Bewerbung

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„Für das Können gibt es nur einen Beweis – das Tun!“ lautet ein berühmtes Zitat, welches Marie von Ebner-Eschenbach zugeschrieben wird. Um dieses Tun aber unter Beweis stellen zu können, muss sich jeder Angestellte vorab beim neuen Arbeitgeber bewerben.
Die klassische Bewerbungsmappe wird hier zunehmend von Online-Bewerbungen verdrängt und Einstellungsgesprächen sind heutzutage oft Assessment-Center vorgeschaltet, die Bewerber erst einmal kräftig aussortieren.

Bewerbungsmappe

E-Recruitment ist zwar stark im Kommen, aktuell jedoch überwiegend nur für Akademiker interessant. Viele klassische Berufe und mittelständische Unternehmen setzen nach wie vor – auch aufgrund mangelnder Ressourcen, um eine entsprechende Online Plattform aufzubauen – auf die altbewährte Bewerbungsmappe.

Hierbei kann der potenzielle Arbeitnehmer einiges falsch machen, was bei vielen Bewerbern auf eine vakante Stelle schnell zum vorzeitigen Aus führen kann. Denn die Mappe wird bei einer Flut von Bewerbungen als erste Ebene zum Aussortieren benutzt. Es lohnt sich daher, sich ein wenig mit den Gepflogenheiten der Personaler- und Bewerbungswelt zu beschäftigen:
Die Mappe muss sauber und ohne Knicke sein und sollte dem Job entsprechend ausgewählt werden. Auch gilt es, die Mappe und das Anschreiben berufsspezifisch auszuwählen: In der Medienbranche sollte es bunter zugehen als bei Bankangestellten, hochwertig sollten die Mappen aber alle sein. Der Bewerber verdeutlicht damit, dass er es wirklich ernst meint mit dem neuen Job und durchaus bereit ist, Geld auszugeben.

Bewerbungsschreiben

Der Fehler wird leider so oft und gerne gemacht, dass er hier an erster Stelle erwähnt werden muss: ein Anschreiben in der Bewerbungsmappe darf kein mehrfach verwendbares Dokument sein! Es muss immer auf das Unternehmen abgestimmt individuell geschrieben werden. Der Bewerber muss auf einzelne Aspekte des Stellenangebotes eingehen, Vorteile der Firma aufzählen und warum er sich gerade bei dieser bewirbt.

Des Weiteren gibt es einige kleine Grundregeln zu beachten: korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind keine schönen Deko-Elemente, sondern absolute Pflicht und müssen einwandfrei sein. Daher die komplette Bewerbung immer von anderen Personen gegenlesen lassen!

Am Ende des Anschreibens die Auflistung der Anhänge nicht vergessen: dass ein Lebenslauf, Zeugnis und andere Dokumente wie Bescheinigungen, Urkunden und Ähnliches beiliegen, ist zwar selbstverständlich, doch stellt der Bewerber damit sicher, dass der Personaler keine Dokumente übersieht.

Bewerbungsfoto

Nicht nur eine hochwertige Bewerbungsmappe, auch das Foto unterstreicht den Willen, den Zuschlag zum neuen Job zu erhalten. Entsprechend sollte ein Bewerbungsfoto nicht aus dem Fotoautomaten vom Bahnhof stammen, sondern professionell geschossen werden. Fotografen verlangen dafür aber auch ihren Preis:

Zwischen 30 und 50 Euro sollte man durchaus bereit sein zu zahlen, um ein geeignetes Foto für die Bewerbung zu erhalten. Hierfür darf der Kunde aber auch eine entsprechende Gegenleistung erwarten: passt die Kleidung zum beworbenen Job, wirkt es overdressed oder muss nicht doch die Krawatte um den Kragen?

Nicht zu ernst, nicht zu witzig: einfach seriös

Der Fotograf sollte hier seine Erfahrungen in einem Vorgespräch mit einbringen und beratend zur Seite stehen. Im Idealfall ist das Bewerbungsfoto auf ein bestimmtes Unternehmen abgestimmt und Dresscode, Blick und Frisur entsprechend darauf ausgelegt.

Bewerbungsgespräch

Neben einem gelungenen Bewerbungsschreiben bietet vor allem der Lebenslauf dem Personaler einen guten Überblick über die neu einzustellende Arbeitskraft. Schulischer Werdegang, Zusatzqualifikationen sowie  Hobbies und Interessen sind dort in der Regel zu finden. Auf dieser Basis wird er ein Gespräch Ihnen als Bewerber beginnen, daher sollte Ihnen der Inhalt voll vertraut sein.

Es gibt Fragen, die darf ein Personaler immer stellen – und es gibt welche, die immer unzulässig sind. In unseren Blogeinträgen beschäftigen wir uns immer wieder mit den rechtlichen Eigenheiten eines Bewerbungsgespräches.

Beiträge auf karriereblog.net

Mai 2011: Online bewerben: das gilt es zu beachten
Februar 2012: Online bewerben – Teil 2