Autoren-Archiv: Lisa

Lisa Fischer arbeitet bei Experte24 und schreibt hier in unregelmäßigen Abständen über Fortbildungsmöglichkeiten für den Beruf und aktuelle Ereignisse in der HR-Szene.

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Ganz einfach aus der Masse herausstechen – Bewerbungsdesign und Farben

20. März 2015

Für Bewerber ist die Bewerbung bei Unternehmen leicht mit einem Speed-Dating zu vergleichen. Sie haben nur wenige Sekunden Zeit, um einen Personalverantwortlichen von sich zu überzeugen – da kann jedes Detail entscheidend sein!

Bleiben wir einmal bei dem Beispiel mit dem Speed-Dating:

Der Bewerber geht in einen großen Saal mit vielen kleinen Tischen für zwei Personen und weiß ganz genau, dass ihm nur dreißig Sekunden bleiben, um das Gegenüber kennenzulernen und diese Person gleichsam von sich zu überzeugen. 30 Sekunden sind dabei nicht viel. Neben dieser Herausforderung bleibt noch eine andere bestehen: Die Konkurrenz. Diese schläft in den seltensten Fällen und hat ebenfalls ihre verschiedenen Argumente, um zu überzeugen.

Um die ganze Szenerie noch grauenhafter zu gestalten: Sie können sich mühelos zu den Mitbewerbern gesellen, ohne groß aufzufallen. Alle tragen die gleiche Kombination aus grau/weiß, haben die Haare ordentlich frisiert, die gleichen Brillen werden getragen usw. Willkommen im Land der grauen Mäuse – Auffälligkeiten werden vergeblich gesucht. Wie soll bei dieser Masse denn der geeignete Kandidat gefunden werden, wenn sich alle doch so sehr ähneln?

Gleiches gilt für die Bewerbung:

Obwohl sich viele fragen, wie sie ihre Bewerbungen optisch ansprechender gestalten können, bleiben sie hinterher doch in ihren einheitlich weißen Blättern mit den farblich abgesetzten Überschriften und der schwarzen Textfarbe gefangen. Entweder es fehlt die Zeit, die Kreativität oder die Angst übermannt den Aspiranten urplötzlich: Was ist, wenn das zu kitschig ist? Was passiert, wenn ich nicht die Lieblingsfarbe des Personalers treffe? Wenn ich eine falsche Form wähle – werde ich dann nicht genommen? Welche Farben eignen sich denn überhaupt?

Die Panik ist dabei ganz unbegründet! Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich die eigene Bewerbung ganz leicht gestalten – vom Deckblatt über das Anschreiben, bis hin zum Lebenslauf.

Zunächst einmal gilt es, sich folgende Fragen zu stellen

  • Was möchte ich über mich selbst aussagen mit Farben und Formen?
  • Gibt es eine dominante Farbwahl auf meinem Bewerbungsbild?
  • Welche Farben hat das Unternehmen zur eigenen Repräsentanz gewählt?
  • Auf welche Position möchte ich mich bewerben?

Jede Farbe hat ihre ganz eigene Bedeutung und beeinflusst ganz unbewusst unsere Wahrnehmung. Für die eigene Karriere kann sich eben diese Wahrnehmung äußerst positiv auswirken – insofern sie richtig genutzt wird.

Wer sich an die Fragen hält, jedoch nicht auf jede direkt eine Antwort parat hat, der kann nach dem Auswahlverfahren arbeiten. Zum Beispiel: Das Unternehmen selbst hat kein eigenes Farbbranding, sondern lediglich einen schwarzen Schriftzug. Jedoch vertritt die Firma eine ökologische Umweltpolitik und ist ansonsten sehr gradlinig strukturiert. Das heißt, dass sich eine Gestaltung mit Grüntönen anbietet, da diese nicht nur mit Vitalität, sondern auch mit Natur in Verbindung gebracht werden.

Das eigene Bewerbungsfoto besticht unterdessen durch Blautöne (beispielsweise durch einen hellblauen Hintergrund, eine blaue Bluse/ein blaues Hemd etc.). Die Farben Blau und Grün lassen sich zusammen gut kombinieren. Eine Möglichkeit für das Bewerbungsdesign wären zum Beispiel schmale Linien am Rand des Blattes, die in einem Farbverlauf von Grün zu Blau wechseln. Ebenso können sich diese Farben dann in den Überschriften der Bewerbung wiederfinden, sodass eine einheitliche Gestaltung gegeben ist.

Weitere Tipps für die farbliche Gestaltung der eigenen Bewerbung

  1. Recherchieren! Es ist bekannt, dass es im Internet verschiedenste Vorlagen und Muster für Bewerbungen kostenlos zum Download gibt. Achtung: Diese sollten niemals einfach so verwendet werden!!
    Dennoch können diese Vorlagen hilfreich sein, um sich einfach einmal daran zu orientieren, was bereits bekannt ist und wie umfangreich die Gestaltung sein kann.
  2. Der Kreativität freien Lauf lassen! Wer nicht auf Anhieb weiß, was er selbst optisch ansprechend findet, kann sich zunächst erste Entwürfe aufzeichnen und dort mit verschiedenen Farben spielen. Manche Ideen sehen einmal aufgezeichnet schon ganz anders aus, als am PC.
  3. Freunde und Verwandte fragen: Wer sich selbst nicht sicher ist, wie die Farben der eigenen Bewerbung wirken, der sollte sich Meinungen von Außenstehenden einholen. Außenstehend meint in diesem Fall, dass sich die besagte Person nicht intensiv mit den Unterlagen beschäftigt hat und vollkommen unvoreingenommen einen Blick darauf werfen kann.

Folgen einer designten Bewerbung

Wer mit seinen Bewerbungsunterlagen ein bisschen spielt und seiner Kreativität bis zum letzten Schliff hin freien Lauf lässt, der muss natürlich ebenfalls mit den Konsequenzen rechnen. Gehen wir einmal zurück zum Speed-Dating. Zuvor befand sich der Kandidat in einer einheitlich grauen Masse von Mitbewerbern. Jetzt kommt der Kandidat vom Umstyling und alle Augen richten sich direkt auf ihn. Dabei wurde lediglich das grau durch ein ansprechendes Marineblau ersetzt und ein paar dezente Accessoires hinzugefügt.

Was weiter passieren wird: Der Kandidat hinterlässt einen vertrauensvollen Eindruck (die Farbe blau steht u. a. für Vertrauen) und bleibt im Gedächtnis des Gegenübers – obwohl nur 30 Sekunden Zeit für einen ersten Eindruck (beim Speed-Dating) bleiben. Dadurch kann es dazu kommen, dass dieser Speed-Dater eine Runde weiter kommt und dort persönlich von seinen Stärken erzählen kann.

Übertragen auf den Bewerber heißt das, dass ein positiv auffallendes Design dazu führen kann, dass der Personaler ihn zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Zu guter Letzt

Dadurch, dass die Bewerbungsmappe leicht verändert und an den Kandidaten sowie das Unternehmen angepasst wird, kann positiv Aufmerksamkeit generiert werden. Wer es jedoch übertreibt, erzielt genau den gegenteiligen Effekt. Daher sollte sich ein jeder folgende Don’ts vor Augen halten:

  • Nicht übertreiben! Zu viele Farben überfordern den Betrachter. Sie wirken, je nach Farbe, nicht nur zu bunt, sondern ebenfalls kitschig. Wer möchte schon wie ein Paradiesvogel erscheinen?
  • Neon- und Signalfarben vermeiden! Natürlich fällt so eine Colorierung direkt ins Auge, aber nicht positiv.
  • Niemals, absolut niemals, die Farben der Konkurrenz für das eigene Bewerbungsdesign verwenden! Wer sich bei der Deutschen Bank zum Beispiel bewerben möchte, der sollte nicht das knallige Rot der Sparkasse für die Farbgebung nutzen, sondern bei einem Blauton bleiben.

Sprachkenntnisse im Beruf – ein entscheidender Vorteil?

29. April 2013

Dass Fremdsprachen in der Karriere wichtig sind, hört man immer mal wieder. Doch was bringen Sprachkenntnisse im Beruf wirklich? Reicht das Schulenglisch nicht vollkommen aus?

Sprachreisen - Symbolbild

Sprachreisen heißt auch, andere Länder zu entdecken

Englisch ist und bleibt sicherlich im Beruf die wichtigste Fremdsprache, die man lernen kann, denn man kann im Allgemeinen davon ausgehen, dass es die meisten Leute beherrschen. So kommt es häufig, dass zwei Gesprächspartner auf Englisch miteinander reden, von denen es aber keiner als Muttersprache spricht. Das resultierende vereinfachte Englisch ist ein auf dem internationalen Parkett bekanntes Phänomen, das zum Teil auch schon standardisiert wurde, siehe etwa Globish.

Der feine Unterschied

Gerade bei sensiblen Verhandlungen im Geschäftsleben ist es wichtig, den richtigen Ton zu geraten. Es geht nicht nur darum, dem potentiellen Kunden in bruchstückhaftem Englisch die Vorzüge eines Produkts nahe zu bringen, sondern man sollte dafür sorgen, dass sich das Gegenüber verstanden fühlt und Vertrauen fasst. Dies funktioniert nur, wenn man die Nuancen einer Sprache kennt und sich in ihr gewandt und selbstsicher ausdrücken kann. Die notwendigen Kenntnisse kann man zum Beispiel bei einem Sprachaufenthalt erwerben, welche u. A. von www.esl-sprachreisen.at angeboten werden. Hier gibt es die Möglichkeit, speziell aufs Berufsleben ausgerichtete Kurse zu wählen und auch ein entsprechendes Diplom zu absolvieren, mit welchem man auf dem Lebenslauf seine Sprachkenntnisse belegen kann.

Englisch überall

Natürlich sind Sprachkenntnisse nicht in jeder Berufssparte zwingend notwendig. Andererseits besteht in fast jeder Branche die Möglichkeit, mit nicht-deutschsprachigen Menschen in Kontakt zu kommen – dies wird in einem Europa mit offenen Grenzen auch immer öfter der Fall sein. Hier hat man mit erweiterten Sprachkenntnissen einfach einen entscheidenden Vorteil gegenüber Mitbewerbern, denen diese fehlen.

Neben der Sprache selbst ist es auch sehr wichtig, die Kultur und die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes besser zu verstehen. Dies spielt einerseits eine Rolle, wenn man direkte Geschäftskontakte in das entsprechende Land pflegt, und ist andererseits auch sehr nützlich, wenn man bei einer multinationalen Firma eine Anstellung sucht, welche die „heimische“ Kultur bei der Expansion in andere Märkte mit nimmt. Die US-amerikanische oder die britische Firmenkultur ist eine andere als die deutsche und man kann gerade bei großen, trägen Unternehmen nur bedingt Adaptierungswillen erwarten. Umgekehrt kann es daher von großem Vorteil sein, wenn man den amerikanischen oder britischen Stil lernt, etwa mit einer Sprachreise nach England, siehe hier.

Eindruck schaffen

Ähnliche Überlegungen gelten übrigens auch für andere Sprachen und Kulturen. Wenn Sie sich für eine Karriere entscheiden, bei der Sie vorwiegend mit Franzosen oder Chinesen (oder jeglicher anderer Nationalität) zu tun haben, verschaffen Sie sich zweifelsohne einen Vorteil, wenn Sie deren Sprache zumindest ansatzweise beherrschen. Sicher könnten Sie sich auch mehr oder minder gut auf Englisch (bzw. Globish!) verständigen, aber Ihr Gegenüber wird Ihre Bemühungen zu schätzen wissen. Und dieser kleine Vorteil macht einen großen Unterschied, wenn Sie sich auf dem Arbeitsmarkt hervorheben wollen!

Sprachreisen – Interview mit Martin Peters

21. September 2012

Englisch als zu beherrschende Fremdsprache ist im heutigen Berufsalltag üblich. Doch wer professionell rüberkommen will, muss ein wenig mehr machen, als nur Vokabeln wiederholen. Wir führten ein Interview mit Martin Peters über Sprachreisen für Fach- und Führungskräfte.

Herr Peters, Sie bieten seit über 20 Jahren Sprachreisen an, unter anderem auch für große Unternehmen. Was sind Ihre Erfahrungen, wie motiviert sind die Mitarbeiter, die hieran teilnehmen?

Martin Peters / superlearning.de

Sowohl Führungskräfte renommierter deutscher Unternehmen als auch Privatpersonen haben den hohen Stellenwert bzw. die Unabdingbarkeit der Kommunikationskompetenz in englischer Sprache für den beruflichen Alltag erkannt. Entsprechend hoch ist natürlich auch die Motivation, sich dahingehend weiterzubilden, und der Zustrom auf hochwertige Sprachkurse, die sich auf das Training businessspezifischer Themenbereiche spezialisiert haben.

Wie kamen Sie darauf, Sprachreisen für Fach und Führungskräfte anzubieten? War es schwer, diese Zielgruppe anzusprechen und zu gewinnen?

Durch die zunehmende Globalisierung und Vernetzung war der verstärkte Bedarf an Trainingseinrichtungen und –programmen für Fremdsprachen abzusehen, daher war es auch nicht schwer, Fach- und Führungskräfte dafür zu interessieren. Wer internationalen Erfolg haben möchte, muss in der Lage sein, mit seinen ausländischen Geschäftspartnern auf hohem Niveau zu kommunizieren.

Was war in Ihrer Firmengeschichte Ihrer Meinung nach die größte Fehlentscheidung? Wo Sie heute sagen würden: „Mensch, das würde ich jetzt anders machen.“?

Wir haben in den vergangenen 20 Jahren durch das Feedback unserer Teilnehmer, ein gutes und objektives Bild von der Qualität unserer Arbeit und der unserer Partner-Sprachschulen erhalten. Eine Fehlentscheidung gab es nicht, da wir neue Programme und das Renommee einer potentiellen neuen Partnerschule vorab sorgfältig prüfen. Mit den Jahren ändern sich die Wünsche und Ansprüche der Kunden. Diese Änderungen nehmen wir zur Kenntnis und optimieren die bestehenden Programme zusammen mit unseren Partnern dementsprechend.

Wie viele Mitarbeiter kommen bei Ihnen mit auf eine Sprachreise? Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Team?

Die Teilnehmer reisen nicht in Gruppen an, sondern individuell, was den Vorteil hat, dass die Kurse international besucht sind und nicht von großen Gruppen deutscher Teilnehmer. Unsere Mitarbeiter arbeiten an der „Basis“, d.h. sie stehen unseren Teilnehmern telefonisch zur Verfügung, wenn im Vorfeld Fragen rund um den Aufenthalt bestehen. Vor Ort sind die Lehrer der Sprachschule jederzeit gerne behilflich – immer in Zusammenarbeit mit unserem Team.

Bekommen Sie Feedback von ehemaligen Kunden, die Sprachreisen hat sie im Beruf weiter gebracht?

Wir bitten jeden Teilnehmer nach seiner Rückkehr auf, einen Feedback-Fragebogen auszufüllen. Die Zufriedenheit der Teilnehmer hat für uns natürlich oberste Priorität. Umso mehr freut es uns, dass fast alle mit den Schulen, den Unterrichtsmethoden und dem Lehrerkollegium sehr zufrieden waren und einen deutlichen Fortschritt für ihre Sprachkompetenz erkennen konnten. Sehr viele Teilnehmer buchen weitere Sprachreisen bei uns, um den ersten Erfolg auszubauen.

Wie bewerten sie die Zukunft von Sprachreisen? Werden es mehr?

Sprachreisen werden immer ein essentieller Bestandteil der Weiterbildung sein, denn die Bedeutung einer fundierten Sprachkompetenz nimmt weiterhin zu, und nirgends lernt man eine Landessprache schneller und nachhaltiger als im Land selbst. Die Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahme durch die Bundesländer in Form von Bildungsschecks und einer Anerkennung als Bildungsurlaub wird verstärkt in Anspruch genommen. Eine positive Entwicklung des Marktes ist daher zu erwarten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview mit Martin Peers von superlearning.de