewerber viele Informationen preis geben und auch die Unternehmen ihre Profile auf der Seite pflegen.

Datenpflege, Aufbau, Tests, Neuordnung

Die Seite erzielte bereits in der Beta-Phase von September bis Dezember 2012 beachtliche Erfolge: im Rahmen des Pioneers-Festival’s kam MercuryPuzzle in die Top 10 von 850 Startups weltweit, bei dem The Europas-Event in Berlin sogar unter die Top 5 von 1.000 Startups. Anschließend ging der Auftritt offline, die bisher gewonnenen Erkenntnisse eingearbeitet und am 25. März 2013 endgültig gelaunched.

Die Chance, alles an einem Ort zu vereinen

Noch ist die Seite jung und enthält viele Unternehmen aus der regionalen Umgebung des Gründungs-Teams. Große Fische wie SAP oder Sixt sind aber bereits dabei und viele weitere werden hoffentlich folgen.

Denn das wäre eine schöne Zukunftsaussicht: Wenn alle relevanten Unternehmen auf MercuryPuzzle präsent wären, ist die Suche nach dem richtigen Job nur noch ein Mausklick (und anschließendem Vorstellungsgespräch, natürlich). Durch das Scoring ist klar ersichtlich, an welchen Punkten sich Bewerber und Unternehmen reiben – und was dafür spricht, dort anzufangen.

Es ist dann völlig egal, ob es sich um einen kleinen mittelständischen Familienbetrieb handelt oder um Großkonzerne mit ganzen Recruiting-Abteilungen – die Chancen sind gleich verteilt.

Fachkräftemangel in Deutschland

18. März 2013

Trotz einiger wirtschaftlicher Unsicherheiten in der Eurozone hat sich der deutsche Arbeitsmarkt in den letzten Jahren als erstaunlich robust und widerstandsfähig erwiesen. Insbesondere gut ausgebildete und hochqualifizierte Arbeitskräfte, die zudem noch ein gewisses Maß an Berufserfahrung nachweisen können, haben auf dem heutigen Arbeitsmarkt gute bis sehr gute Karten. Wie die schon lang anhaltende Diskussion um den Fachkräftemangel in Deutschland erkennen lässt, werden genau diese hochqualifizierten Arbeitnehmer in verschiedenen Branchen gesucht. Aufgrund des demographischen Wandels wird sich dieser Trend wohl nochmals zusätzlich verstärken. Beste Aussichten also für Arbeitnehmer mit einer soliden akademischen oder fachlich-praktischen Ausbildung.

Den nächsten Karriereschritt gehen: Die vielfältigen Möglichkeiten des Internets nutzen

Während Hochschulabsolventen die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt dafür nutzen können, um die Hürde des Berufseinstieges möglichst schnell und unkompliziert zu bewältigen, ist es gerade für Arbeitnehmer mit Berufserfahrung eine Chance, den nächsten Karriereschritt zu wagen. Wo Konjunktur und Arbeitsmarkt solide dastehen, dort tun sich auch für Spitzenkräfte neue Möglichkeiten auf. Es lohnt sich also, kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Hierfür sollten natürlich auch die vielfältigen Möglichkeiten im Internet genutzt werden. So lassen sich beispielsweise an dieser Stelle hochwertige, gutbezahlte und verantwortungsvolle Stellenangebote speziell für hochqualifizierte Fachkräfte finden. Es wird also eine gute Möglichkeit geboten, um der eigenen Karriere den richtigen Schub zu verleihen.

Gerade wer bereits über eine solide Ausbildung und ein wenig Berufserfahrung verfügt, der muss immer auch ein wenig strategisch denken, wenn man seine eigene Karriere erfolgreich aufbauen will. Eine der vielen Fragen, die sich hierbei stellen können, sind zum Beispiel:

  • Wie netzwerke ich am besten? Welche Leute kenne ich bereits und wie knüpfe ich am besten neue berufliche Kontakte?
  • Welche Fachmessen und Tagungen kann ich besuchen?
  • Wie präsentiere ich mich am besten für potentielle Arbeitgeber?

Wer seine Karriere aktiv in die Hand nimmt, dem fallen sicherlich noch einige weitere solcher Fragen ein, die den individuellen Begebenheiten Rechnung tragen. Es zeigt sich allerdings, dass gerade das Internet als Instrument der Selbstvermarktung und des Netzwerkens immer wichtiger wird. Wer diese Tatsache nicht nur erkennt, sondern auch aktiv nutzt, der hat schon einiges gewonnen.

Karriere Blog Dienst-Tags KW11

12. März 2013

Jeden Dienstag „Dienst-Tags“: lesenswerte Artikel kombiniert mit unserer Verschlagwortung (Tags, Labels, Stichwörter) von Nachrichtenseiten, Blogs und Unternehmen in einer wöchentlichen Link-Schau.

Sie kennen oder haben so einen Artikel? Schicken Sie ihn uns!

#Arbeitswelt
derStandard.at: 427 Einzelanalysen von 2009 bis 2012 zeichnen ein unproduktives Bild der heutigen Arbeitswelt.

#Personaler, #HR
Karrierebibel entschlüsselt die Standard-Phrasen in Stellenanzeigen: Dynamisches Unternehmen? – Stellen Sie sich auf Chaos ein!

#Tipps, #Bewerbung
Kreative Bewerbungen setzen sich vom Standard ab – hier werden 25 gute Beispiele gezeigt, warum

Neues von der Deutschen Bahn Karriere

6. März 2013

Die Deutsche Bahn nimmt im Social Media Recruiting fast schon eine Vorzeige-Position ein. Wer wissen will, wie ein großer Arbeitgeber in Deutschland erfolgreich auf Mitarbeiter-Suche geht, sollte sich die Karriere-Seiten der DB genauer ansehen.

Im April 2011 berichteten wir kurz über die erste größere Kampagne der DB im Social Media Bereich, seitdem hat sich natürlich einiges getan: im November letzten Jahres bekam die Arbeitgebermarke Deutsche Bahn neue Unterstützung und bewirbt auch im März 2013 noch mit großen Plakaten den ehemaligen Staatskonzern. Der Bereich Social Media wurde konsequent ausgebaut; statt lieblos lediglich neue Stellenangebote reinzuklatschen werden auch mal beeindruckende Fotos gepostet und den Fans bzw. Followern auf Twitter ein schöner Mehrwert geboten.

Ganzes Team statt Halbzeit-Posten

Twitter Account DBKarriere

Quelle: Twitter @DBKarriere

Dass die Interaktion mit der Zielgruppe ziemlich gut funktioniert, zeigt ein Blick auf die Timeline der Karriereseite. Hier wird unkompliziert nach Möglichkeiten zur Umschulung zu Eisenbahnern im Betriebsdienst gefragt, über den Verbleib einer Antwort auf die erfolgte Bewerbung nachgehakt oder sich einfach nur bedankt, dass der Einstieg dank ihrer Hilfe so leicht geklappt hat.
Damit das so abläuft und innerhalb weniger Stunden eine zufriedenstellende Antwort erfolgen kann, kümmert sich ein Team von drei Frauen und einem Mann, welches auf der Twitter-Seite kurz vorgestellt wird, um die Anliegen. Sympathisch kommen sie auf jeden Fall rüber und brechen dadurch im Vorfeld bereits ein wenig das Eis. Andere große Unternehmen wollen sich das nicht leisten und wundern sich aber gleichzeitig, warum das „mit diesem Facebook“ nicht so funktioniert, wie gewünscht.

Wenn die Technik Probleme macht

Ganz frei von Frust ist der Auftritt der DB Karriere dennoch nicht: Das liegt zum einen daran, dass so mancher nicht zwischen dem Personal-Recruiting und der Service-Stelle unterscheiden kann und daher seinen Unmut über die Verspätung seines Zuges äußert, zum anderen aber auch an dem Problem, dass das vierköpfige Team eben nicht aus den Entwicklern und Produkt-Managern der DB-Bewerbungs-Seite besteht:
Technische Probleme wie ein defekter Datei-Upload schreckt potentielle Nachwuchskräfte ab und killt jede Conversion-Rate (in diesem Fall die erfolgreiche Bewerbung; ein schöner Beitrag hierzu findet sich in dem schon einmal verlinkten Beitrag von Jannis Tsalikis). Wären Karriere-Team und Karriereportal enger verzahnt, ließen sich solche Probleme noch schneller aus der Welt schaffen.

So sollte es nicht laufen, zumindest aber existiert ein Ansprechpartner (Quelle:  Deutsche Bahn Karriere)

Mehrere Nutzer beklagten zum Beispiel, dass sie ihre Bewerbung nicht abschicken konnten und wurden vom Team auf einen anderen Browser verwiesen. Dies schien dann in der Tat zu funktionieren, jedoch sollte ein so großes Karriereportal wie das der DB auch mit Firefox einwandfrei arbeiten. Hilfe dank Social Media: gut. Technische Umsetzung der Online-Bewerbung: Nachholbedarf.

Früher war meist der IE als Ursache für Komplikationen auszumachen, aber heute… ?

Die richtige Mischung

Wer eine Weile auf der Fanpage der Deutschen Bahn Karriere verbringt, erhält durchaus den Eindruck, dass der Auftritt lebendig ist und liebevoll gepflegt wird, jedoch nicht frei von Mängeln ist. Gerade bei Problemen technischer Natur sollte bessere und schnellere Hilfe geleistet werden können. Hierfür sind aber andere Anlaufstellen notwendig, um das Betriebssystems, den verwendeten Browser und vieles mehr zu erfassen, damit die Seite optimiert werden kann.

Schnelle und sinnvolle Unterstützung: so sollte es laufen.

Grundsätzlich lässt sich aber bedenkenlos auf die Seiten der DB-Karriere verweisen, wenn nach guten Beispielen im Social Media Recruiting gefragt wird. Denn lesenswert ist der Auftritt für die Zielgruppe und Interessierte allemal.

Online bewerben – Teil 2

28. Februar 2013

Wie in einem früheren Eintrag bereits begonnen, folgt hier eine weitere Übersicht für richtige Online-Bewerbungen. Weg von den vorgekauten Mappen, hin zu Formularfeldern und Anhänge verwalten: diese Art der Kontaktaufnahme wird auch 2013 an Bedeutung weiter gewinnen und die althergebrachte Bewerbung per Post weiter verdrängen. Doch was gibt es zu beachten, bevor der Senden-Knopf angeklickt wird? Ein kleiner Überblick – Teil 2:

Korrekte Formatierung

Nicht nur richtige Grammatik und Rechtschreibung sind – wie bereits angesprochen – äußerst wichtig, auch die korrekten Formatierungen sind für eine Online-Bewerbung sind mehr als nur ein nettes Gimmick. Vor allem wenn die Daten nicht in Formularfelder sondern als PDF per E-Mail verschickt werden sollen, gilt es, klare Strukturen zu wahren:

  • Einfach, aber macht schon Mal den Löwenanteil aus: bei längeren Texten wie zum Beispiel einem Motivationsschreiben auf Sinnabschnitte achten und entsprechend einen Absatz einfügen. Das erleichtert dem Personaler auch einen längeren Text aufmerksam durchzugehen und vereinfacht das Lesen ungemein.
  • Überschriften auf gleiches Aussehen prüfen: die Überschrift für Persönliche Daten ist fett, die für den bisherigen Werdegang normal formatiert? Das wirkt unprofessionell und fällt Personalern sofort ins Auge.
  • Beispiel falsche Formatierung
    Unterschiedliche Formatierung: so nicht!

    Zeilenabstände alle gleichmäßig eingehalten? Hier aus Versehen einen Absatzabstand mehr oder ganz rausgelassen wirkt in der Gesamtansicht störend und darf in einem sauberen Schreiben nicht vorkommen. Abstände der Absätze gehören hier genau so dazu.

E-Mail mit Klarnamen

Was bringt die beste Online-Bewerbung, wenn der Personaler diese von 1337maxpowern00b@gmx.de erhält? Die wohl einfachste Art für eine seriöse E-Mail ist die Verwendung des eigenen Namens, im Idealfall meines Erachtens vorname.nachname@provider.de. Wer sich schon im Posteingang von den Mitbewerbern absetzen will, gibt im Idealfall keinen Provider sondern seine eigene Seite an: mail@vorname-nachname.de oder Ähnliches. Aber auch hier gilt: eine E-Mail wie mail@max-powergamer.de dann vielleicht doch lieber vermeiden.

HTML-Verzicht in der E-Mail

Eine E-Mail sollte bei der Bewerbung als „Nur-Text“ abgeschickt werden, nicht als HTML-E-Mail. Zwar werden inzwischen fast alle Nachrichten korrekt dargestellt, aber so mancher Unternehmer muss sich eben doch noch mit Outlook 2000 rumschlagen und erhält unter Umständen kryptische Mitteilungen statt einer schönen Anrede.
Auf werbelastige E-Mail-Programme wie z.B. IncrediMail mit blinkenden Animationen sollten gänzlich verzichtet werden. Hier ist Seriöses wie Outlook oder – als kostenlose Alternative – Mozilla Thunderbird die richtige Wahl.

Signatur ist Pflicht

„Mit freundlichen Grüßen“, Vorname Nachname, Adresse. Schön untereinander geschrieben und immer identisch. Adresse und Co. gehören – im Gegensatz zum Anschreiben – nicht gleich zu Beginn, sondern am Ende der E-Mail rein.

Beispiel-Signatur
Die wichtigsten Kontaktinformationen auf einen Blick: eine saubere Signatur hilft

Setzen Sie sich auf BCC

Damit Sie sicher wissen, ob Ihre Bewerbungs-E-Mail mitsamt Anhang erfolgreich verschickt wurde, setzen Sie eine Ihrer E-Mail-Adressen oder die eines Bekannten auf BCC (Blind-Kopie). Der Empfänger bekommt davon nichts mit und Sie können beruhigt sein, dass ein Nichterreichen der Nachricht nicht Ihr Fehler war.

Bewerbungsgespräch am Kletterfelsen – die Students of Sports Veranstaltung

22. Februar 2013

Soll das nächste Bewerbungsgespräch statt im Chefbüro beim Mountainbiken, Canyoing oder am Kletterfelsen stattfinden? Diesen ungewöhnlichen Weg gehen  „Students of Sports“ – SoS Events mit ihrer dreitägigen Premiere in den Bergen des Kleinwalsertals in Österreich.

SoS Events, ursprünglich für „Students on Snow“, weitet seine sportliche Jobbörse auf den (Spät-) Sommer aus und veranstaltet diese zum ersten Mal im September. Die Organisation der Veranstaltung übernimmt auch hier wieder Simsalabim Reisen.

Das Students of Sports Konzept

Students of Sports - KletternAn dem Wochenende vom 27. bis 29. September treffen Absolventen und Unternehmen bei verschiedenen Sportaktivitäten aufeinander und können sich abseits vom Büro in lockerer Atmosphäre kennen lernen. Denn das verspricht sich der Veranstalter: eine ungezwungene Stimmung soll beiden Seiten ermöglichen, sich genauer kennen zu lernen und herauszufinden, ob Arbeitgeber und Bewerber zueinander passen.

Erfahrung mit diesem Konzept konnte SoS Events bereits mit dem Winterprogramm einholen, bei dem letztes Jahr 650 Studenten in der Schweizer Winter-Ferienregion Savognin teilnahmen. Hier konnten die ersten Kontakte an den Infoständen in der Hotellobby oder dann später auf der Piste bzw. einem warmen Glühwein geknüpft werden.
Hierbei waren Unternehmen wie Bayer AG, BASF, Siemens, Tesat Spacecom, Ecenta, Peek & Cloppenburg oder careerloft vertreten.

Mountainbiken für Absolventen auf Jobsuche

Mountainbiken für Absolventen auf Jobsuche: Schweiß fließt hier nur aufgrund der sportlichen Aktivitäten – und nicht aus Angst, das Vorstellungsgespräch zu vermasseln. Das erhoffen sich die Veranstalter von „Students of Sports“

Karriereblog.net hat bei Jörg Orlowski von SoS Events nachgefragt:

Was kostet die Veranstaltung für die Studenten?

CanyoningDie Teilnahme kostet zwischen 79 Euro und 119 Euro, je nach gebuchter Unterkunftskategorie. In diesem Preis enthalten sind bereits zwei Outdoor-Aktionen wie: Mountainbiken, Klettern, Canyoning, Bergabenteuer, Klettersteig und Bergtour. Am Samstag und Sonntag kann jeweils an einer Tour teilgenommen werden. Eine Übersicht gibt es auf students-of-sports.de

Nach welchen Kriterien werden die Studenten ausgewählt bzw. aus welchen Bereichen sollten sie kommen?
Die Studenten werden nicht ausgewählt. Jeder kann teilnehmen! Wir treffen eine gewisse Auswahl durch die Universitäten und Fachbereiche, die wir gezielt bewerben. Dabei richten wir uns nach den Vorgaben der teilnehmenden Firmen. In den letzten Jahren wurde eher ein Schwerpunkt auf die technischen Berufe gelegt. Jedoch ist unsere Tür für niemanden verschlossen.

Wie hoch ist die Chance für Interessierte daran teilnehmen zu können?
Im Grunde ist die einzige Beschränkung die Kapazität des Kleinwalsertals. Das Gebiet ist gerade im Winter ein sehr beliebtes Urlaubsziel, im ruhigeren Sommer profitieren wir stark von der guten Infrastruktur.

Impressionen von Students of Sports

Tipi-Landschaft

Hier gibt’s Abendessen und Rahmenprogramm: in den Tipis präsentieren sich auch die Unternehmen in etwas anderer Atmosphäre

Umgebung für Students of Sports

Das hat mit Vorstellungsgespräch im Büro wenig zu tun: die Umgebung für „Students of Sports“

Karriereblog.net wird in den weiter über diese unkonventionelle Art des Recruitings berichten und wünschen den Veranstaltern, aber vor allem Studenten und Unternehmen viel Erfolg!

Bilder: Pressefotos von SoS Events