Flucht aus dem Großkonzern

10. September 2014

Was will man eigentlich mehr? Einen sicheren Job, der Geld einbringt, die laufenden Kosten deckt und für die Rente vorsorgt? Wer würde dies einfach so aufgeben?
Doch in der großen weiten Welt warten noch viele weitere Herausforderungen, Abenteuer und Chancen.

Die Welt steht offen

Die Welt steht offen

Ein großer Konzern gewährleistet zu meist ein sicheres Einkommen und einen geregelten Alltag. Jedoch kann auch dies zu psychischen Problemen führen, wenn junge Talente im Unternehmen unter gehen und sich Ideen irgendwo in der Hierarchie verlieren. Doch deswegen einfach so kündigen? Wieso nicht?

“So viele Leute gehen einer Tätigkeit nach, die ihnen nichts bedeutet”, sagt Dom Jackman dem KarriereSPIEGEL . “Die meisten trauen sich aber nicht zu kündigen – auch, weil sie keine Alternative sehen. Die wollen wir ihnen bieten.” Der 31-Jährige ist Mitbegründer von Escape the City.

Escape the City – aussteigen und neu anfangen

Screenshot

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Escape the City wurde von zwei jungen Londonern gegründet, die in ihren Jobs unglücklich waren, Sie fanden heraus, dass dies nichts für sie ist und suchten nach einer Organisation, die ihnen auf ihrem Weg helfen würde. Als sie keine fanden, gründeten sie selbst eine.
Daraus entwickelte sich eine globale Job-Community mit mehr als 140.000 Mitgliedern.

Auf der Website von Escape the City finden sich allerhand ungewöhnliche und abenteuerliche Jobs. Über einen Regler, kann man angeben, wie wild ein Job sein darf oder wie sicher er doch lieber sein sollte. Außerdem zeigt das Portal mehrere Geschichten von erfolgreichen Aussteigern, die nun glücklich sind mit ihrem neuen Leben.

Escape zum Hören, Lesen und Lernen

Die Job-Suche auf der Website ist kostenlos, nur die Inserate sind für die Unternehmen kostenpflichtig. Nur wer die Bedingungen erfüllt, kann sein Stellenangebot einstellen.

Jetzt wollen die Jungunternehmer von Escape the City auch offline aktiv werden und eröffneten eine Escape School in London mit themenspezifischen Vorträgen und Workshops. Um auch weiter auf dem deutschen Markt aktiv zu sein, haben sie ihr Buch „Das Escape Manifest – Das Leben ist kurz. Steigen Sie aus. Kündigen Sie. Fangen Sie etwas Neues an.“ Nun auch auf Deutsch herausgebracht.

Wiedereinstieg nach dem Urlaub

1. September 2014

Während der erholsamen Zeit, weit weg vom Arbeitsalltag, stapelt sich an so manchem leeren Arbeitsplatz die Aufgaben. Vieles ist liegen geblieben und will jetzt abgearbeitet werden. Schnell ist der Effekt der Erholung verflogen. Doch damit genau das nicht passiert, gibt es ein paar Tipps.

Ein paar Tage Puffer

Sprachreisen - SymbolbildZwischen der Ankunft zurück aus der Urlaubsreise und dem Neustart ins Arbeitsleben sollten einige Tage Puffer eingeplant werden. In dieser Zeit kann man dann in Ruhe auspacken und sich seelisch und moralisch wieder auf die Arbeit vorbereiten. Vor allem, wenn der Urlaubsort in einer anderen Zeitzone liegt, empfehlen sich ein paar Tage zur Überwindung des Jetlags einzuplanen.

Positiv an die Sache ran gehen

Anstatt sich über den vorbeigezogenen Urlaub, der bekanntlich nie lang genug sein kann, zu beklagen und jenem nachzutrauen, empfiehlt es sich, mit einer positiven Grundeinstellung wieder ans Werk zu gehen.
Wichtig ist es auch, dass man sich Prioritäten setzt und die anfallenden Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert. Anschließend alles nacheinander abarbeiten. Dabei auch regelmäßig Pausen einplanen und machen. Vielleicht nur kurz eine Runde spazieren gehen, sich mit Kollegen unterhalten oder eine Tasse Kaffee genießen. Und wenn gar nichts mehr hilft, eigenen sich auch Urlaubserinnerungen sehr gut, um sich schnell zu entspannen und dann weiter zu arbeiten.

Wenn doch alles recht stressig ist und einem die Arbeit schon fast über den Kopf wächst, lohnt es sich, die Urlaubsvertretung für die nächsten Ferien noch einmal einzulernen, damit beim nächsten mal alles reibungsloser von statten geht.

Umfrage: Candidate Experience

13. August 2014

Im Bewerbungsprozess geht es vordergründlich darum, sich als Bewerber von der besten Seite zu zeigen und von sich selbst überzeugen zu können. Jedoch gilt nichts anderes auch für die Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung führt derzeit eine Umfrage zu diesem Thema durch.

Employerreputation nennt sich die Persönlichkeit als Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung berät Unternehmen darin, wie sie sich als Arbeitgeber von der besten Seite zeigen können. Um darin gezielt auf häufige Schwächen und Fehler einzugehen, führt die Personalberatung zusammen mit der Fachochschule Frankfurt am Main eine Umfrage durch.

Candidate Experience: Umfrage

UmfrageBewerbungDabei geht es um Candidate Experience Management („Kandidatenerfahrungsmanagement“). Dies befasst sich damit, dass jedes Aufeinandertreffen von Bewerbern und Personalern so positiv wie möglich in Erinnerung bleibt, ungeachtet dessen, wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt. Immerhin könnte ja der perfekte Kandidat darunter sein und den möchte man auch nicht mit einem unangenehmen Bewerbungsprozess vergraulen.

Die Umfrage richtet sich an all jene, die sich in den vergangenen drei Jahren um einen Job beworben haben und fragt gezielt nach den persönlichen Erfahrungen bei der Jobsuche und im Bewebrungsprozess. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert zwischen fünf und zehn Minuten
Bei Interesse können die Ergebnisse der Studie unter info@ferber-personalberatung.de erfragt werden.

Job ist Job – Urlaub ist Urlaub

23. Juni 2014

Wenn der Urlaub schon mit Stress beginnt oder sich Kollegen in den wohlverdienten Ferien noch mit einer dringenden Frage melden, dann ist das alles andere als entspannend. Aber der Urlaub dient doch der Erholung. Wie man aber am besten in den Urlaub startet, ohne sich vom Job dorthin verfolgen zu lassen und wie man dort am besten abschaltet, dafür gibt es hier ein paar Tipps.

Urlaub

Zunächst einmal empfiehlt es sich, seine Abwesenheit frühzeitig anzukündigen und sich bei Zeiten mit den Kollegen abzusprechen, was während dieser Zeit zu erledigen ist. Das spart Stress und Druck vor dem Urlaubsbeginn. Schließlich sollte sich der Kollege auch abmelden und mitteilen, dass er ab nun nicht mehr da ist für die nächsten Wochen.

Job zu Hause lassen

Um wirklich die freie Zeit genießen zu können, sollten Unterlagen aus dem Beruf und am besten auch das Handy oder der Laptop zu Hause gelassen werden. So wird man nicht verleitet, sich von dem Entspannen abzulenken mit lästiger Arbeit.

Im Urlaub ticken die Uhren außerdem anders, deswegen wird auch alles vergessen, was mit Zeit- und Selbstmanagement zu tun hat. Was jetzt zählt, ist die Erholung. Das gilt vor allem auch, wenn man an der Hotelbar mal fünf Minuten länger auf seinen Cocktail warten muss. Immer dran denken: Sie haben Zeit. Regen Sie sich also nicht unnötig über solche Kleinigkeiten auf.

Stressfreie Rückkehr

Ebenfalls ist anzuraten dem stellvertretenden Kollegen zu bitten, eintreffende E-Mails vor zu sortieren, damit das Chaos bei der Rückkehr auch gleich minimalisiert wird – sonst war der Urlaub ja für die Katz.

Bewerbung: Freunde als Referenz

4. Juni 2014

Mit bester Empfehlung – Referenzen werten Bewerbungen auf. Im Normalfall sind diese aber aus dem beruflichen Umfeld. Ehemalige Chefs und Kollegen äußern sich zur Arbeitsleistung eines Bewerbers. Doch inzwischen gehen Personaler noch einen Schritt weiter: Freunde werden nach den Kompetenzen der Bewerber gefragt. Nur ein falsches Wort und vorbei könnte der Traum vom neuen Job sein.

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Tipps für die perfekte Bewerbung gibt es zahllose und Literatur für die passende Antwort auf jede Frage im Vorstellungsgespräch ist geradezu endlos. Die Bewerber verlieren an Authentizität. Das findet zumindest Horst Stemmer, Personalleiter von Servier Deutschland, wie er im Interview mit dem KarriereSPIEGEL verlauten lässt.

Gute Freunde – gute Referenz?

Das Pharmaunternehmen hat sich deshalb für die Einstellung neuem Personals etwas neues ausgedacht: Jeder Bewerber muss insgesamt sechs Referenzen angeben, drei berufliche und drei private oder persönliche – also Freunde.
Verena Töpper, Redakteurin beim KarriereSPIEGEL, fungierte als solche Referenz für ihre Freundin Lena, die daraufhin gefeuert wurde.

Pflichtbewusst bereitete sich die Redakteurin auf das Gespräch vor. Die Fragen ähneln denen aus herkömmlichen Vorstellungsgesprächen und nach wenigen Minuten ist das Telefonat vorbei. Töpper hat ein gutes Gefühl, doch die Ernüchterung folgt einige Tage später.

Die Referenzprüfer fassen alle Ergebnisse zusammen und geben ein Urteil weiter: Referenz war positiv oder eben negativ. Bei letzteren wird sich gegen den Bewerber entschieden. Dies sei laut Stemmer nur sehr selten der Fall. Außerdem gab die Firma an, dass die Referenzen nicht allein den Ausschlag für eine Entscheidung geben.

Kritik aus Personaler-Kreisen

Experten aus dem Personalwesen sehen diese Art des personalen Rekrutierens eher kritisch. „Diese Art von Referenz hat wenig Aussagekraft“, sagt Tiemo Kracht, Chef-Personalberater von Kienbaum. Freunde hätten zu wenig Einblick in das berufliche Leben des Bewerbers und könnten viele Anforderungen und Fähigkeiten nicht richtig einschätzen.

Bewerbungsexperte Jürgen Hesse war im SPIEGEL-Job-Interview geradezu erschüttert: „ Da bin ich baff. Arbeitgeber verlangen jetzt häufiger Referenzen, aber berufliche: Ein, zwei ehemalige Vorgesetzte sollen über Bewerber Auskunft geben.“
Referenzen zu verlangen ist inzwischen schon fast normal geworden, denn viele Personaler trauen den Arbeitszeugnissen nicht, da sie zu sehr standardisiert werden.
Eine Möglichkeit, wie man dieser Prozedur entkommen kann, sieht Hesse allerdings nicht: „Wer den Job haben will, hat keine andere Wahl, als gute Miene zu diesem dummen Spiel zu machen.“

Die Bewerber-Recherche im Web, besonders in sozialen Netzwerken ist inzwischen auch Gang und Gebe. Wohin soll das nur führen? Das fragt sich auch der Bewerbungsexperte: „Was werden sie in zehn Jahren verlangen – einen Gentest?“

Das gesamte Interview mit Jürgen Hesse in SPIEGEL JOB.

Gehalt und Karriere im Projektmanagement

14. Mai 2014

Professionelles Projektmanagement hat mittlerweile Einzug in zahlreiche Unternehmen gehalten und wird in seiner Struktur immer vielfältiger und komplexer. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach qualifizierten Projektmanagern, ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld sowie vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten machen dieses Berufsbild zusätzlich attraktiv. Wie sieht nun eine erfolgreiche Laufbahn im Projektmanagement tatsächlich aus?

Karriere im Projektmanagement

Foto-Credits: Photodune

Foto-Credits: Photodune

>Die meisten der heute in der privaten Wirtschaft oder im öffentlichen Bereich tätigen Projektmanager waren zunächst als Fachkräfte einer bestimmten Fachrichtung – meist handelte es sich dabei um die IT-Branche – angestellt. Im Zuge ihrer Tätigkeit kamen sie irgendwann mit professionellem Projektmanagement in Kontakt, wodurch ihr Interesse geweckt und in weiterer Folge ein Wechsel in diesen Bereich angestrebt wurde. Ein derartiger Quereinstieg bietet den Vorteil einer bereits vorhandenen Berufserfahrung, einhergehend mit einer meist gut ausgeprägten Lösungskompetenz für vernetzte Aufgabenstellungen. Aber auch eine spezifische PM-Ausbildung hat ihre Vorzüge. Sie dient als Nachweis dafür, dass der Absolvent die aktuellen PM-Methoden und Vorgehensweisen beherrscht sowie in Form absolvierter Praktika bereits angewendet hat. So werden etwa nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung zum Diplom-Projektmanager dem Absolventen oft relativ rasch Führungsaufgaben innerhalb des Projektmanagements übertragen, da die Ausbildung seine altersbedingt geringe Berufserfahrung kompensiert. Diese Entwicklung einer projektmanagementspezifischen Laufbahnplanung ohne den zeitraubenden Umweg über eine Linienkarriere beginnt sich allerdings erst nach und nach durchzusetzen. Laut einer 2013 vom Fachverband GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, durchgeführten Studie über Gehalt und Karriere im Projektmanagement verfügen derzeit noch mehr als 60% aller befragten Projektmanager über einen Abschluss einer Universität, Fachhochschule oder dualen Hochschule. Auch ist in der Praxis für die Beurteilung der Qualifikation eines Projektmanagers weniger die Ausbildung, als vielmehr der Nachweis einer anerkannten Zertifizierung, wie etwa jene zum “Project Management Professional”, von auschlaggebender Bedeutung.

Die GPM-Studie zeigt ferner, dass interessante Aufgabenstellungen, ein eigener Verantwortungsbereich sowie Weiterbildungsmöglichkeiten die Arbeitszufriedenheit von Projektmanagern zu fördern vermögen und einen zusätzlichen Leistungsanreiz darstellen. Im Gegenzug sorgen fehlende Perspektiven, ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen oder ein unangemessenes Verhältnis von vereinbarter und tatsächlicher Arbeitszeit für Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation. Der hohe Stellenwert fachlicher Weiterbildung wird durch die im Rahmen der Studie festgestellte Tatsache, dass im Durchschnitt jeder Projektmanager jährlich vier Arbeitstage in seine Fortbildung investiert, jedenfalls eindrucksvoll dokumentiert.

Gehalt im Projektmanagement

Das Berufsbild des Projektmanagers bietet grundsätzlich gute Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten. Laut GPM-Studie liegt das durchschnittliche Jahresgehalt von Projektmanagern, zu dem meist noch individuell vereinbarte Sonderleistungen hinzukommen, bei knapp 80.000 Euro. Dies ergibt ein Durchschnittsgehalt von rund 55.000 Euro für die Projektmanagement-Assistenz sowie bis zu 106.000 Euro für Projektdirektoren und Mitglieder von Lenkungsausschüssen komplexer bzw. internationaler Projekte, wobei derartige Gehaltsstrukturen oft auch eine persönliche Haftung für Vertragsstrafen beinhalten. Die Studie belegt in jedem Fall deutlich, dass sowohl die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Projekte als auch der Nachweis einer anerkannten Projektmanagement-Zertifizierung einen entscheidenden Einfluss auf das Gehalt im Projektmanagement hat.

Karrierechancen im Handel

5. Mai 2014
Credits: Einstieg GmbH

Credits: Einstieg GmbH

Mit etwa drei Millionen Arbeitnehmern im Verkauf, in der Logistik und in der Verwaltung ist der Handel einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Es gibt zahlreiche Bereiche, die interessante Jobs bieten, sowohl gestalterisch als auch kaufmännisch. Auch Aufstiegschancen sind gegeben, wie zum Beispiel zum Betriebsfachwirt.
In der aktuellen Ausgabe des Einstieg Magazins dreht sich alles um „Karriere im Handel“.

Credits: dm-drogerie markt

Credits: dm-drogerie markt

Das Magazin hat in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) einen Wettbewerb „Ich will hinter die Shopping-Kulisse schauen“ ins Leben gerufen, um die die lukrativen Jobs und damit verbundenen Chancen im Handel präsenter zu machen. Im Rahmen des Wettbewerbs veröffentlicht das Einstieg Magazin die überzeugendsten Argumente für eine Karriere im Handel in er nächsten Ausgabe. Zu gewinnen gibt es Warengutscheine von Peek & Cloppenburg, dm Drogerie, Lidl und OBI. Der Einsendeschluss ist der 20. Juni 2014.
>>Weitere Informatinen

„Der HDE unterstützt den Wettbewerb, weil er jungen Menschen eine gute Gelegenheit bietet, sich im Rahmen ihrer Berufswahl genauer mit den Chancen und Anforderungen im Handel zu beschäftigen“, so Wilfried Malcher, Geschäftsführer Bildung und Berufsbildung beim HDE. „Wir möchten die Berufswelt Handel transparenter machen. Auch für Abiturienten bietet der Handel in Zeiten von fortschreitender Globalisierung und Online-Shopping spannende Arbeitsfelder“, fügt der Chefredakteur des Einstieg Magazins, Stefan Moskopp hinzu.

Weitere Interviews und Erfahrungsberichte über eine Karriere im Handel gibt es in der August-Ausgabe des Einstieg Magazins.

Weiterbildung und Recruiting im Kampf gegen den Fachkräftemangel

17. April 2014

Der Begriff des Fachkräftemangels ist in der Arbeitswelt und in den Medien allgegenwärtig. Um die Situation in den Griff zu bekommen, sind die Unternehmen gefragt. Besonders der Rekrutierungsweg und die Bereitschaft und Umsetzung von Weiterbildung der Mitarbeiter spielen dabei eine tragende Rolle.

Um zu verstehen, wie der Fachkräftemangel zu bekämpfen ist, muss man sich ansehen, wie die Ausgangslage aussieht: Ältere Fachkräfte scheiden aus dem Beruf aus, aber es besetzen nur wenige Junge ihre Plätze, denn die Geburtenrate sinkt. „Nach Untersuchungen können mangels ausreichend qualifiziertem Nachwuchs schon jetzt etwa vier von zehn Stellen in Deutschland nicht oder nur schwer besetzt werden, was viele Mittelständler betrifft“, erklärt Vincent Belliveau vom Personalverwaltungs-Softwarehersteller „Cornerstone OnDemand“, der Tageszeitung Die Welt im Interview.

Dennoch müssen sich Unternehmen noch lange nicht mit dem Fachkräftemangel zufrieden geben, räumt Beliveau ein: „Sie müssen noch stärker nach Auswegen suchen und innovative Ideen entwickeln, um im Inland oder im Ausland nötige Fachkräfte zu finden.“ Dies hinge vor allem auch von den Rekrutierungskanälen der Unternehmen ab. Jobsuche und Jobangebote via Social Media Plattformen ist ein kommender Trend.

Durchschnittlich die Hälfte der Unternehmen haben Probleme Fachkräfte zu finden

Quelle. forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von “Springest”

Im Auftrag von „Springest“ hat das Meinungsforschungsinstitut forsa über 200 Personaler und 100 Mitarbeiter in Unternehmen aus ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem die Handhabung der Firmen mit dem Fachkräftemangel. Es zeigt, dass knapp die Hälfte der kleineren Unternehmen (250 Mitarbeiter) erhebliche Probleme damit haben, eine oder mehrere Stellen mit der richtigen Fachkraft zu besetzen. Bei Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern beläuft sich der Wert auf 60 Prozent.

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von “Springest”

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken gilt die betriebliche Weiterbildung als Allheilmittel. Die Umsetzung stellt die Unternehmen aber vor Herausforderungen. Die Studie von forsa zeigt, dass viele Unternehmen ihr Budget für Weiterbildung nicht im vollen Maße ausschöpfen. Viele verfallen sogar ungenutzt. Dennoch sind sich 95 Prozent der befragten Personalchefs darüber einig, dass Weiterbildung das Mittel sei, um dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten.

Bessere Richtlinien für berufliche Weiterbildung

Grund für diese Situation könnten fehlende Richtlinien sein. „Weder Gesetze noch Tarifverträge geben in einem einheitlichen und verbindlichen Rahmen vor, wie berufliche Weiterbildung zu definieren, zu organisieren, zu finanzieren und zu zertifizieren ist“, sagt Hans-Ulrich Nordhaus, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit in DGB-Bundesvorstand.

Auch wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Mitarbeiter mehr in die Wahl zur Weiterbildung miteinzubeziehen, was Dirk Werner vom Institut für deutsche Wirtschaft jedoch ablehnt. Schließlich seien Weiterbildungen Investitionen seitens der Unternehmen über deren Tätigkeit diese allein die Entscheidungsgewalt haben.
Dies stößt bei Nordhaus auf Kritik: „Das zeugt von mangelndem Vertrauen in die eigene Belegschaft – ein Armutszeugnis“.

Herausforderung Berufswunsch

4. April 2014

In der heutigen Zeit der Globalisierung ist es für Schüler und Studenten einfach Auslandserfahrungen zu sammeln. Viele Jugendliche sind es inzwischen gewohnt, alle paar Jahre den Wohnort oder gar das Land zu wechseln.
Drei Trainer der Einstieg Studien- und Berufsberatung waren Mitte März im Auslandseinsatz in Singapur und berieten die deutschen Schüler an der German European School Singapur.

Der erste Schritt ist, die eigenen Interessen und Talente zu erkennen. Bild-Quelle: Einstieg GmbH

Der erste Schritt ist, die eigenen Interessen und Talente zu erkennen.
Bild-Quelle: Einstieg GmbH

Die Trainer von Einstieg Studien- und Berufsberatung, Ina Orth, Sabine Gärtner und Dirk Porten, reisten für zwei Tage nach Singapur und besuchten dort rund 50 motivierte Schüler an der German European School Singapur. Ihre Schule, der Schulweg und die gesamte Umgebung ist exotischer als hier in Deutschland. Die deutschen 16- bis 19-jährigen Jugendlichen können außerdem aus einem breiten Erfahrungsschatz durch ihre Schulbildung im Ausland schöpfen. Aber eine Frage stellt sie vor eine ebenso große Herausforderung wie jeden anderen Jugendlichen auch in Deutschland: Was will ich mal werden?

Das Beratungsteam war bereits an vielen Schulen tätig, auch im Ausland, unter anderem in Toulouse und in Brüssel.
Projektleiterin und Diplom-Pädagogin, Sabine Gärtner, weiß einige Gründe, warum es Jugendlichen so schwer fällt, sich für einen Berufsweg zu entscheiden. Sei es nun ein Studienfach oder eine Berufsausbildung.
„Die meisten der Jugendlichen sind es gewohnt alle drei bis vier Jahre den Wohnort oder gar das Land zu wechseln. Für sie ist die Welt ein Dorf. Durch den reichen Erfahrungsschatz haben die meisten vielfältige Interessen und können sich nur schwer auf ein Berufsfeld festlegen“, sagt sie im Kurzinterview. Unabhängig davon haben Jugendliche generell Schwierigkeiten, ihren Berufsweg zu finden. Der Grund sei laut Gärtner, dass sie sehr viele unterschiedliche Interessen haben. Gärtner rät, dass sich Jugendliche über ihre eigenen Talente im Klaren werden müssen, um herauszufinden, wie sie ihre erste Weiche stellen können. „Grundlage für eine nachhaltige Entscheidung sollte eine umfassende Recherche und idealerweise auch ein praktischer Einblick in die jeweils gewünschte Berufs- oder Studienwelt sein. Wir geben den Jugendlichen den Tipp gelassener zu sein und mehr Vertrauen in sich selbst zu haben.“

Burnout: Für den Job (ver)brennen

21. März 2014

Wer für den Job brennt, macht schnell Karriere? Ein Mythos. Wer für den Job brennt, droht zu verbrennen – erster Weg zum Burnout.

Burnout entsteht nicht nur durch viel Arbeit, sondern durch Enttäuschung, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Gerade Hochschulabsolventen seien davon besonders betroffen. Dies begründet Diplom-Psychologin Babara Bott damit, dass ihnen im Studium falsche Vorstellungen vom Berufsleben suggeriert werden. Sie lernen verschiedene Methoden zur Personalführung und stellen dann fest, dass ihr Chef diese nicht anwendet. Das ist erst einmal ein Schock.

Motivation leidet unter Realitätsschock

Die anfängliche Motivation nach dem Studienabschluss bekommt einen Knacks. Der Arbeitnehmer brennt eben nicht mehr so sehr für den Job.
Aber auch wer das tut, der befindet sich auf dem besten Weg zum Burnout. „Muss ich aber für meinen Job brennen, um erfolgreich zu sein? Nein. Wer brennt, kann verbrennen, also von der Arbeit krank werden“, sagt Neurochirurg Christoph Woernle in der ZEIT. Er hat für sich einen besseren Weg gefunden, seinen Job gewissenhaft und gut zu machen und sich selbst dabei nicht zu vernachlässigen: „Ich brenne für den Ausgleich und das Leben. Erst dadurch bin ich im Job erfolgreich.“

Unter dem Druck des Perfektionismus

Vor allem Absolventen und Berufseinsteigern fehlt das Feedback auf Leistungen, die in der Schule und im Studium mittels Noten gewährleistet wurden. Weiter steigt der Druck, da die ersten Arbeitsverträge meist befristet sind, wie Claus Zimmermann von Coaching4Profession gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärt. Daher nimmt der Ehrgeiz, immer perfekt und besser als die anderen sein zu wollen irgendwann überhand. Dann kommt der burnout plötzlich ganz rasant.
Betroffene selbst erkennen oft die Symptome nicht oder wollen sich nicht eingestehen, dass sie schnurstracks auf einen Burnout zusteuern. „So ist das Leben im Job nun mal“, heißt es oft. Hier sind Angehörige und Freunde besonders gefragt, um den Betroffenen darauf aufmerksam zu machen.
Der erste Schritt zur Erkennung eines Burnouts und zum Einleiten von Gegenmaßnahmen, ist ehrlich zu sein und zwar sich selbst gegenüber.

Burnout kann wirklich jeden treffen und wird in jeder Branche, jeder sozialen Schicht und jedem Job beobachtet.