Arbeiten von zu Hause aus – Fluch oder Segen?

20. Oktober 2011

Welcher Angestellte träumt nicht davon, sich morgens mal nicht mit dem Auto durch den Stau oder die überfüllten U- und S-Bahnen quälen zu müssen?

In Zeiten von Cloud-Computing, Share-Diensten und zuverlässigen VPN ist es in immer mehr Unternehmen durchaus möglich, nicht den täglichen Weg in die Arbeit antreten zu müssen und trotzdem ein Projekt voranzubringen.
Die Lösung heißt hier ganz schlicht: Arbeiten von zu Hause aus. Doch was bisher nur Selbständigen vorbehalten war, kann auch schnell nach hinten losgehen: mangelnde Selbstdisziplin oder Ablenkung durch die Familie und Freunde können aus der vermeintlichen Zeitersparnis das genaue Gegenteil produzieren.
Zwei wichtige Erkenntnisse müssen an dieser Stelle gegenübergestellt werden: zum einen spornen schnellere und bessere Teammitglieder in der Arbeit die langsameren zu einer höheren Leistung an (siehe Studie von Armin Falk und Andrea Ichino). Zum anderen aber kann die Gesamtleistung eines Teams schlechter sein als die Summe der Einzelleistungen der Teammitglieder (der sogenannte Ringelmann-Effekt).
Die bessere Variante auszuloten ist aber Angelegenheit des Arbeitgebers, für die Angestellten ist viel wichtiger: wie arbeite ich auch Zuhause effizient und kann den Mehrwert des heimischen Büros genießen?
Viele gute und interessante Tipps bietet hier die Seite selbstaendig-im-netz.de mit den privaten Erfahrungen des Autors.
Gerade in betriebswirtschaftlichen Studiengänge oder in der IT hat sich Home-Office bewährt. Viele Business Schools lernen ihren Master of Business Administration Studenten, eigenverantwortlich in Projektarbeiten das spätere Arbeiten im Home-Office zu trainieren.
Fakt ist, in Zeiten der ökologischen Sensibilisierung werden immer mehr die Möglichkeit in Betracht ziehen (wollen), auf mehrere Kilometer Auto- oder Zugfahrt zu verzichten und stattdessen die Aufgaben am heimischen PC zu lösen. Aufgrund der stark unterschiedlichen Erkenntnisse gilt wohl das beliebte Motto für jeden Einzelnen: probieren geht über studieren.
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