Umfrage: Candidate Experience

13. August 2014

Im Bewerbungsprozess geht es vordergründlich darum, sich als Bewerber von der besten Seite zu zeigen und von sich selbst überzeugen zu können. Jedoch gilt nichts anderes auch für die Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung führt derzeit eine Umfrage zu diesem Thema durch.

Employerreputation nennt sich die Persönlichkeit als Arbeitgeber. Die Firma Ferber Personalberatung berät Unternehmen darin, wie sie sich als Arbeitgeber von der besten Seite zeigen können. Um darin gezielt auf häufige Schwächen und Fehler einzugehen, führt die Personalberatung zusammen mit der Fachochschule Frankfurt am Main eine Umfrage durch.

Candidate Experience: Umfrage

UmfrageBewerbungDabei geht es um Candidate Experience Management („Kandidatenerfahrungsmanagement“). Dies befasst sich damit, dass jedes Aufeinandertreffen von Bewerbern und Personalern so positiv wie möglich in Erinnerung bleibt, ungeachtet dessen, wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt. Immerhin könnte ja der perfekte Kandidat darunter sein und den möchte man auch nicht mit einem unangenehmen Bewerbungsprozess vergraulen.

Die Umfrage richtet sich an all jene, die sich in den vergangenen drei Jahren um einen Job beworben haben und fragt gezielt nach den persönlichen Erfahrungen bei der Jobsuche und im Bewebrungsprozess. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert zwischen fünf und zehn Minuten
Bei Interesse können die Ergebnisse der Studie unter info@ferber-personalberatung.de erfragt werden.

Job ist Job – Urlaub ist Urlaub

23. Juni 2014

Wenn der Urlaub schon mit Stress beginnt oder sich Kollegen in den wohlverdienten Ferien noch mit einer dringenden Frage melden, dann ist das alles andere als entspannend. Aber der Urlaub dient doch der Erholung. Wie man aber am besten in den Urlaub startet, ohne sich vom Job dorthin verfolgen zu lassen und wie man dort am besten abschaltet, dafür gibt es hier ein paar Tipps.

Urlaub

Zunächst einmal empfiehlt es sich, seine Abwesenheit frühzeitig anzukündigen und sich bei Zeiten mit den Kollegen abzusprechen, was während dieser Zeit zu erledigen ist. Das spart Stress und Druck vor dem Urlaubsbeginn. Schließlich sollte sich der Kollege auch abmelden und mitteilen, dass er ab nun nicht mehr da ist für die nächsten Wochen.

Job zu Hause lassen

Um wirklich die freie Zeit genießen zu können, sollten Unterlagen aus dem Beruf und am besten auch das Handy oder der Laptop zu Hause gelassen werden. So wird man nicht verleitet, sich von dem Entspannen abzulenken mit lästiger Arbeit.

Im Urlaub ticken die Uhren außerdem anders, deswegen wird auch alles vergessen, was mit Zeit- und Selbstmanagement zu tun hat. Was jetzt zählt, ist die Erholung. Das gilt vor allem auch, wenn man an der Hotelbar mal fünf Minuten länger auf seinen Cocktail warten muss. Immer dran denken: Sie haben Zeit. Regen Sie sich also nicht unnötig über solche Kleinigkeiten auf.

Stressfreie Rückkehr

Ebenfalls ist anzuraten dem stellvertretenden Kollegen zu bitten, eintreffende E-Mails vor zu sortieren, damit das Chaos bei der Rückkehr auch gleich minimalisiert wird – sonst war der Urlaub ja für die Katz.

Bewerbung: Freunde als Referenz

4. Juni 2014

Mit bester Empfehlung – Referenzen werten Bewerbungen auf. Im Normalfall sind diese aber aus dem beruflichen Umfeld. Ehemalige Chefs und Kollegen äußern sich zur Arbeitsleistung eines Bewerbers. Doch inzwischen gehen Personaler noch einen Schritt weiter: Freunde werden nach den Kompetenzen der Bewerber gefragt. Nur ein falsches Wort und vorbei könnte der Traum vom neuen Job sein.

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Foto-Credits: bpsusf / flickr

Tipps für die perfekte Bewerbung gibt es zahllose und Literatur für die passende Antwort auf jede Frage im Vorstellungsgespräch ist geradezu endlos. Die Bewerber verlieren an Authentizität. Das findet zumindest Horst Stemmer, Personalleiter von Servier Deutschland, wie er im Interview mit dem KarriereSPIEGEL verlauten lässt.

Gute Freunde – gute Referenz?

Das Pharmaunternehmen hat sich deshalb für die Einstellung neuem Personals etwas neues ausgedacht: Jeder Bewerber muss insgesamt sechs Referenzen angeben, drei berufliche und drei private oder persönliche – also Freunde.
Verena Töpper, Redakteurin beim KarriereSPIEGEL, fungierte als solche Referenz für ihre Freundin Lena, die daraufhin gefeuert wurde.

Pflichtbewusst bereitete sich die Redakteurin auf das Gespräch vor. Die Fragen ähneln denen aus herkömmlichen Vorstellungsgesprächen und nach wenigen Minuten ist das Telefonat vorbei. Töpper hat ein gutes Gefühl, doch die Ernüchterung folgt einige Tage später.

Die Referenzprüfer fassen alle Ergebnisse zusammen und geben ein Urteil weiter: Referenz war positiv oder eben negativ. Bei letzteren wird sich gegen den Bewerber entschieden. Dies sei laut Stemmer nur sehr selten der Fall. Außerdem gab die Firma an, dass die Referenzen nicht allein den Ausschlag für eine Entscheidung geben.

Kritik aus Personaler-Kreisen

Experten aus dem Personalwesen sehen diese Art des personalen Rekrutierens eher kritisch. „Diese Art von Referenz hat wenig Aussagekraft“, sagt Tiemo Kracht, Chef-Personalberater von Kienbaum. Freunde hätten zu wenig Einblick in das berufliche Leben des Bewerbers und könnten viele Anforderungen und Fähigkeiten nicht richtig einschätzen.

Bewerbungsexperte Jürgen Hesse war im SPIEGEL-Job-Interview geradezu erschüttert: „ Da bin ich baff. Arbeitgeber verlangen jetzt häufiger Referenzen, aber berufliche: Ein, zwei ehemalige Vorgesetzte sollen über Bewerber Auskunft geben.“
Referenzen zu verlangen ist inzwischen schon fast normal geworden, denn viele Personaler trauen den Arbeitszeugnissen nicht, da sie zu sehr standardisiert werden.
Eine Möglichkeit, wie man dieser Prozedur entkommen kann, sieht Hesse allerdings nicht: „Wer den Job haben will, hat keine andere Wahl, als gute Miene zu diesem dummen Spiel zu machen.“

Die Bewerber-Recherche im Web, besonders in sozialen Netzwerken ist inzwischen auch Gang und Gebe. Wohin soll das nur führen? Das fragt sich auch der Bewerbungsexperte: „Was werden sie in zehn Jahren verlangen – einen Gentest?“

Das gesamte Interview mit Jürgen Hesse in SPIEGEL JOB.

Gehalt und Karriere im Projektmanagement

14. Mai 2014

Professionelles Projektmanagement hat mittlerweile Einzug in zahlreiche Unternehmen gehalten und wird in seiner Struktur immer vielfältiger und komplexer. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach qualifizierten Projektmanagern, ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld sowie vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten machen dieses Berufsbild zusätzlich attraktiv. Wie sieht nun eine erfolgreiche Laufbahn im Projektmanagement tatsächlich aus?

Karriere im Projektmanagement

Foto-Credits: Photodune

Foto-Credits: Photodune

>Die meisten der heute in der privaten Wirtschaft oder im öffentlichen Bereich tätigen Projektmanager waren zunächst als Fachkräfte einer bestimmten Fachrichtung – meist handelte es sich dabei um die IT-Branche – angestellt. Im Zuge ihrer Tätigkeit kamen sie irgendwann mit professionellem Projektmanagement in Kontakt, wodurch ihr Interesse geweckt und in weiterer Folge ein Wechsel in diesen Bereich angestrebt wurde. Ein derartiger Quereinstieg bietet den Vorteil einer bereits vorhandenen Berufserfahrung, einhergehend mit einer meist gut ausgeprägten Lösungskompetenz für vernetzte Aufgabenstellungen. Aber auch eine spezifische PM-Ausbildung hat ihre Vorzüge. Sie dient als Nachweis dafür, dass der Absolvent die aktuellen PM-Methoden und Vorgehensweisen beherrscht sowie in Form absolvierter Praktika bereits angewendet hat. So werden etwa nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung zum Diplom-Projektmanager dem Absolventen oft relativ rasch Führungsaufgaben innerhalb des Projektmanagements übertragen, da die Ausbildung seine altersbedingt geringe Berufserfahrung kompensiert. Diese Entwicklung einer projektmanagementspezifischen Laufbahnplanung ohne den zeitraubenden Umweg über eine Linienkarriere beginnt sich allerdings erst nach und nach durchzusetzen. Laut einer 2013 vom Fachverband GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, durchgeführten Studie über Gehalt und Karriere im Projektmanagement verfügen derzeit noch mehr als 60% aller befragten Projektmanager über einen Abschluss einer Universität, Fachhochschule oder dualen Hochschule. Auch ist in der Praxis für die Beurteilung der Qualifikation eines Projektmanagers weniger die Ausbildung, als vielmehr der Nachweis einer anerkannten Zertifizierung, wie etwa jene zum “Project Management Professional”, von auschlaggebender Bedeutung.

Die GPM-Studie zeigt ferner, dass interessante Aufgabenstellungen, ein eigener Verantwortungsbereich sowie Weiterbildungsmöglichkeiten die Arbeitszufriedenheit von Projektmanagern zu fördern vermögen und einen zusätzlichen Leistungsanreiz darstellen. Im Gegenzug sorgen fehlende Perspektiven, ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen oder ein unangemessenes Verhältnis von vereinbarter und tatsächlicher Arbeitszeit für Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation. Der hohe Stellenwert fachlicher Weiterbildung wird durch die im Rahmen der Studie festgestellte Tatsache, dass im Durchschnitt jeder Projektmanager jährlich vier Arbeitstage in seine Fortbildung investiert, jedenfalls eindrucksvoll dokumentiert.

Gehalt im Projektmanagement

Das Berufsbild des Projektmanagers bietet grundsätzlich gute Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten. Laut GPM-Studie liegt das durchschnittliche Jahresgehalt von Projektmanagern, zu dem meist noch individuell vereinbarte Sonderleistungen hinzukommen, bei knapp 80.000 Euro. Dies ergibt ein Durchschnittsgehalt von rund 55.000 Euro für die Projektmanagement-Assistenz sowie bis zu 106.000 Euro für Projektdirektoren und Mitglieder von Lenkungsausschüssen komplexer bzw. internationaler Projekte, wobei derartige Gehaltsstrukturen oft auch eine persönliche Haftung für Vertragsstrafen beinhalten. Die Studie belegt in jedem Fall deutlich, dass sowohl die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Projekte als auch der Nachweis einer anerkannten Projektmanagement-Zertifizierung einen entscheidenden Einfluss auf das Gehalt im Projektmanagement hat.

Karrierechancen im Handel

5. Mai 2014
Credits: Einstieg GmbH

Credits: Einstieg GmbH

Mit etwa drei Millionen Arbeitnehmern im Verkauf, in der Logistik und in der Verwaltung ist der Handel einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Es gibt zahlreiche Bereiche, die interessante Jobs bieten, sowohl gestalterisch als auch kaufmännisch. Auch Aufstiegschancen sind gegeben, wie zum Beispiel zum Betriebsfachwirt.
In der aktuellen Ausgabe des Einstieg Magazins dreht sich alles um „Karriere im Handel“.

Credits: dm-drogerie markt

Credits: dm-drogerie markt

Das Magazin hat in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) einen Wettbewerb „Ich will hinter die Shopping-Kulisse schauen“ ins Leben gerufen, um die die lukrativen Jobs und damit verbundenen Chancen im Handel präsenter zu machen. Im Rahmen des Wettbewerbs veröffentlicht das Einstieg Magazin die überzeugendsten Argumente für eine Karriere im Handel in er nächsten Ausgabe. Zu gewinnen gibt es Warengutscheine von Peek & Cloppenburg, dm Drogerie, Lidl und OBI. Der Einsendeschluss ist der 20. Juni 2014.
>>Weitere Informatinen

„Der HDE unterstützt den Wettbewerb, weil er jungen Menschen eine gute Gelegenheit bietet, sich im Rahmen ihrer Berufswahl genauer mit den Chancen und Anforderungen im Handel zu beschäftigen“, so Wilfried Malcher, Geschäftsführer Bildung und Berufsbildung beim HDE. „Wir möchten die Berufswelt Handel transparenter machen. Auch für Abiturienten bietet der Handel in Zeiten von fortschreitender Globalisierung und Online-Shopping spannende Arbeitsfelder“, fügt der Chefredakteur des Einstieg Magazins, Stefan Moskopp hinzu.

Weitere Interviews und Erfahrungsberichte über eine Karriere im Handel gibt es in der August-Ausgabe des Einstieg Magazins.

Weiterbildung und Recruiting im Kampf gegen den Fachkräftemangel

17. April 2014

Der Begriff des Fachkräftemangels ist in der Arbeitswelt und in den Medien allgegenwärtig. Um die Situation in den Griff zu bekommen, sind die Unternehmen gefragt. Besonders der Rekrutierungsweg und die Bereitschaft und Umsetzung von Weiterbildung der Mitarbeiter spielen dabei eine tragende Rolle.

Um zu verstehen, wie der Fachkräftemangel zu bekämpfen ist, muss man sich ansehen, wie die Ausgangslage aussieht: Ältere Fachkräfte scheiden aus dem Beruf aus, aber es besetzen nur wenige Junge ihre Plätze, denn die Geburtenrate sinkt. „Nach Untersuchungen können mangels ausreichend qualifiziertem Nachwuchs schon jetzt etwa vier von zehn Stellen in Deutschland nicht oder nur schwer besetzt werden, was viele Mittelständler betrifft“, erklärt Vincent Belliveau vom Personalverwaltungs-Softwarehersteller „Cornerstone OnDemand“, der Tageszeitung Die Welt im Interview.

Dennoch müssen sich Unternehmen noch lange nicht mit dem Fachkräftemangel zufrieden geben, räumt Beliveau ein: „Sie müssen noch stärker nach Auswegen suchen und innovative Ideen entwickeln, um im Inland oder im Ausland nötige Fachkräfte zu finden.“ Dies hinge vor allem auch von den Rekrutierungskanälen der Unternehmen ab. Jobsuche und Jobangebote via Social Media Plattformen ist ein kommender Trend.

Durchschnittlich die Hälfte der Unternehmen haben Probleme Fachkräfte zu finden

Quelle. forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von “Springest”

Im Auftrag von „Springest“ hat das Meinungsforschungsinstitut forsa über 200 Personaler und 100 Mitarbeiter in Unternehmen aus ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem die Handhabung der Firmen mit dem Fachkräftemangel. Es zeigt, dass knapp die Hälfte der kleineren Unternehmen (250 Mitarbeiter) erhebliche Probleme damit haben, eine oder mehrere Stellen mit der richtigen Fachkraft zu besetzen. Bei Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern beläuft sich der Wert auf 60 Prozent.

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von Springest

Quelle: forsa-Studie im Auftrag von “Springest”

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken gilt die betriebliche Weiterbildung als Allheilmittel. Die Umsetzung stellt die Unternehmen aber vor Herausforderungen. Die Studie von forsa zeigt, dass viele Unternehmen ihr Budget für Weiterbildung nicht im vollen Maße ausschöpfen. Viele verfallen sogar ungenutzt. Dennoch sind sich 95 Prozent der befragten Personalchefs darüber einig, dass Weiterbildung das Mittel sei, um dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten.

Bessere Richtlinien für berufliche Weiterbildung

Grund für diese Situation könnten fehlende Richtlinien sein. „Weder Gesetze noch Tarifverträge geben in einem einheitlichen und verbindlichen Rahmen vor, wie berufliche Weiterbildung zu definieren, zu organisieren, zu finanzieren und zu zertifizieren ist“, sagt Hans-Ulrich Nordhaus, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit in DGB-Bundesvorstand.

Auch wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Mitarbeiter mehr in die Wahl zur Weiterbildung miteinzubeziehen, was Dirk Werner vom Institut für deutsche Wirtschaft jedoch ablehnt. Schließlich seien Weiterbildungen Investitionen seitens der Unternehmen über deren Tätigkeit diese allein die Entscheidungsgewalt haben.
Dies stößt bei Nordhaus auf Kritik: „Das zeugt von mangelndem Vertrauen in die eigene Belegschaft – ein Armutszeugnis“.

Herausforderung Berufswunsch

4. April 2014

In der heutigen Zeit der Globalisierung ist es für Schüler und Studenten einfach Auslandserfahrungen zu sammeln. Viele Jugendliche sind es inzwischen gewohnt, alle paar Jahre den Wohnort oder gar das Land zu wechseln.
Drei Trainer der Einstieg Studien- und Berufsberatung waren Mitte März im Auslandseinsatz in Singapur und berieten die deutschen Schüler an der German European School Singapur.

Der erste Schritt ist, die eigenen Interessen und Talente zu erkennen. Bild-Quelle: Einstieg GmbH

Der erste Schritt ist, die eigenen Interessen und Talente zu erkennen.
Bild-Quelle: Einstieg GmbH

Die Trainer von Einstieg Studien- und Berufsberatung, Ina Orth, Sabine Gärtner und Dirk Porten, reisten für zwei Tage nach Singapur und besuchten dort rund 50 motivierte Schüler an der German European School Singapur. Ihre Schule, der Schulweg und die gesamte Umgebung ist exotischer als hier in Deutschland. Die deutschen 16- bis 19-jährigen Jugendlichen können außerdem aus einem breiten Erfahrungsschatz durch ihre Schulbildung im Ausland schöpfen. Aber eine Frage stellt sie vor eine ebenso große Herausforderung wie jeden anderen Jugendlichen auch in Deutschland: Was will ich mal werden?

Das Beratungsteam war bereits an vielen Schulen tätig, auch im Ausland, unter anderem in Toulouse und in Brüssel.
Projektleiterin und Diplom-Pädagogin, Sabine Gärtner, weiß einige Gründe, warum es Jugendlichen so schwer fällt, sich für einen Berufsweg zu entscheiden. Sei es nun ein Studienfach oder eine Berufsausbildung.
„Die meisten der Jugendlichen sind es gewohnt alle drei bis vier Jahre den Wohnort oder gar das Land zu wechseln. Für sie ist die Welt ein Dorf. Durch den reichen Erfahrungsschatz haben die meisten vielfältige Interessen und können sich nur schwer auf ein Berufsfeld festlegen“, sagt sie im Kurzinterview. Unabhängig davon haben Jugendliche generell Schwierigkeiten, ihren Berufsweg zu finden. Der Grund sei laut Gärtner, dass sie sehr viele unterschiedliche Interessen haben. Gärtner rät, dass sich Jugendliche über ihre eigenen Talente im Klaren werden müssen, um herauszufinden, wie sie ihre erste Weiche stellen können. „Grundlage für eine nachhaltige Entscheidung sollte eine umfassende Recherche und idealerweise auch ein praktischer Einblick in die jeweils gewünschte Berufs- oder Studienwelt sein. Wir geben den Jugendlichen den Tipp gelassener zu sein und mehr Vertrauen in sich selbst zu haben.“

Burnout: Für den Job (ver)brennen

21. März 2014

Wer für den Job brennt, macht schnell Karriere? Ein Mythos. Wer für den Job brennt, droht zu verbrennen – erster Weg zum Burnout.

Burnout entsteht nicht nur durch viel Arbeit, sondern durch Enttäuschung, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Gerade Hochschulabsolventen seien davon besonders betroffen. Dies begründet Diplom-Psychologin Babara Bott damit, dass ihnen im Studium falsche Vorstellungen vom Berufsleben suggeriert werden. Sie lernen verschiedene Methoden zur Personalführung und stellen dann fest, dass ihr Chef diese nicht anwendet. Das ist erst einmal ein Schock.

Motivation leidet unter Realitätsschock

Die anfängliche Motivation nach dem Studienabschluss bekommt einen Knacks. Der Arbeitnehmer brennt eben nicht mehr so sehr für den Job.
Aber auch wer das tut, der befindet sich auf dem besten Weg zum Burnout. „Muss ich aber für meinen Job brennen, um erfolgreich zu sein? Nein. Wer brennt, kann verbrennen, also von der Arbeit krank werden“, sagt Neurochirurg Christoph Woernle in der ZEIT. Er hat für sich einen besseren Weg gefunden, seinen Job gewissenhaft und gut zu machen und sich selbst dabei nicht zu vernachlässigen: „Ich brenne für den Ausgleich und das Leben. Erst dadurch bin ich im Job erfolgreich.“

Unter dem Druck des Perfektionismus

Vor allem Absolventen und Berufseinsteigern fehlt das Feedback auf Leistungen, die in der Schule und im Studium mittels Noten gewährleistet wurden. Weiter steigt der Druck, da die ersten Arbeitsverträge meist befristet sind, wie Claus Zimmermann von Coaching4Profession gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärt. Daher nimmt der Ehrgeiz, immer perfekt und besser als die anderen sein zu wollen irgendwann überhand. Dann kommt der burnout plötzlich ganz rasant.
Betroffene selbst erkennen oft die Symptome nicht oder wollen sich nicht eingestehen, dass sie schnurstracks auf einen Burnout zusteuern. „So ist das Leben im Job nun mal“, heißt es oft. Hier sind Angehörige und Freunde besonders gefragt, um den Betroffenen darauf aufmerksam zu machen.
Der erste Schritt zur Erkennung eines Burnouts und zum Einleiten von Gegenmaßnahmen, ist ehrlich zu sein und zwar sich selbst gegenüber.

Burnout kann wirklich jeden treffen und wird in jeder Branche, jeder sozialen Schicht und jedem Job beobachtet.

“Recruiting Trends 2014″

17. Februar 2014

Arbeiten von zu Hause aus – Der Realitätscheck

Eigentlich ist das kein schlechtes Konzept: Ein kurzer Arbeitsweg, flexible Arbeitszeiten und gerade für Eltern kleiner Kinder eine äußerst praktische Lösung – das Home Office.
Laut einer aktuellen Studie „Recruiting Trends 2014“, die das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main nun zum zwölften beziehungsweise elften Mal zusammen mit dem Karriereportal Monster veröffentlicht, sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber oft geteilter Meinung.

Man Talking on Phone in Home Office

Bild-Quelle: Monster.de

Die Vorteile von Home Office liegen klar auf der Hand. Da die Nachfrage von Bewerbern immer größer wird, reagieren Unternehmen dementsprechend darauf. Knapp die Hälfte aller in der Studie befragten Unternehmen wollen das Home künftig mehr anbieten. Auf Arbeitnehmersite bewerten 85,5 Prozent dieses Angebot als gut. Dennoch nehmen nur 44,1 Prozent dieses Angebot auch in Anspruch. Diverse Vorbehalte bleiben nicht aus. Ein Anteil von 16,5 Prozent der befragten Arbitnehmer befürchtet, dass Mitarbeiter, die nicht im Home Office tätig sind, dadurch mehr Arbeit zu erledigen haben. Immerhin fast ein Viertel glaubt, er würde zu Hause mehr arbeiten, als im Büro. Aber auch der schlechtere Informationsaustausch (55,6 Prozent), die sinkende Produktivität im jeweiligen Team oder die allgemeine sinkende Zufriedenheit (24,2 Prozent) sehen die Studienteilnehmer kritisch.

Aber auch die Arbeit selbst kann im Home Office zum Problem werden, denn nicht jeder kann mit so viel Freiheit umgehen. Zwar gibt es keinen Zeitdruck, doch könnte genau dies zum Problem werden, wie Psychologe Dietrich Manzey vom institut für Psycholoie und Arbeitswissenschaften dem Weser Kurier mitteilt. Denn ohne Deadline fällt das Aufschieben gleich viel leichter und man beginnt zu trödeln. Etwas, was im Büro nicht so leicht passieren würde.
Die bestätigt auch die „Recruiting Trends 2014“ Studie, laut welcher mehr als 60 Prozent der Befragten die Arbeit im Home Office als Herausforderung betrachten.

Weitere Ergebnisse der „Recruiting Trends 2014“ Studie

Es darf mit steigenden Mitarbeiterzahlen gerechnet werden. Zumindest geht die Hälfte der deutschen Unternehmen davon aus. Dennoch rechnen sie bei der Suche nach qualifizierten Bewerbern mit Schwierigkeiten. Eine Prognose besagt, dass im Jahr 2014 immerhin 35,8 Prozent der vakanten Stellen nur schwer zu besetzen sein werden. Davon sollen sechs Prozent auf dem Mangel an geeigneten Kandidaten zurückzuführen sein.
Die Effizienz der Internet-Stellenbörsen ist nicht zu unterschätzen.36,2 Prozent der neuen Mitarbeiter wurden über Anzeigen in Online-Stellenbörsen eingestellt. Auf dem zweiten Platz rangieren die Anzeigen auf den Firmenwebseiten.

Auf Stellensuche – Mobil und im Social Media

Smartphone und Tablet-PCs sind inzwischen treue Begleiter auf der Stellensuche geworden. Die unternehmen passen sich dieser Entwicklung an. Knapp ein Viertel der Unternehmen haben ihrer Karriere-Website für Smartphone und Tablet optimiert und sogar rund 10 Prozent bietet spezielle Apps für die Stellensuche an.

Facebook und Co., aber auch professionelle Social Networks wie Xing sind aus der Rekrutierung von Personal nicht mehr wegzudenken. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen beurteilen den Einsatz dieser Social Media Kanäle positiv. Knapp die Hälfte der befragten Firmen beschäftigt sogar spezielle Mitarbeiter für ihre Recruiting-Kanäle im Social Web.

Mobbing und Bossing – Wenn der Job zum Psychoterror wird

27. Januar 2014

Laut einer aktuellen Studie von Statista geben 15 Prozent der Erwerbstätigen an, schon einmal selbst Mobbing am Arbeitsplatz erlebt zu haben.  Andere Studien besagen jedoch, dass schon jeder zweite Arbeitnehmer Opfer von Mobbing wurde.

Warum diese beiden Angaben so auseinander klaffen, könnte daran liegen, dass viel Opfer zunächst gar nicht bemerken, dass sie gemobbt werden. Insbesondere wenn der Mobber ein Vorgesetzter ist – Bossing nennt sich das. Viele Betroffene meinen zu Beginn, derartige Attacken vom Chef seien normal, wie Markus Oberberg auf seiner Website (mobbing-beenden.de) erklärt. „Vielleicht arbeite ich wirklich nicht gut genug?“, sind oft die ersten Überlegungen.

Bossing – Wenn der Chef mobbt

Bild-Quelle: www.mobbing-beenden.de

Bild-Quelle: www.mobbing-beenden.de

Gründe für Bossing ist oft das Provozieren einer Kündigung des Opfers, dann muss der Arbeitgeber ihm nicht kündigen.  In seinem „Gratis-Report“, den Oberberg kostenlos auf www.mobbing-beenden.de zur Verfügung stellt, in dem er Schritt für Schritt und anhand von Praxis-Beispielen erklärt, wie man aus der Mobbing-Falle wieder herauskommt.  Auf die Frage, ob man Mobbing am Arbeitsplatz wirkungsvoll begegnen kann antwortet er in dem Report: „Natürlich ist es möglich – Wenn Sie wissen, wie!“ Für weitere Vertiefungen hat Oberberg auch ein Buch geschrieben, welches als EBook erhältlich ist.

Bild-Quelle: www.mobbing-beenden.de

Bild-Quelle: www.mobbing-beenden.de

Woran erkennt man eigentlich, dass man Opfer von Mobbing geworden ist? Die Azubi & Azubine GmbH hat dazu eine Liste an Erkennungsmerkmalen veröffentlicht, die sich auch allgemein auf Mobbing am Arbeitsplatz anwenden lässt:

 

  • Kritik ohne Grund
  • Bloßstellung
  • Beleidigung / Diskriminierung
  • Aberkennung der Arbeitsleistung
  • Drohungen (Androhung körperlicher Gewalt)
  • Keine Begrüßung, Ausschluss aus Gesprächen
  • Behinderung der Arbeit
  • Sexuelle Belästigung

Nur wenn mehrere Punkte dieser Liste zutreffen (was sich über Monate hinwegzieht), kann von Mobbing im Sinne des Arbeitsrechts gesprochen werden.

Mobbing in der Ausbildung

Auch in der Ausbildung kann Mobbing am Arbeitsplatz ein Thema sein. Junge Azubis, die gerade erst ins Berufsleben eingestiegen sind, trauen sich noch weniger, sich zur Wehr zu setzen. Die Azubi & Azubine GmbH hat einige Tipps, wie man mit der Situation am besten umgehen kann. Wichtig ist vor allem, darüber zu sprechen, sich eine Person des Vertrauens zu suchen. Empfehlenswert ist auch das Führen eines Tagebuchs, in dem genau dokumentiert ist, wer wann was gesagt oder getan hat. Bei späteren Gesprächen oder auch einem Verfahren, lässt sich die Geschichte dadurch leichter nachvollziehen. Oft ist es auch nicht schlecht, in die Offensive zu gehen und den Mobber direkt darauf anzusprechen, dass sein Verhalten verletzend ist.  Dabei sollte man sich zuvor aber konkrete Beispiele und Situationen überlegt haben, wo das der Fall ist.  Ein wichtiger Schritt ist immer der Gang zum Betriebsrat (falls vorhanden) und/oder zum Ausbilder, denn dieser hat eine Fürsorgepflicht. Im schlimmsten Fall hilft am Ende nur noch der Wechsel in einen anderen Ausbildungsbetrieb.

Übrigens: Mobbing an und für sich ist nicht strafbar. Allerdings können Handlungen, die im Zuge von Mobbing passieren durchaus zur Anzeige kommen. Zum Beispiel bei übler Nachrede oder Verleumdung.